Ich sehe Deine blauen Augen und fürchte nicht mehr, im Meer ihrer Tiefe zu ertrinken
Ich sehe Deine Armtattoos und fürchte nicht mehr, mich in ihren Linien zu verlieren
Ich sehe die männlich hervortretenden Adern Deiner Hände und fürchte nicht mehr, ihren Puls mit meinem zu verwechseln
Der Speichel sammelt sich nicht.
Mir läuft das Wasser nicht mehr zusammen im Mund.
Ich sehe ihn,
stehend,
hart vor Respekt,
hart vor Verlangen,
nach meiner femininen Präsenz.
Meine Hände verspüren nicht mehr den Drang, ihn aus der Enge Deiner Hose zu befreien
Seine Weichheit spüre ich nicht mehr an meinen Lippen,
nicht mehr feucht an meinen Nippeln reibend
Und meine zierlichen Finger.. sehe ich nicht mehr über seine Härte gleiten.
Ich frage mich nicht mehr, wie er mir das nächste Mal schmecken wird.
Ich frage mich nicht mehr,
ob ich ihn
eins Tages bis zu seinem Schönheitsfleck,
ihn gänzlich
in meinem Mund verschwinden lassen werde
Ich sehe ihn nicht mehr unter meinem warmen hellgoldenen Strahl
Das Klatschen der Tropfen
auf ihn
auf Deine Hüfte
ist in meinen Ohren verstummt.
Wie er sich mit einem Anderen koordiniert,
damit sich gleichzeitig Zwei in mir gegenläufig bewegen, frage ich mich auch nicht mehr.
Ich sehe das alles,
ich denke an alles, was nun fehlt..
Ich sehne mich
nach der Sehnsucht
und komme zu einem
einsamen Orgasmus..
ruhig
still.
Ein Orgasmus, der niemandem gehört.
Diese Lektion hat mir das Universum schon einmal erteilt.
Fünf Jahre lang trug ich in mir ein ähnliches Verlangen nach jemand.
Bei jeder zufälligen Begegnung wurde ich feucht.
Ob beim Yoga,
in der Sauna
oder im Traum
Fünf Jahre lang wurde ich gequält..
Natürlich nicht, weil er mir widerstehen konnte oder auf Unerreichbar tat.
Nein.
Ganz schlicht:
Das Bild, das ich von ihm begehrte, war größer als er,
größer als der Mensch selbst.
Also habe ich es gelernt,
nicht so viel Geduld zu haben, bis der Mann sich entwickelt, bis der Mann sich zu entschuldigen lernt.
Gelernt, das Verlangen so schnell wie möglich loszulassen,
damit es mich nie wieder so verbrennt.
Ja
Du hast es geschafft, in die Räume meines Unbewussten vorzudringen.
Ja,
Deine Präsenz hat sich in meinem Unbewussten eingenistet.
Ja
Ich träume mal vom Squirting, mal vom Sex und werde danach mit einem Kribbeln im Bauch von der Sehnsucht geweckt.
Doch ich habe gelernt, da wo man mich nicht genug wertschätzt, da zerstöre ich entschlossen und bewusst das Bild von meinem Begierdeobjekt.
Kaum jemand kann so wie ich kompromisslos begehren und es liegt sicherlich nicht an Dir
als Objekt!
Die Macht des Verlangens
liegt bei mir und
für mein Verlangen
schäme ich mich NICHT.
Großzügigkeit ist meine Liebessprache, genau so wie Wertschätzung und Sex!
Das macht aus mir keine Prostituierte.
Es macht aus mir ein unersättliches Sugarbabe.
Eine Frau, die weiß, wen, was, warum und wie intensiv sie begehrt.
Eine Frau, die nun ruhig beobachtet,
wie ihr Verlangen nach Dir
allmählich verblasst
.
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