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Wuestenkompass
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32 Jahre, Frau, Bisexuell
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Wenn es euch nicht gäbe…

Ein Satz der mich nachdenken ließ. Ich freue mich immer über Männer die über die Bettkante hinaus auch Beweggründe und privates von sich preis geben, warum? Weil mich immer der Mensch interessiert und mich bei oft so tollen Männern die Beweggründe KM zu nutzen interessiert.

Das gute ist, meist können wir Dienstleister*innen uns die Kunden auch  aussuchen und so ist es auch bei mir. Ein Kunde der mir vorher unbekannt war, erfragte ein Treffen mit mir. Der Wunsch nach hartem und versauten. Kein Problem.

Ein ganz normaler Mann Anfang 40, ein ordentliches Erscheinungsbild und ein Bilderbuch Colgate Lächeln, der nette Nachbar, der Kollege aus dem Büro, der Mann neben dem du morgens in der S Bahn sitzt auf dem Weg zur Arbeit.

Er wirkte dennoch angespannt, fast schon aufgeregt, nachdem der Zauber vorbei war redeten wir.

„Würde es euch Frauen nicht geben, wäre ich sicher ein er.“ dies hatte nichts mit Humor oder Spaß zu tun, für ihn wohl ein Leidensweg aufgrund von Vorliebe zur Gewalt und Demütigung.

Ich dachte über diese Worte lange nach, auf dem Weg heim kam eine Nachricht von ihm mit einem Dank für einen sehr gelungenen Abend.

Daheim angekommen setzte ich mich in den Garten und rauchte eine Zigarette und trank einen kalten Kaffee (ich bin eigentlich Nichtraucher aber liebe kalten Kaffee). Ich dachte nach wie oft das Geschäft mit der Liebe durch den Dreck gezogen wurde und wie viele Menschen die Nase rümpfen wenn es um Dienstleister*innen geht die zum Beispiel in Hamburg an der Straße stehen, oft wohl auch keine Wahl haben. Aber wie oft wurde durch ein Treffen etwas schlimmeres verhindert? In Deutschland sind sexuelle Übergriffe in der Ehe bis 1997 nicht einmal eine Straftat gewesen. Was viele hier für Geld machen kann für eine andere Person ein Gang durch die Hölle bedeuten. Ich möchte nicht sagen das es einem Dienstleister nicht passieren kann.

Dennoch muss man sagen, vielleicht verhindert man nicht das gesamte Ausmaß von kranken Gedanken die zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen aber vielleicht wird damit auch manchmal schlimmeres verhindert. Bei uns in Norwegen ist prostitution verboten, wie in dem gesamt skandinavischen Ländern, was eigentlich ein gutes Modell ist um Frauen vor zwang zu schützen. Leider häufen sich dafür Fälle von häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen in der Ehe. Ich bin ziemlich froh das es in Deutschland einen Schutz für Arbeiter*innen gibt die in diesem Bereich arbeiten. Ich möchte uns nicht heilig sprechen aber wenn ein Mensch seine Vorlieben so besser ausleben kann ohne einem anderen zu schaden, und ohne dass ein Mensch ewig mit einem traumatischen Erlebnis konfrontiert werden muss, ist der Gedanke an all die Sexarbeiter*innen doch eher positiv und sollte auch von der Gesellschaft so gesehen werden.

Wahre Worte!!! Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft mit unserer Arbeit leisten, die nicht unterschätzt werden sollte und deshalb hoffe ich auch sehr, dass das besagte Sexkaufverbot Deutschland nie erreichen wird.

31. JanAntworten
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