EinTeilerfolg für den BesD gegen das Nordische Modell
Endlich haben sich mal ein Teil der Politiker ein richtiges Bild verschafft von der Arbeit der "Sexarbeiterinnen"..Sie haben ein Bordell besucht und sich einen Einblick in die Gegebenheiten dort verschafft und mit "Prostituierten" gesprochen - sowohl die SPD, als auch die FDP lehnen das Nordische Modell kategorisch ab ...jetzt müssen nur noch die konservativen Parteien überzeugt werden...aber der Anfang ist gemacht ..wer es noch nicht macht, sollte auf jeden Fall die Arbeit des BesD unterstützen, je mehr Fürsprecher diese haben, umso besser die Aussichten, etwas bewegen zu können.


Hallo Youni, das die SPD das nordische Modell kategorisch ablehnt stimmt so nicht. Es gibt in dieser Partei sowohl Stimmen dafür und dagegen. Wie sich die ganze Bundestagsfraktion im Falle von Abstimmungen positioniert ist durchaus offen. Übrigens möchte ich der Vollständigkeit halber hinzufügen, dass auch die Grünen, die Linke und die AfD gegen das nordische Modell sind. Bei dem BSW liegt noch kein Statement vor. Dagegen hat sich die komplette CDU/CSU Bundestagsfraktion für die Einführung des nordischen Modells ausgesprochen und ich glaube nicht dass man die überzeugen kann ihre Position noch zu verändern.
Da haben jene Politiker, die sich ein richtiges Bild von der Arbeit der "Sexarbeiterinnen" verschafft haben, mir was voraus: Ich war noch nie in einem Bordell.
Nur weil sich ein paar Politiker ein Bordell angeschaut haben, heißt das nicht, dass sie das nordische Model nicht einführen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es ja bekanntlich. Die CDU/CSU mit ihren erzkonservativen scheinheiligen und oft frauenfeindlichen Themen wird nicht von der Einführung abrücken. Dazu sind die zu verbiestert. Wenn es nach denen geht, würden ja auch keine Frauen mehr arbeiten, sondern gehören zuhause an den Herd bei Mann und Kindern. Einen Einblick in die Arbeitswelt eines Bordells konnte man sich auch verschaffen in der RTL-Reihe: "Reeperbahn privat".
Das Problem sind ferner die EU-Vorgaben und da sind auch SPD-Frauen, wenn ich es richtig erinnere, ganz weit vorne in ihrer sexarbeitsfeindlichen Moral. Ich hoffe, dass die Grünen ihre Pro Sexarbeit-Standpunkte bei eventuellen Koalitionsverhandlungen nicht vergessen werden.
...haben die nur geguckt oder auch gevögelt? Ich kann einen Picasso anschauen so lang ich will, kann auch Maler befragen,aber vom der Kunst und der Technik etc. habe ich immer och kein Plan
"Endlich haben sich mal ein Teil der Politiker ein richtiges Bild verschafft von der Arbeit der "Sexarbeiterinnen"." Nenne doch mal Deine Quelle.
Auf der Seite findet man nur eine Einladung dazu, welche vom November 2023 ist. Keine Rede von der Umsetzung.
Hier könnt Ihr das gerne nachlesen.."https://***bringt-das-in-ordnung.de/" Viel Spaß beim lesen ....
https://***bringt-das-in-ordnung.de/ - hier wurden beim Senden Sterne eingefügt, diese bitte nicht beachten..
Keine Rede von"Politiker haben die Einladung im Bordell angenommen".
Liebe Youni, ich bin die politische Sprecherin des BesD. Vielen Dank, dass du uns für die weitere politische Arbeit Mut machst. Auch wenn einige deiner Informationen nicht ganz richtig sind, solltest du dich nicht beirren lassen. Mir ist jede Person, die sich engagiert lieber als diejenigen, die nur meckern oder andere zurechtweisen. Es passiert leider oft, dass die beiden Verbände BSD und BesD verwechselst werden. Das ist an sich nicht schlimm, denn am Ende des Tages setzen sich beide FÜR die Verbesserung der Arbeitsbedigungen in der Sexarbeit ein und GEGEN das nordische Modell. Der BSD vertritt eher Betreiberinteressen und der BesD ist ein Verband von und für Sexarbeitende. Wie ist die politsiche Lage in der Bundespolitik denn nun? CDU auf Bundesebene ist für die strikte Einfürhung des Sexkaufverbotes, wie sie das nordische Modell bezeichnen. Auf Landesebene gibt es auch leise andere Stimmen. Aber sehr leise. SPD auf Bundesebene ist wackelig. Aktuell ist der Konsenz, dass sie die Evaluation des ProstSchG abwarten und dann "Mal sehen"... Das kann sich leider in verschiedene Richtungen ausweiten. Deshalb ist der Schwerpunkt meiner (und auch der des Verbandes) politischen Arbeit aktuell auf der SPD. Grüne sind auf Bundesebene zu 100% PRO Sexarbeit und GEGEN nordisches Modell. Auf Bundesländerebene ist Baden-Württemberg und das Saarland problematisch, aber auf Bundesebene wird das komplett ignoriert. FDP sind auf Bundesebene zu 100% PRO Sexarbeit und GEGEN nordisches Modell. Kritische Stimmen gibt es überall, aber in der Partei sehr wenige. LINKE sind auf Bundesebene zu 100% PRO Sexarbeit und GEGEN nordisches Modell. Hier gibt es besonders unter den Jungen Linken radikalfeministische Ausprägungen, die das nordische Modell wollen. Diese haben aber auf Bundesebene keinen Einfluss. AfD ist gegen ein nordisches Modell. Die Beweggründe sind da eher, dass sie grundsätzlich weniger Verbote wollen und es mit der Rettung von irgendwelchen marginalisierten Gruppierungen nicht so wichtig nehmen. Aber das ist nur meine Wahrnehmung, denn offizielle Positionierung zu dem Thema gibt es von der noch AfD nicht.
Und wer sich gerne politische engagieren möchte, der kann mithelfen. a) Sexarbeitende -> werdet Mitglied im BesD. Auch wenn ihr euch nicht einbringen könnt oder wollt, dann hilft alleine schon eine passive Mitgliedschaft. Denn je mehr Mitglieder ein Verband hat, um so wichtiger wird er. HIER anonym mit Arbeitsnamen Mitgleid werden -> https://***berufsverband-sexarbeit.de/index.php/verband/besd-mitglied-werden/ b) Kundschaft der BesD hat nun eine Bewegung angeschoben, dass sich "Freier" organisieren. Es sind mittlerweile über 60 Kund*innen in der Pressekartei, die also auch Presseanfragen beantworten wollen. Geht alles ohne Gesicht und ohne Stimme. In der ***gruppe der "Initiative Kundschaft PRO Sexarbeit" sind mittllerweile zahlreiche, die aktiv mitarbeiten und an einer eigenen Webseite und Infomaterial und eigenen Posititonen arbeiten. Infos und mitmachen -> https://***berufsverband-sexarbeit.de/index.php/verband/freier-ag/
Nach langer Zeit hat nun die CDU ihr neues Grundsatzprogramm beschlossen. Darin finden sich die zwei folgenden Sätze: "Sexuelle Ausbeutung, Menschenhandel und Prostitution sind mit der Würde von Menschen nicht vereinbar. Deshalb unterstützen wir ein Sexkaufverbot und Hilfen beim Ausstieg aus der Prostitution." So wie diese zwei Sätze formuliert sind, hören Sie sich für die meisten Menschen gut und plausibel an und werden viel Unterstützung finden. Die CDU unterstellt in Ihrer Formulierung durch das Zusammenwerfen der Begriffe Ausbeutung, Menschenhandel und Prostitution, dass das erbringen sexueller Dienstleistungen IMMER unfreiwillig erfolgt. Dass das die Unwahrheit ist und viele freiwillige Sexarbeitende und hunderttausende Kunden hart treffen wird ist Teil einer extrem konservativen, rückständigen und freiheitsbeschränkenden Ideologie, die sich hinter schönen Worten versteckt. Also bei der CDU ist Hopfen und Malz verloren und es nützt nichts, mit denen zu diskutieren. Auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich bei der nächsten Bundestagswahl wählen werde... Ich weiß zumindest was ich nicht wähle.