Na, mein Lieber...
hast du auch so ein Kribbeln in dir? Dieses unruhige Gefühl, das sich langsam ausbreitet, wenn Gedanken an Nähe und Verlangen dich einholen? Vielleicht bist du gerade erst aufgewacht – dein Körper noch warm vom Schlaf, deine Gedanken aber schon ganz woanders.
Ich stelle mir vor, wie du da liegst… vielleicht mit einem kleinen Lächeln im Gesicht, weil du geträumt hast. Etwas Intensives, vielleicht sogar leicht Verbotenes. Und nun ist da diese Spannung in dir, dieses Prickeln unter der Haut, das sich kaum ignorieren lässt.
Manchmal, wenn man spürt, dass etwas in einem arbeitet – ein Wunsch, eine Fantasie – will man sie nicht gleich vertreiben. Man will sie ein bisschen auskosten. Und genau da komme ich in deinen Kopf. Vielleicht ist das gerade passiert. Vielleicht bist du deshalb hier.
Ich würde jetzt am liebsten bei dir sein. Nur um zu sehen, wie du atmest, wie du reagierst, wenn ich dich nur anschaue. Ich würde mich langsam zu dir setzen, ganz dicht, ohne dich zu berühren. Nur mit meinem Blick.
Vielleicht flüstere ich dir ein paar Gedanken zu. Keine lauten Worte, sondern diese Art von Andeutungen, bei denen du spürst, dass sie mehr meinen, als sie sagen. Und du würdest es fühlen. Vielleicht in deiner Hand, vielleicht im ganzen Körper.
Ich ziehe mich gedanklich aus, nicht hastig, sondern mit diesem kleinen Spiel von Nähe und Entfernung. Noch bin ich nicht nackt. Ich lasse den Moment wirken. Und du? Du darfst gern genießen.
Vielleicht lächle ich leicht und frage dich: Spürst du das? Diese besondere Spannung zwischen uns? Sie wächst. Noch drängt sich nichts auf. Noch ist alles ein Spiel. Ein Spiel aus Vorstellung, Timing, einem kleinen Knistern in der Luft.
Wir müssen nicht gleich losstürmen. Vielleicht ist es ja gerade das, was die Lust so besonders macht – sie nicht sofort aufzulösen, sondern sie tanzen zu lassen.
Und irgendwann… irgendwann gehört dieser Moment dir. Oder mir. Oder uns beiden.

