Über den/die Autor*in
MelKingPoint
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49 Jahre, Frau, Heterosexuell
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Vertrauen gebrochen

Sonntagmorgen in Berlin. Ich hatte gerade ein erneutes Treffen in einem Hotelzimmer, mit jemandem, der mich bereits letztes Jahr unter ähnlichen Umständen bestellt hatte. Ein junger Mann, so viel darf ich hier hoffentlich schreiben, der mir in Erinnerung geblieben ist. Dieses Mal zog er mich zu Beginn in ein Gespräch, das mich so abgelenkt hat, dass ich vergaß, unser finanzielles Arrangement anzusprechen. Als die Dinge ihren Lauf nahmen, erinnerte ich mich plötzlich daran, doch da war es schon zu spät. Er versprach, mir das Geld im Anschluss zu geben, behauptete, es sei "da drüben" und bat mich, fortzufahren, weil er ja schon mittendrin sei. Doch nach dem Höhepunkt und auch nachdem er aus dem Bad kam, hielt er sein Versprechen nicht ein. Auf meine Nachfrage hin erwiderte er, das Geld bereits ausgegeben zu haben – eine Tatsache, die ihm "völlig entfallen" war.


Trotz meiner Enttäuschung bemühte ich mich, Fassung zu bewahren. Doch mein Tonfall verriet meine wahren Gefühle. Ich finde diese Art von Dates können nur mit einem Vertrauensbonus auf beiden Seiten funktionieren. Jeder wünscht sich fair behandelt zu werden und wie kann man in einem Moment Intimität zulassen um im nächsten Moment ein ganz anderes Gesicht zu zeigen...


Er schlug vor, zu einem Geldautomaten (ATM) zu gehen, um den ausstehenden Betrag abzuheben, doch unterwegs gab er mir das Gefühl, als wären wir Teil einer kleinen Verfolgungsjagd durch Seitenstraßen, fernab jeglicher Geldautomaten. Sein stures Weigern, einen Geldautomaten im Internet zu suchen, und sein Bestehen auf Abstand, um nicht von Bekannten gesehen zu werden, entlarvten seine Absichten.


Als wir das Hotel verließen, wirkte bereits alles wieinszeniert. Ehrlich gesagt, war meine Neugier, wie er sich aus dieser Lage winden würde, fast so groß wie die Frage, ob ich mein Geld je sehen würde. Als er schließlich verschwand, lief ich abgeklärt und um eine Erfahrung reicher nach Hause. Zehn Minuten später erhielt ich einen Anruf von einer anderen Nummer. Es war er, der behauptete, mir doch noch das Geld geben zu wollen. Doch kaum hatte ich geantwortet, zog er seine Zusage zurück und gestand, dass er das Geld doch nicht habe. Seine Begründung? Er sei momentan knapp bei Kasse. Ich legte auf und blockierte die Nummer, überwältigt von der Dreistigkeit, die er an den Tag legte.


Diese Erfahrung hinterlässt bei mir nicht nur ein Gefühl der Enttäuschung, sondern auch der Ernüchterung. Doch diese Begegnung lehrte mich auch, in Zukunft wachsamer zu sein und die Zeichen früher zu erkennen. Es war eine Lektion, die ich sicher nicht vergessen werde. Während manche Herren es bevorzugen, finanzielle Angelegenheiten erst am  Ende eines Treffens zu klären, illustriert mein erlebnis eindrücklich,  wie essenziell eine Vorabklärung solcher Details ist.

Du kannst davon ausgehen, dass jeder dafür kein Verständnis hat. Mir fällt nur ein Wort für ihn ein. Dr**ksack!

11. FebAntworten

Es ist immer wieder erstaunlich, wie weit sich Menschen erniedrigen, um nicht zu bezahlen. Erst die Schnitzeljagd zu einem Geldautomat, und dann noch die Frechheit besitzen sich nochmal telefonisch zu melden..

11. FebAntworten
@moinmoin50 vermutlich hat er mich nur aus strategischen Gründen nochmal angerufen.
11. FebAntworten
@MelKingPoint: Was sollte das Deiner Vermutung nach für eine Strategie sein?
11. FebAntworten
@Himmmbaer Der hatte bedenken ich warte auf ihn und mache ihm eine Szene oder schlimmeres. Aber ich ziehe aus sowas eher meine Konsequenzen für die Zukunft und bleibe menschlich.
11. FebAntworten

Ich kann so etwas nicht verstehen....

11. FebAntworten

Ich persönlich finde es schade, das ein gewisses Vertrauen in eine Person und auch in das Gute in vielen Menschen immer wieder so elementar enttäuscht wird von einigen, vermutlich sogar nur wenigen Spinnern, dass man selbst dieses Urvertrauen im Laufe der Zeit verliert und erst dann unverarscht bleibt, wenn man sich selbst in diese Niederungen menschlichen Handelns herab begibt und seine Unbefangenheit und Unvoreingenommenheit ablegt. So können einen auch echte Ärsche und Drecksäcke im Leben runter ziehen...

12. FebAntworten
@Platon8 Da Du der Einzige hier in diesem Thread bist, der mich auch kennt, danke ich Dir für Deine Anteilnahme ganz besonders!
12. FebAntworten
@Believe69 oh pardon. Ich bin blond.
13. FebAntworten

Ganz besonders schäbig finde ich es, dass es jemand getan hat, der vorher schon einmal ein Date mit dir hatte (so habe ich jedenfalls deinen Text verstanden). Denn zumindest mir geht es so, dass bei einen zweiten oder dritten Treffen ein gewisses Vertrauen vorausgesetzt werden kann. Dieses Vertrauen dann derart zu missbrauchen ist aus meiner Sicht kriminell. Denn es war doch Absicht. Wie kann ich sonst ein Date verabreden, wenn ich genau weiß, dass ich gar kein Geld dafür habe. Die letzten Worte meines Vorredners @Platon8 entsprechen zwar nicht meiner üblichen Wortwahl (seiner sicher auch nicht), aber solche Leute kann man nicht anders bezeichnen: Drecksack.

12. FebAntworten
@Rodekamp Ja, genau, ich hatte ihn schonmal getroffen. Was ich früher schonmal erlebt habe war, dass andere Typen vor Ort sagten, sie haben nicht die volle Summe und ich bekomme den Rest später. Darauf warte ich auch bis heute. Das waren ebenfalls Leute, die ich schon kannte. Aber in dieser Vollendung, wie gestern, habe ich das noch nie erlebt. Er hat m. E. definitiv etwas eingenommen, was er nicht vertragen hat. Ich denke, er wird das Geld gehabt haben, hat sich dann aber scheinbar überlegt, er möchte das Geld jetzt lieber für etwas anderes ausgeben. So meine Interpretation der Dinge. Gewisse Dinge können sehr schädlich sein und ich bin bestimmt nicht die einzige Person, die er vor diesem Hintergrund enttäuscht hat. Ich habe ihm auch noch gesagt: Tu mir das jetzt bitte nicht an. Aber danach folgte dann auch noch diese unsägliche "Schnitzeljagd".
12. FebAntworten
@MelKingPoint: "Ich denke, er wird das Geld gehabt haben, hat sich dann aber scheinbar überlegt, er möchte das Geld jetzt lieber für etwas anderes ausgeben." Das macht sie Sache auch nicht besser. Ich wünsche dir, dass du in Zukunft ehrliche Menschen triffst.
12. FebAntworten
@Rodekamp Mir passiert das nicht permanent. Ich teile hier nur eine singuläre negative Erfahrung. Und freue mich über die Anteilnahme.
12. FebAntworten

Kopfschüttel, der Herr sollte sich schämen. Wer weiß wie oft er dies schon bei anderen Damen gemacht hat ...

12. FebAntworten
@willigesgirl1 könnte sein. Natürlich weiß ich das nicht.
12. FebAntworten

Ja, da kann man wirklich nur den Kopf schütteln über so viel Dreistigkeit. Aber eigentlich kenne doch alle Beteiligten die (gar nicht mal so) ungeschriebenen Regeln hier: Niemals mehr als 20% (+ evtl Fahrtkosten) als Anzahlung vorab überweisen (alles andere ist Abzocke). Umgekehrt wird der vereinbarte Betrag vorher ohne Aufforderung übergeben. Das hat nichts mit Vertrauen oder so zu tun, sondern das gebietet der Anstand. Wer das nicht möchte, der sollte keine Termine machen und beim Nichtbefolgen dieser einfachen Spielregel sollte Frau schnell das Weite suchen (und sich daran erfreuen, dass sie immerhin die Anzahlung hat).

12. FebAntworten
@KlausCGN Ratschläge sind auch Schläge. Mir passiert das nicht ständig, sondern in dieser Form das erste Mal.
12. FebAntworten
Sorry, das war nicht als Schlag gemeint (welcher Art auch immer). Nennen wir es Lehrgeld ;-) (und der Typ ist trotzdem ein Arsch)
13. FebAntworten

Da hast du ja echt ein Riesenarschloch getroffen. Muss ich mich als Mann ja fast fremdschämen.

16. FebAntworten

Das tut mir ja sehr leid für dich, du scheinst eine tolle Frau zu sein. Solche Dinge führen dazu, dass ich leider vorab unangenehmerweise auf mein Geld bestehe. Am Anfang war das unangenehm, aber mittlerweile zählen mir die Männer das in meine offene Hand aus& das macht mich echt geil.. Alles Gute dir, auf dass sich sowas niemals wiederholt. <3

19. FebAntworten
@moaningmuse Jaaa, geht mir genauso:-p Ich dachte schon, ich wäre allein mit meinem Kink
19. FebAntworten

Tut mir leid, dass du die Erfahrung machen musstest. Ich versuche eigentlich auch immer, das finanzielle nicht so in den Vordergrund zu rücken, aber genau wegen solchen Menschen bleibt einem nichts anderes übrig, als konsequent zu sein

19. FebAntworten
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