Es gibt Wünsche, die begleiten einen über Jahre. Sie tauchen immer wieder auf, verschwinden im Alltag und werden irgendwann als unrealistische Fantasie abgestempelt. Und doch bleiben sie im Hinterkopf bestehen.
Die Vorstellung eines Dreiers gehörte lange dazu.
Meine erste Erfahrung war ernüchternd. Niemand machte etwas falsch, und dennoch fehlte etwas Entscheidendes. Es wirkte organisiert, geplant und emotionslos. Was nach Spannung und gegenseitiger Anziehung klingen sollte, fühlte sich eher wie ein Programm an. Manchmal merkt man erst hinterher, dass Menschen zwar körperlich anwesend, emotional aber ganz woanders sind.
Einige Zeit später lernte ich eine Frau kennen, zu der vom ersten Moment an eine besondere Verbindung entstand. Bei einem unserer Treffen erwähnte sie ihren Freund. Wenig später lernte ich auch ihn kennen. Und manchmal gibt es Begegnungen, bei denen man nach wenigen Minuten weiß, dass die Chemie stimmt. Genau so war es.
Beide waren auf ihre eigene Art faszinierend. Unterschiedlich, aber gleichzeitig vertraut miteinander. Vor allem verband sie etwas, das man nicht spielen kann: echtes Vertrauen.
Je besser ich beide kennenlernte, desto stärker entstand in mir ein Gedanke. Vielleicht lag das Geheimnis nicht in der Anzahl der Menschen. Vielleicht lag es darin, die richtigen Menschen zusammenzubringen.
Der Plan – etwas Besonderes, mit Raum für Überraschungen.
Als der Abend begann, war die Stimmung entspannt. Es wurde gelacht, geredet und genossen. Nichts wirkte gestellt. Und dann öffnete sich plötzlich die Tür.
Für einen Moment war da Irritation. Dann Erkenntnis. Und unmittelbar danach pure Freude.
Bis heute ist genau dieser Augenblick das Bild, das mir am stärksten in Erinnerung geblieben ist. Nicht das, was später geschah, sondern das ehrliche Lächeln, die Überraschung und die Begeisterung zweier Menschen, die sich aufrichtig mochten. Man konnte spüren, wie jede Anspannung verschwand. Leichtigkeit zog in den Raum ein.
Als beide schließlich auf mich zukamen und mich ganz selbstverständlich in ihre Nähe aufnahmen, fiel jede Anspannung von mir ab. Ich musste nichts mehr planen oder erwarten. Ich konnte einfach genießen, loslassen und den Moment annehmen.
Dieser Abend hat mir gezeigt, dass besondere Begegnungen nicht planbar sind. Man kann den Rahmen schaffen – den Rest bestimmen die Menschen.

