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Was passiert, wenn eine Frau nichts beweisen muss?

Je weniger ich wollte, desto mehr verlor er sich...


Ich hatte nie vor, ihn zu wollen. 

Nicht einmal neugierig war ich.

Er war einfach da. Präsenz ohne Einladung.


Ich war höflich. Mehr nicht.

Kein Spiel, kein Flirt, kein bewusstes Signal.

Und genau das war es, was ihn aus der Balance brachte.


Je neutraler ich wurde, desto aufmerksamer wurde er. 

Je kühler mein Blick, desto länger blieb seiner an mir hängen.

Nicht fordernd. Suchend.


Ich bemerkte es zuerst an den Pausen.

An den Momenten, in denen er etwas sagen wollte 

und es dann ließ.

An der Art, wie er plötzlich langsamer sprach, 

wenn ich den Raum betrat.


Ich entzog ihm nichts.

Ich gab ihm einfach nichts.


Keine Bestätigung.

Kein Lächeln zur richtigen Zeit.

Kein Interesse, das er greifen konnte.


Und genau dort begann es.


Männer sind es gewohnt, Resonanz zu bekommen.

Widerstand. Ablehnung. Spiel.

Aber Gleichgültigkeit?

Die ist gefährlich.


Sie lässt keinen Angriffspunkt.

Keinen Hebel.

Keinen Rhythmus.


Ich sah, wie er versuchte, mich einzuordnen.

Und scheiterte.


War ich schüchtern? Nein.

Arrogant? Auch nicht.

verletzlich? Keinesfalls.


Ich war einfach..... unbeeindruckt.


Und während ich weiter mein Leben lebte,

begann seins sich um meine Abwesenheit zu drehen.


Er hörte genauer zu, wenn ich sprach.

Er merkte sich Details, die ich selbst vergessen hatte.

Er suchte Nähe, ohne sich offen einzufordern.


Ich ließ ihn.


Nicht aus Kalkül.

Sondern weil ich keinen Grund sah, es zu stoppen.


Das Verlangen wuchs dort, wo keine Einladung war.

Die Fantasie dort, wo keine Handlung folgte.


Und irgendwann verstand ich:

Es war nicht mein Körper, der ihn fesselte.

Es war das Gefühl, mich nicht erreichen zu können

und gleichzeitig zu spüren,

dass es vielleicht doch möglich wäre.


Nicht heute.

Nicht sicher.

Aber nicht ausgeschlossen.


Das ist kein Spiel.

Das ist Macht, die entsteht, wenn man nichts beweisen muss.


Ich musste nichts tun.

Ich musste nichts zeigen.

Ich musste ihn nicht wollen.


Alles, was ich tat, war bei mir zu bleiben.


Und genau das brachte ihn näher,

als jede Berührung es je könnte.


Vielleicht ist genau das der Reiz.

Nicht das, was man tut.

Sondern das, was man nicht tut

und trotzdem in GEDANKEN bleibt.



Interessanter Blog mit unerwarteter Reaktion. Normalerweise ist Gleichgültigkeit sowohl uninteressant als auch langweilig und führt zur Mißachtung oder Bedeutungslosigkeit. Menschen, die wenig interagieren und sich selbst genug sind, heißen Egozentriker oder Personen, denen es schwerfällt, die Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Lebewesens zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Alternativ werden sie nicht reflektiert, erwidert oder anerkannt. Im Grunde ist das aber fehlende oder unterdrückte emotionale Schwingungsfähigkeit, Pragmatismus. Gesellschaftlich manchmal noch (monetär) erfolgreich durch das Fehlen emotionaler Hürden, im Austausch und in Freundschaft und Partnerschaft oder in der Anerkennung in einer Gruppe allerdings wenig geschätzt und beachtet. Ein geduldeter oder gewollter Einzelgänger. Wer nicht in der Lage ist, zu geben, wird meist auch nicht empfangen, wer nicht lieben kann, wird eher nicht geliebt werden. Es geht natürlich auch ohne und es ist oft einfacher und unkomplizierter aber es ist dann auch oft völlig langweilig und beliebig, isoliert und kalt. Das Ganze natürlich nur auf das Geschriebene gemünzt, den Menschen dahinter kenne ich nicht...

13. JanAntworten

Interessant, wie oft Selbstsicherheit mit Gleichgültigkeit verwechselt wird, oder wie viel man über sich selbst verrät, wenn man Ruhe als Kälte interpretiert. Der Text beschreibt kein ,,Spiel", keine Manipulation und keine emotionale Kälte, sondern einen Zustand innerer Ruhe. Wer darin Egozentrik, Narzissmus oder emotionale Defizite liest, liest vor allem sich selbst hinein. Es geht nicht um Desinteresse am Menschen, sondern um das Fehlen von Bedürftigkeit. Nicht um Macht über andere, sondern um Unabhängigkeit von Bestätigung. Dass genau das starke Reaktionen auslöst, bestätigt im Übrigen die Aussage des Textes mehr, als es widerspricht.

13. JanAntworten
@BanyGirl007 Die Gleichgültigkeit stand so im Text, die Selbstsicherheit nicht... "Männer sind es gewohnt, Resonanz zu bekommen. Widerstand. Ablehnung. Spiel. Aber Gleichgültigkeit?"
13. JanAntworten
@Platon8 Gleichgültigkeit stand im Text, ja. Aber nicht als Haltung gegenüber Menschen,sondern gegenüber Erwartungsdruck.Das ist ein Unterschied. Gleichgültigkeit gegenüber Spielregeln ist nicht Gleichgültigkeit gegenüber Gefühlen. Genau das wird oft verwechselt. Man kann auf Resonanz verzichten,ohne innerlich leer zu sein.Das scheint viele zu irritieren. Vielleicht wirkt es wie Gleichgültigkeit,wenn man keine Reaktion liefert,die erwartet werden....
13. JanAntworten

Selbstsicherheit hat Neutralität nicht nötig. Selbstsicherheit ist Authentizität, nicht Desinteresse. Resonanz ist Beteiligung und Präsenz, Wahrnehmung und Interaktion, nicht Abwesenheit. Wie auch immer, der Text läßt Raum für Sichtweisen und das ist gut so....

13. JanAntworten

@Error407 ...Muss ich nicht wirklich für meinen sauer verdienten Einsatz haben . Hatte beim Lesen eher den Eindruck an eine Psycho Studentin für ihr Praktikum im 1. Semester geraten zu sein.

15. JanAntworten
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