Ich bin es gewohnt zu führen.
Im Alltag treffe ich Entscheidungen.
Ich trage Verantwortung.
Ich habe den Überblick – und meistens auch die Kontrolle.
Das ist ein Teil von mir.
Ein sehr klarer, sehr präsenter Teil.
Und ich mag ihn.
Doch es gibt noch eine andere Seite.
Eine, die nicht führen will.
Die nicht planen möchte.
Die nicht funktionieren muss.
Eine Seite, die einfach loslassen will.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Momente für mich so besonders sind.
Weil sie nicht selbstverständlich sind.
Loslassen passiert nicht auf Knopfdruck.
Es ist kein Spiel, keine Rolle.
Es ist Vertrauen.
Ich kann nur dann loslassen, wenn ich spüre, dass mein Gegenüber weiß, was er tut.
Wenn Ruhe da ist.
Klarheit.
Eine gewisse Selbstverständlichkeit.
Keine Unsicherheit.
Kein Zögern.
Kein ständiges Fragen.
Sondern Präsenz.
Ich brauche keinen Mann, der laut ist.
Ich brauche keinen, der etwas beweisen will.
Ich schätze Männer, die führen können, ohne es erklären zu müssen.
Die den Raum halten.
Die Entscheidungen treffen, ohne dominant zu wirken.
Denn genau dann entsteht etwas, das man nicht planen kann:
Ein Gleichgewicht.
Zwischen zwei Menschen, die beide stark sind –
und sich trotzdem erlauben, die Kontrolle abzugeben.
Für einen Moment.
Und genau dieser Moment…
ist für mich der eigentliche Luxus.

