Heute im Interview: Sex, Kunst & KitKat mit unserer bezaubernden Coco-La-Cuntra. Seid gespannt!
Welcome Coco! Erzähle uns doch gerne mehr über Deinen KM Namen.
Ich habe lange nach einem passenden Namen gesucht & schließlich blieb ich bei Coco hängen. Der Nachname ist ein kleiner Insider: In meiner Heimatstadt gab es mal ein Lokal namens “Cuntra- die Kunsthure” & da ich mich selbst als Kunsthure bezeichne, passte der Name perfekt zu mir. Zufällig hatte Cuntra dann auch noch den selben Anfangsbuchstaben & da kam mir direkt Coco la Cuntra in den Sinn. Da habe ich endlich gespürt, den richtigen Namen für meine Arbeit gefunden zu haben.
Wie bist Du zu KM gekommen? Hat es mit Deiner KitKat Erfahrung zu tun, die Du im Blog beschreibst?
Ich habe im Kitkat viele Menschen getroffen, die ihre Sexualität privat frei leben oder auch Sexarbeiter*innen sind. Könnte sein, das mich das mitbeeinflusst hat, ich bin dadurch bestimmt offener & auch toleranter geworden. Durch den Umgang mit so vielen verschiedenen Menschen hat sich mein Bild von Sexualität & Intimität auch erweitert und fasziniert mich. Kaufmich kenne ich schon länger und vor Kurzem beschloss ich, mich dann einfach anzumelden. Es macht mir Spaß, am liebsten höre ich Menschen über ihre tiefsten Wünsche & Bedürfnisse zu und suche gemeinsam nach Wegen, diese zu erleben und zu erforschen. Dadurch probiere ich auch viel aus und lerne Körper & Sexualität besser kennen.
Was sind Deine “geheimen Fantasien”? Konntest Du sie bereits ausleben?
Escort zu sein war schon immer eine Fantasie von mir. Die Umsetzung war beim ersten Mal heiß & ist es bis heute immer noch. Ich mag es, mit Tabus zu spielen, wrs. würde es mich sogar weniger anturnen, für Sex bezahlt zu werden, wenn es endlich gesellschaftlich völlig normalisiert wäre und nicht mehr als verrucht gilt. Andere Fantasien wie Sex mit mehreren Menschen / im Swingerclub durfte ich auch schon erleben. Irgendwann möchte ich mich fixieren & die Augen verbinden lassen & wahllos Sex mit fremden Menschen haben, ohne danach jemals deren Gesichter zu sehen. Und ich träume auch davon, von Fremden in der Bahn gefingert zu werden, ohne zu sprechen. Natürlich nur mit vorheriger Absprache. Grundsätzlich turnen mich Dinge an, die im echten Leben verboten oder moralisch verwerflich wären.
Öffentliche Orte: was übt den besonderen Reiz daran für Dich aus?
Ich bin voyeuristisch & exhibitionistisch veranlagt. Der Gedanke, heimlich beobachtet & begehrt zu werden, turnt mich an. Auch der Reiz des Verbotenen und Erwischt werdens macht es für mich aus. Den Gedanken kann man im Kopfkino natürlich auch gut weiterspinnen.
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Wie verbringst Du Weihnachten?
Ich verbringe Weihnachten Zuhause in den österreichischen Bergen, dort ist es sehr schön! Ich bin ein Fan von Wärme, deswegen verbringe ich die Adventszeit in Berlin am liebsten in der Badewanne oder max. noch am Glühweinstand.
Wie kann man Kunst & Sex verbinden, wie denkst Du als Künstlerin darüber?
Kunst & Sex sind für mich automatisch verbunden, weil beides mit der Freiheitsfrage & unseren tiefen Begierden als Individuen verknüpft ist. Die Kunst zeigt uns, wie frei eine Gesellschaft ist & genauso die Sexualität. Wer in seiner Sexualität gehemmt ist, ist bestimmt auch in anderen Bereichen gehemmt oder voreingenommen. Ich habe das Gefühl, dass ich, je offener ich in Bezug auf Sexualität bin, desto freier & offener bin ich auch in anderen Lebensbereichen. Wären wir eine sexuell befreite Gesellschaft, dann hätten wir viele andere Probleme nicht & umgekehrt. Ich glaube, das spiegelt sich im Umgang mit Sex genauso wie in der Kunst sehr wieder. Irgendwer hat mal gesagt, wir wären “oversexed and underfucked”. Ich finde, dem kann man zustimmen & finde es spannend, Sex in der Kunst nicht nur als reine Ästhetik, sondern als Thema, Symbol & zur Sichtbarmachung zu nutzen.
Danke für die interessanten Einblicke! Happy Weihnachten!

