Kennt ihr das? Beziehungsweise kennst du das am ehesten, wenn du ein Leser/eine Leserin mit Escortprofil bist.
Du erzählst jemandem von deinem geheimen, nach außen hin schmutzigem Geheimnis ... und zack, kommen da Fragen, die als gut gemeinte Ratschläge verstanden werden können.
"Ist das nicht gefährlich", "Du hast doch Sex mit jedem" vielleicht noch "-wieso nicht mit mir"?
Erstmal. Puh. Ich finde ja Ehrlichkeit meist gut aber... wer denkt sich diese Fragen aus?
Im Grunde muss jeder für sich beantworten, was "zu gefährlich". Wir sind alle Erwachsene Menschen, ein unnötiges Risiko sollte niemand eingehen, aber jeder trägt das eigene Risiko. Die Menschen, die ich bisher traf, waren alle normal - Studenten, Familienväter, Menschen aus einer unglücklichen Ehe, Singles, alle, die Nähe oder Abwechslung suchen. Ich empfinde das nicht als gefährlicher, als wenn ich irgendwo alleine unterwegs bin. Bin ich abends alleine spazieren, ist das Risiko wohl ein ähnliches.
Und Sex mit jedem - klar ist der "Radius" etwas weiter, aber auch wir entscheiden, wer uns - vom Schreiben her - und dann von Angesicht zu Angesicht sympathisch ist. Ich zwinge mich zu nichts. Und hatte schon viele tolle Begegnungen...


Liest sich für mich wie: Hat Interesse an dir, sich aber nicht getraut oder ist schonmal abgeblitzt, weil ein Versuch abgebügelt wurde. Fühlt sich dann mies an, wenn man selbst abgelehnt wird aber jeder "Hergelaufene" für ne kleine Stange Geld mal seine Freude haben darf. Ist nur psychologisch konstruiert, keine Ahnung, ob er genauso gedacht hat.....?
Ich bin mir nicht sicher ob es gesund ist den eigenen Beruf so naiv zu betrachten. Am Ende ist es vielleicht ein unbewusster Verdrängungsprozess. Aber rein statistisch gibt es natürlich keine Berufsgruppe, die so oft Opfer von Gewalt, ung und Mord wird, wie die Berufsgruppe der SDL. Klar hat ein Tischler, Schlachter oder Zimmermann auch eine höhere Chance einen Finger zu verlieren. Bei Forstarbeiter gibt es schwere Unfälle, als Polizist habe ich ständig mit Gewalt zu tun...aber SDL ist ganz sicher einer der gefährlichsten Berufe überhaupt. Auch wenn ein Sprengmeister von der durchschnittlichen Lebenserwartung her, noch etwas schlechter abschneidet und auch wenn Krankenschwestern selten alt werden. Es gibt ein paar Möglichkeiten Risiken zu vermeiden und auch einen gefährlichen Beruf etwas sicherer zu machen. Manchmal ist es natürlich einfacher nicht darüber nachzudenken und sich zu sagen: "Egal, einfach Augen zu und durch". Muss jede/r selber wissen.
Sorry, aber da war der Wort-Filter-Clown wieder mal aktiv. Es sollte heißen: keine Berufsgruppe wird so oft Opfer von Gewalt, nicht einvernehmlichen GV und Mord.
Sehr viele haben ein falsches Bild von Prostitution. Man sieht quasi nur Berichte wie zb. eine Hure wurde ermordet, Zwang etc. Aber dass auch anders geht, wird nicht berichtet. Was die Gefährlichkeit angeht, überall kann irgendwas passieren. Und Sex mit jeden? No. Ich darf zum Glück noch den Date Partner aussuchen.
Jeder muss wissen, welches Risiko er bereit ist einzugehen. Hoteldates erachte ich, nach wie vor, als relativ sichere Variante. Dort sind Nachbarn und eventuell noch Gäste auf dem Flur unterwegs. Hausbesuche sind unberechenbar, wie ist das Haus gestaltet ? Sind noch weitere Personen anwesend? Ansonsten ist man als Frau dem Mann ausgeliefert. Ob das erstrebenswert ist mag jeder für sich selbst entscheiden. Aber natürlich gibt es auch diese Dates, die einem immer in Erinnerung bleiben und das ist auch gut so.
Ich glaube, was die meisten wirklich guten Sdlerinnen auszeichnet und bestimmt auch die Blog schreiberin, ist ihre gute Menschenkenntnis und ihre wachen Instinkte, die sie Gefahren erkennen bzw erahnen lassen. So ist das Risiko für sie weitgehend beherrschbar.