Geht nicht, gibt's nicht!
Da ich nur Haus- und Hotelbesuche anbiete, schränke ich meine Möglichkeiten für Treffen bewusst ein. Die Männer, die mich treffen wollen, müssen also besuchbar sein. Da das jedoch nicht immer und überall der Fall ist, greifen manche zu allen möglichen Lösungen, die für sie praktisch und machbar erscheinen.
Gesehen und erlebt habe ich bei meinen "Einsätzen in vier Wänden", glaube ich, schon alles. Manches würde ich nicht aufschreiben wollen. Aber ich erlaube Dir in diesem Blog hier einen ganz kleinen Einblick.
Der eine würde zum Beispiel nie bei sich zu Hause Escorts empfangen, oder in seiner Heimatstadt, bei seinem besten Freund oder in einem Hotel auf Reisen hingegen schon eher. Bürobesuche sind vollkommen normal, wenn die Kollegen fort sind. Makler haben natürlich ein großes Portfolio, das sie besuchbar macht. Ich wurde schon von Krankenhauspersonal in Hospitäler bestellt, woran ich mich nur deshalb ganz gut erinnere, weil ich durch tausend Gänge an vielen Menschen vorbeigeführt wurde. Also so Dates finden nicht unbedingt im Geheimen aber diskret statt. Das ist der springende Punkt.
Vor ein paar Tagen hatte ich mal wieder einen netten Hausbesuch. Ein äußerst angenehmer und anziehender junger Mann lud mich in sein "Hotel mama" ein. Das kam in der einen oder anderen Form sogar schon häufiger vor. Oder war es bei der Großmama? Oder beim Bruder in dessen Autowerkstatt? Egal. Jedenfalls war die Frau des Hauses sogar Daheim als ich kam, sie hat von meiner Anwesenheit jedoch gar nichts mitbekommen – sie war die ganze Zeit am Telefon. Das war mir ehrlich gesagt auch lieber so.
Ein anderes Mal war ich bei jemandem, der meinte, seine Freunde seien zwar auch alle da, wenn ich komme, aber sie wären im Nachbarzimmer. Als ich dann ankam, sah ich tatsächlich noch einen weiteren jungen Mann. Die anderen waren schon fort. Mein Gastgeber zeigte mir ein Bunk Bed – wie in einer Jugendherberge, aber es handelte sich um eine Ferienwohnung – und schlug vor, dass die Session dort stattfinden solle. Das erklärte ich sofort für wenig praktikabel und wäre vielleicht sogar eher gegangen.
Daraufhin forderte er seinen Kumpel auf, doch bitte für die Zeit meines Besuchs zu gehen. Am Ende stand uns dann auch das Wohnzimmer zur Verfügung. Als ich ging, begegneten mir noch die anderen Mitbewohner, die mich freundlich grüßten.
Meistens laufen solche Treffen jedoch so ab, dass der Hausherr allein ist, weil alle anderen verreist oder unterwegs sind. Zeugen gibt es dann höchstens in Form von Haustieren.
Sonderlich finde ich es etwas, wenn der Hausherr ausgerechnet das Bett eines Angehörigen nutzen möchte – obwohl es doch genug andere Räume und Möglichkeiten gäbe. Ich mache mir keine Mühe, das anzusprechen. Aber ich finde es erstaunlich, wie gut man einen Menschen in 30 Minuten auf einer intimen Ebene kennenlernen kann ohne Fragen zu stellen.
Dass manche die Wohnung einer Freundin oder eines Bekannten nutzen, ist gar nicht selten der Fall. Selbst wenn mir niemand etwas sagt, merke ich manchmal, dass die Einrichtung nicht zu der Person passt, die mich gerade zu sich bestellt hat. Aber das kann mir natürlich auch egal sein. Es geht mich nämlich eigentlich auch nichts an.

