Zuerst einmal - ich mag weder den Begriff Freier, noch Kunde, noch das Wort Service oder Nutte. Vielleicht ist das etwas romantisierend - genauso, wie ich nicht denke, dass ich mich selbst verkaufe. Oder meinen Körper. Da ist doch alles noch dran?
Zuletzt bei einem Forenthread hier auf Kaufmich habe ich es gelesen - "Der Kunde ist König". Oder "Das macht die Escort uninteressant".
Eigentlich ein spannendes Thema. Das, was hier ganz ganz oft thematisiert wird - das mögliche Machtgefälle zwischen vermeintlicher Dienstleisterin (ich finde, das Wort ist nur zum Teil zutreffend...) und dem sogenannten Kunden. Alles zu leisten, was gefordert wird, macht die meisten Menschen, die ich kenne, krank.
Das steht irgendwie im Kontrast zu den Vorstellungen, die jeder einzelne von uns von den Personen oder der Person hat, mit der er oder sie Sex haben möchte. Eine gewisse Optik ist leider hier unter zehntausenden, zwanzigtausenden Escorts zu finden. Vom Schreiben her ist es vielleicht auch noch möglich, ein wenig über Bildungsstand, Sprachkenntnisse und Eloquenz zu erahnen. Aber wie sich Haut aneinander anfühlt, wie natürlich das Stöhnen und die Lust des Gegenübers ist. Und dann der Kontext - wie bin ich gerade drauf, mit welchem Gefühl und in welcher Stimmung kommt mein Gegenüber zum Treffen?

