Ich, als Domina, fühle mich seit jeher durch den Begriff der Prostituierten verleumdet, da ich es schlimm finde es wie Äpfel und Birnen zu vergleichen, was wir machen. Und Prostitution ist nun einmal kein Obst, um bei den Früchten zu bleiben ;)
Aber ich muss mich per Gesetz dazu bekennen und mich so nennen.
Für mich ist es selbstverständlich, dass eine Frau selbstbestimmt leben muss und niemand, wirklich niemand über ihren Körper zu entscheiden hat, außer sie selber. Darüber sollte man noch nicht einmal diskutieren müssen, aber ich empfinde es als Anmaßung, dass denjenigen, die als selbständig Praktizierende eben "ja" zu der Tätigkeit sagen, die Arbeit verboten oder beschränkt werden soll.
Zwangsprotitution muss verboten sein, aber freiwillige Prostitution ist doch klasse.
Und viel abartiger empfinde ich es, dass man eine Frau, die zwar ihre Optik als Werbung einsetzt (also sich zur Schau stellt = prostituiert), aber tatsächlich nichts, null, niente des fremden Körpers in sich aufnimmt, als Prostituierte sieht.
Dann ist eben jeder der Werbung für sein Business macht auch eine Prostituierte. Egal ob KFZ-Hersteller, Bank oder auch Versicherer...
Von daher habe ich häufig nun schon begonnen, meine Dienste als körpernahe Dienstleistung oder eben Erwachsenenbildung zu benennen.
Ich rege mich immer wieder über diese dummen Argumente von Menschen auf, die einfach alles über einen Kamm scheren!
Tatsächlich habe ich morgen wieder meinen Verlängerungstermin, dass ich eben weiterhin tätig sein darf. Und ich weiß, dass wir wie immer diskutieren werden, weil alles, was dort abgefragt, erzählt und besprochen wird, für mich nicht zutrifft. Aber, die lieben Menschen, die diese Gesetze nun einmal so durchgesetzt haben, nötigen uns zu dem Termin.

