Ihre Atemzüge kamen stoßweise, unregelmäßig, als sie die Nachwehen des ersten Höhepunkts spürte, der doch nur ein Vorgeschmack war. Die Augenbinde lag schwer und weich auf ihrer Haut, ein stummer Befehl, sich ganz ihm hinzugeben, sich fallen zu lassen in die Dunkelheit, die ihre Sinne schärfte.
Sie hörte das leise Rascheln seiner Bewegungen, spürte die Wärme seines Körpers, der sich kurz von ihr entfernte. Ein Schauer lief über ihre Haut – nicht nur von der kühlen Luft im Raum, sondern von der Ungewissheit, was er als Nächstes tun würde.Er stand auf, seine Schritte hallten sanft auf dem Holzboden, und sie drehte den Kopf in die Richtung des Geräuschs, gierig nach einem Hinweis. Doch er schwieg, ließ sie warten.
Die Sekunden dehnten sich, wurden zu einer süßen qual, die sie gleichzeitig verfluchte und liebte. Ihre Hände zuckten, wollten nach ihm greifen, doch sie wusste, dass er es nicht dulden würde. Nicht heute. Nicht, wenn er sie an den Rand ihrer Selbstbeherrschung führen wollte.Ein leises Klirren ließ sie zusammenzucken.
Metall? Ihre Gedanken rasten, versuchten, die Geräusche zu deuten, während ihr Körper vor Erregung vibrierte. Dann spürte sie ihn wieder, seine Hände, diesmal kälter, bestimmter. Er griff ihre Handgelenke, zog sie sanft, aber unnachgiebig über ihren Kopf. Das kühle Leder der Manschetten schloss sich um ihre Haut, ein leises Klicken verriet, dass er sie am Bettrahmen fixiert hatte. Sie zog leicht, testete die Fesseln, spürte die Begrenzung ihrer Bewegungsfreiheit – und die Freiheit, die darin lag, sich ihm völlig auszuliefern.
„Beweg dich nicht,“ flüsterte er, seine Stimme ein tiefes Grollen, das ihr einen Schauer über den Rücken jagte. Seine Finger glitten über ihre Arme, langsam, d langsam, bis sie an ihrem Hals verharrten. Er drückte leicht zu, nicht genug, um ihr die Luft zu nehmen, aber genug, um ihr Herz schneller schlagen zu lassen. Ihre Lippen öffneten sich, ein leises Keuchen entkam ihr, als er seinen Daumen über ihre Unterlippe zog, bevor er sich vorbeugte und sie küsste – hart, fordernd, ein Kontrast zu der Sanftheit seiner vorherigen Berührungen.
Seine Hände wanderten tiefer, umfassten ihre Hüften, zogen sie leicht nach oben, sodass sie ihm entgegenkam. Sie spürte die Hitze seines Atems an ihrem Bauch, dann an ihrer Scham, doch er verweilte nicht. Stattdessen griff er nach etwas neben sich – sie hörte das leise Schaben von Stoff oder Leder – und im nächsten Moment spürte sie den scharfen, kühlen Biss einer Gerte an ihrem Oberschenkel.
Ein überraschter Laut entkam ihr, halb schmerz, halb Lust, als die Gerte erneut zuschlug, diesmal auf der Innenseite ihres anderen Beins. Die Stellen brannten, doch das Feuer breitete sich aus, floss direkt in ihren Unterleib, wo die Erregung pulsierte.
„Du bist so schön, wenn du dich windest,“ sagte er, und sie konnte das Lächeln in seiner Stimme hören. Die Gerte glitt nun sanft über ihre Haut, eine stille Drohung, die sie erzittern ließ. Er ließ sie warten, ließ die Spannung wachsen, bis sie glaubte, es nicht mehr ertragen zu können. Dann, ohne Vorwarnung, spürte sie seine Zunge wieder, diesmal fordernder, gezielter.
Er saugte an ihrem Kitzler, während seine Finger die empfindliche Haut ihrer Brüste fanden, zogen, zwirbelten, bis sie sich unter ihm aufbäumte, die Fesseln straff gespannt.Der nächste Schlag der Gerte traf ihre Brust, direkt über der Warze, und sie schrie leise auf, gefangen in der Welle aus schmerz und Lust, die sie durchflutete.
Er wusste genau, wie er sie an den Rand bringen konnte, wie er sie in diesem Schwebezustand halten konnte, wo sie nichts mehr wollte, als ihm zu gehören, sich ihm zu schenken. Seine Zunge bewegte sich schneller, seine Finger wurden rauer, und als sie spürte, wie sich ein weiterer Orgasmus in ihr aufbaute, hielt er plötzlich inne.
„Noch nicht,“ murmelte er. „Du kommst, wenn ich es dir erlaube.“
to be continued ...

