Ich teile mit Euch hier nun täglich einen Teil der Geschichte über eine Frau, die nicht sucht, sondern empfängt. Liebe Grüße Soul-SEXy
Eine fortlaufende Geschichte über mich – und ihn.
Ich hatte ihn oft gesehen.
Wie er vom See kam, das Fahrrad an die Hauswand lehnte,
die nackten Füße im Gras.
Er war mein Nachbar.
Jünger. Viel jünger.
Vielleicht 25.
Aber da war etwas in seinem Blick,
das mehr sagte als ein Alter je sagen könnte.
Ich bin 43.
Nicht zu alt. Nicht zu jung.
Einfach: ich.
Mit einem Körper, der Geschichten kennt.
Und einem Herzen, das längst aufgehört hat, sich zu entschuldigen für das, was es fühlt.
An diesem Abend war ich barfuß im Garten.
Nur ein schwarzes Tuch lag über meiner Schulter,
die Luft war noch warm vom Tag,
der Lavendel verströmte seine letzte Süße.
Ich spürte ihn, noch bevor ich ihn sah.
Seine Präsenz –
wie ein leiser Strom, der durch mein Feld ging.
Dann hörte ich seine Schritte.
Sein leises Lachen.
Er kam näher.
Als sich unsere Blicke trafen, blieb er stehen.
Nicht verlegen.
Nicht überrumpelt.
Sondern als hätte etwas in ihm gesagt: „Da ist sie.“
Ich lächelte nicht.
Ich sagte nichts weiter.
Ich sah ihn nur an
und spürte, wie mein ganzer Körper bereit war, ihn zu empfangen.
Dann sagte ich leise:
„Komm doch rein. Der Garten ist offen.“
...
Morgen folgt Teil 2: „Der erste Schritt in meine Welt“

