Zweiter Akt: Die Venusfalle
Die Fahrt im Taxi war kurz und schweigsam. Es war eine aufgeladene Stille. Seine Hand lag auf dem Sitz, nur wenige Zentimeter von meinem Oberschenkel entfernt. Ich spürte die Hitze, die von ihm ausging. Ich wusste, dass er sich zurückhielt, dass er darauf wartete, welches Signal ich geben würde. Ein Gentleman, der darauf wartet, von der Leine gelassen zu werden. Perfekt!
In der Suite angekommen – gedämpftes Licht, schwerer Samt, der Duft von teurem Holz und Leder – legte er mein Cape ab. Seine Hände verweilten einen Moment zu lange auf meinen Schultern. Ich spürte seinen Atem in meinem Nacken.
„Möchten Sie etwas trinken?“ fragte er heiser.
Ich drehte mich langsam um, sodass wir uns fast berührten. Ich sah zu ihm auf, fixierte seinen Blick. „Nein!“, sagte ich klar. „Ich möchte, dass du dich setzt!“
Ich nutzte das „Du“. Die Distanz des „Sie“ hatte ihren Dienst getan. Jetzt begann meine Zeit. Er zögerte keine Sekunde. Er verstand. Er setzte sich auf die Kante des massiven Boxspringbettes, die Hände locker auf den Knien, und sah mich erwartungsvoll an.
Ich begann meine eigene Vorstellung. Langsam, qualvoll langsam, griff ich an meinen Nacken, um den Reißverschluss meines Kleides zu erreichen. Das Geräusch des sich öffnenden Verschlusses war das einzige Geräusch im Raum, lauter als der Regen draußen an den Fenstern. Ich ließ die grüne Seide über meine Schultern gleiten. Sie fiel zu Boden wie ein flüssiger Vorhang und enthüllte das, was ich den ganzen Abend verborgen hatte.
Schwarze Spitze. Feinste französische Ware, die mehr zeigte, als sie verhüllte. Ein Korsett, das meine Taille betonte und meine Brüste anhob, dazu der passende String, hauchzarte Strapse und die halterlosen Strümpfe mit der nahtlosen Rückseite.
Ich hörte, wie er scharf einatmete. Seine Pupillen weiteten sich. Er wollte aufstehen, auf mich zukommen, mich berühren. „Bleib sitzen!“, befahl ich. Meine Stimme war sanft, aber sie duldete keinen Widerspruch. Ich ging auf ihn zu, Schritt für Schritt, genoss den Anblick seiner Begierde, die er kaum noch zügeln konnte.
Ich trat zwischen seine gespreizten Beine. Er roch fantastisch – nach Sandelholz und Moschus. Ich legte meine Hände auf seine Schultern und drückte ihn sanft zurück, bis er sich mit den Händen auf der Matratze abstützte. „Du gefällst mir, Arthur“, flüsterte ich und ließ meine Finger über sein weißes Hemd gleiten. „Du hast Stil. Aber jetzt..., jetzt will ich sehen, was unter der Fassade steckt!“
Ich begann, ihn auszuziehen. Knopf für Knopf. Ich ließ mir Zeit. Bei jedem Knopf, der sich öffnete, strich ich mit meinen Fingernägeln leicht über seine Brustmuskeln, über seine Haut, die heiß und gespannt war. Als ich seinen Gürtel öffnete, hörte ich ein leises Stöhnen. Das Geräusch von Metall auf Leder war Musik in meinen Ohren.
Er war nackt, und prächtig gebaut. Seine Erregung war unübersehbar, hart und fordernd. Doch ich ließ ihn warten. Ich drückte ihn nun ganz aufs Bett, sodass er auf dem Rücken lag.
„Hände nach oben!“, wies ich ihn an. Er gehorchte sofort, streckte die Arme über den Kopf und griff in das gepolsterte Kopfteil des Bettes. Ich kletterte auf ihn, rittlings, aber ohne ihn mit meiner Mitte zu berühren. Ich saß auf seinen Oberschenkeln, meine Knie neben seinen Hüften, und thronte über ihm wie eine Königin.

