Neulich bekam ich eine Nachricht, die nicht nach Aufmerksamkeit schrie, sondern nach Stille.
Ein Mann schrieb mir:
„Ich möchte dir zahlen. Nicht für Sex, nicht für Nähe.
Ich will nur zuhören, wie du jemand anderem gehörst.“
Zuhören.
Nicht sehen, nicht berühren, nicht schreiben.
Nur atmen, lauschen, warten auf ein Geräusch, das mehr sagt als Worte.
Zuerst wollte ich blockieren. Reflex.
Aber dann blieb ich einfach einen Moment still und las die Nachricht nochmal.
Und ja – es war nicht das erste Mal.
Es gibt Männer, die wollen nicht besitzen.
Sie wollen bezeugen. Unsichtbar.
Die Stimme im Hintergrund, ein Ohr im Dunkeln.
Sie suchen nicht Körper, sondern Zugang zur Wahrheit:
Wie Lust klingt, wenn niemand zuschaut.
Ich fragte mich, was ihn reizt.
Die Vorstellung, dass jemand anderes meinen Körper nimmt?
Oder das Wissen, dass er nie einen Finger an mich legt, aber trotzdem nah dran ist?
Ist das pervers?
Vielleicht.
Ist es ehrlich?
Absolut.
Es geht nicht um Dominanz. Nicht um Geld.
Es geht um Fantasien, die im Schatten entstehen – da, wo niemand etwas fordert, wo niemand sich zeigen muss.
Ich habe ihm nicht „Ja“ gesagt.
Ich habe ihn nicht blockiert.
Ich habe die Nachricht gespeichert.
Für später.
Für eine Nacht, in der ich Lust habe, darüber zu sprechen, was wir wollen, wenn wir niemandem erklären müssen, warum.
🖤✨


ein grosses kompliment an diesen mann und an die frau die ihn machen lies ob wohl sie nicht wuste was passieren wirt für mich grosses kino hut ab gut gemacht
Hier ist ein Mensch, der nach Aufmerksamkeit schreit. Die er vielleicht früher nie bekommen hat. Ich nehme an, dass er viele Ihrer Blogs gelesen hat und endlich die Kraft gefunden hat jemandem zu schreiben. Demjenigen seinen Wunsch zu äußern. Weil er Empathie spürt. Und Sie blocken ihn nicht. Nein, Sie heben sich die Nachricht auf. Und werden ihn eines Tages teilhaben lassen. Derjenige wird glücklich sein. Ich sage nur:"Alle Achtung." Bei einer Bewertung müssten Sie 10 Sterne dafür bekommen.