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Hinter dem Gartentor

Ich hätte umdrehen können.

Genau dieser Gedanke ging mir durch den Kopf, als ich vor dem rostigen Gartentor stand. Hinter mir nur der Feldweg, vor mir die hohe Hecke und dahinter dieses abgelegene Grundstück.

Ich wusste, weshalb ich hier war.

Und genau deshalb klopfte mein Herz so heftig.

Sie öffnete mir. Schwarze Jeans, Stiefel, dieses ruhige Lächeln, das bei ihr gefährlicher wirkte als jede Drohung.

„Handy.“

Kein Hallo.

Ich legte es in ihre ausgestreckte Hand.

„Ab jetzt brauchst du es nicht mehr.“

Dann schloss sie das Tor.

Er wartete am Gartenhaus, an einen Pfosten gelehnt und vollkommen entspannt. Ich dagegen war nach wenigen Sekunden nervös.

Wir hatten vorher alles besprochen: Grenzen, Safeword, was mich reizte und was tabu war. Gerade deshalb konnte ich mich jetzt darauf einlassen.

Sie stellte sich vor mich.

„Ausziehen.“

Mitten auf der kleinen Terrasse.

Ich sah kurz zu ihm.

„Nicht zu ihm schauen. Wenn ich mit dir rede, schaust du mich an.“

Das traf mich sofort.

Langsam zog ich mich aus. Stück für Stück, während beide mich beobachteten.

Als ich schließlich nackt vor ihnen stand, war da dieses Gemisch aus Scham, Nervosität und Vorfreude. Ein Teil von mir wollte sich bedecken. Der andere wollte genau so gesehen werden.

„Dreh dich um.“

Ich gehorchte.

Dann legte sie mir eine Augenbinde an.

Die Welt verschwand.

Sofort wurde alles intensiver: das Knarren der Dielen, Schritte hinter mir, ihr Atem irgendwo neben meinem Ohr.

Meine Hände wurden auf den Rücken geführt. Seil legte sich um meine Handgelenke, wurde festgezogen und überprüft.

„Zu eng?“

„Nein.“

„Farbe?“

„Grün.“

Ihre Hand glitt durch meine Haare.

„Dann gibst du die Kontrolle jetzt ab.“

Ich wusste, dass ich jederzeit stoppen konnte. Aber genau das wollte ich nicht.

Sie führten mich hinaus. Barfuß spürte ich Gras unter meinen Füßen, hörte Blätter im Wind. Ohne sehen zu können, wirkte das Grundstück plötzlich viel größer.

Dann blieb ich stehen.

„Auf die Knie.“

Ich sank langsam hinunter.

Ich hörte, wie sie vor mir Platz nahm.

Er blieb hinter mir.

Mein Herz schlug schneller.

Sie legte zwei Finger unter mein Kinn.

„Heute bekommst du nicht einfach, was du willst.“

Kurze Pause.

„Du bekommst, was wir dir geben.“

Hinter mir legten sich seine Hände an meine Hüften und hielten mich ruhig in Position.

Ich zuckte kurz zusammen.

Sie lachte leise.

„Nervös, Manja?“

„Ja.“

„Gut.“

Dieses eine Wort schickte mir einen Schauer über den Rücken.

Von da an bestimmten sie das Tempo.

Wie ich kniete.

Wann ich mich bewegen durfte.

Wann ich stillhalten musste.

Wann ich warten sollte.

Manchmal geschah minutenlang fast nichts. Und gerade dieses Warten machte mich wahnsinnig. Mit verbundenen Augen wurde jede Berührung riesig. Eine Hand im Nacken. Finger an meiner Hüfte. Ein leiser Befehl dicht an meinem Ohr.

„Nicht bewegen.“

Ich hielt still.

„Hände bleiben hinten.“

Als ob ich vergessen könnte, dass sie dort gefesselt waren.

Sie spielte mit meiner Ungeduld, meiner Scham und dem Gefühl, nicht zu wissen, welcher von beiden mich als Nächstes berühren würde.

Immer wieder kam dieselbe Frage:

„Farbe?“

Und jedes Mal antwortete ich:

„Grün.“

Irgendwann verlor ich das Gefühl dafür, wie lange wir schon draußen waren.

Dann griff sie in meine Haare und zog meinen Kopf leicht zu sich.

Nicht grob.

Aber bestimmt genug, dass ich sofort aufmerksam wurde.

„Weißt du, was mir gerade am besten gefällt?“

Ich schüttelte den Kopf.

Sie beugte sich zu meinem Ohr.

„Dass du am Tor noch so getan hast, als hättest du alles unter Kontrolle.“

Ich musste lachen.

Nur ganz kurz.

Hinter mir wurde sein Griff fester.

Und ihr Tonfall änderte sich.

„Ich habe nicht gesagt, dass du lachen darfst.“

Da wusste ich, dass der Abend gerade erst begonnen hatte.

Und zum ersten Mal an diesem Tag hoffte ich, dass hinter dieser Hecke wirklich niemand hören konnte, wie sehr mir genau das gefiel.

Werte Manya, wie ging es denn weiter? Was hast Du (?) noch erlebt? Oder ist dies ein Wunsch von Dir, durch das Gartentor geführt zu werden? LG Stephan

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