Na, das war ja wieder eine Woche: erst vereinbarten viele einen Termin, um sich ihre Leviten lesen zu lassen und es sagten dann drei Menschen ab.
Gesundheitliche Probleme waren bei allen der Grund, zwei Stammbesucher sandten mir Selfies aus dem Krankenhaus. Die Selfies glaubte ich, da beide "Jungs" mich auch anriefen und eine gewisse Geräuschkulisse hatte. Warum sollten die auch faken?
Aber ich bin ehrlich: wenn mich Neue vollspinnen, wie man damals auch bei seinen Eltern gaaaaanz schwer krank war, um nicht zur schule gehen zu müssen, frage ich mich langsam, warum?
Ich fragte den Besagten, wie es denn dazu käme, dass er mir am Samstag(!) von einer plötzlichen Erkrankung erzählt. Vor allem musste ich lachen, weil er nicht nur schrieb, dass er nicht reden dürfe, sondern auch, dass er sich körperlich nicht anstrengen dürfe. Daraufhin erwiderte ich nur, dass meine Ärzte am Samstag nicht praktizieren würden und man mich schon einen Tag zuvor hätte informieren können: und schwupp war ich gesperrt.
Das ist doch wie sich die Hände vor die Augen zu halten und sagen, dass das Gegenüber einen nicht sehen könnte.
Es war doch schon immer so, dass in dem Moment in dem man den ersten Kontakt hat, auch ernsthaft den Termin will. Doch fällt mir auf, dass sehr häufig, wenn die Geilheit sinkt, das Nachdenken einsetzt, auch der Schiss kommt: will man wirklich zu dem Erlebnis kommen? Ist das nicht alles zu teuer? Die angst vor dem ersten Mal setzt ein, gerade wenn man von lang gehegten Träumen redet.
Und tatsächlich betrifft es nicht nur Männer, sondern allgemein Menschen.
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Warum sind Menschen teilweise so unsicher, dass sie nicht einfach ehrlich zugeben, dass sie angst haben?

