Vor einigen Tagen schrieb mir ein Mann ganz spontan: „Wie sieht es heute aus?“
Ich erklärte ihm freundlich, dass ich meine Treffen planen muss und keine spontanen Verabredungen mache. Seine Antwort war sinngemäß: „Aber du bekommst doch Taschengeld.“
Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht.
Ja, bei meinen Treffen gehört Taschengeld dazu. Aber dadurch sitze ich doch nicht rund um die Uhr fertig gestylt zu Hause und warte darauf, dass irgendein Mann plötzlich Zeit hat.
Das Taschengeld ist eine Wertschätzung für meine Zeit – kein Freifahrtschein über meinen Alltag und schon gar nicht über meine Grenzen.
Den schönsten Unterschied zeigte mir später ein anderer Mann: Er fragte rechtzeitig nach einem Termin, machte einen klaren Vorschlag und hielt sich an jede Absprache. Beim Treffen war er aufmerksam, gepflegt und respektvoll. Genau dadurch entstand eine wunderbare Chemie.
Beide Männer hätten das gleiche Taschengeld gegeben. Trotzdem hätte ich nur einen von ihnen gerne ein zweites Mal getroffen.
Denn Geld kann ein Treffen ermöglichen – aber Respekt entscheidet, ob es eine Wiederholung gibt.
Was meint ihr: Darf man bei einem Treffen mit Taschengeld mehr erwarten – oder gelten Grenzen und Absprachen genauso wie bei jedem anderen Date? 😉

Ein ganz klares Nein. Warum sollte ich da mehr erwarten sollen, nur weil ich einen Zeitaufwand entsprechend honoriere ? Letztendlich ist es doch wie im realen Leben auch, es entscheidet die Sympathie und die ist nicht käuflich. Außerdem seid ihr keine Ware oder ein normaler Dienstleistungsbereich, sondern ihr gebt nicht nur Eure Zeit, sondern auch immer ein Stück Eurer Seele ...wer meint, nur weil er bezahlt hat, hat er irgendwelche speziellen Rechte irrt. Wir bewegen uns im engen, zwischenmenschlichen Bereich uns hier ist umso mehr Einfühlungsvermögen, Sympathie und Achten der Grenze des jeweiligen anderen Partners gefragt. Wenn beide auf einer Wellenlänge liegen, ist es doch genau das, was sich beide Seiten von einem Treffen erhoffen und wünschen. Also, nett und freundlich und einfach genießen.
Also zum ersten: wir sind erwachsene Frauen. Wir bekommen Honorar, kein Taschengeld. Und zweitens: wir sind Dienstleister. Würde dieser Herr auch verlangen, dass heute noch ein Handwerker kommt? Oh mein Gott, bitte lass Verstand regnen!
Wenn man eine Sexworkerin sucht, die fertig gestylt auf Kunden wartet und ohne vorherige Planung Kunden annimmt, kann man doch einfach ein Bordell oder Laufhaus besuchen. Dafür muss man halt das Risiko einer "Massenabfertigung" in Kauf nehmen.