Die Nachricht traf an einem stillen Montagnachmittag ein - klar, höflich, direkt.
„Hallo, Master Samael. Ich bin dominant. Suche für Freitag ab 18 Uhr eine Double-Domination-Session in meinem Haus am Stadtrand. Hast du eine submissive Kollegin? Ich möchte Shibari, Impact, demütigung, Erotik. Abschluss: Dreier. Selbstverständlich angemessen bezahlt.“
Er unterschrieb nur: Alex.
Etwas an seiner Energie war anders - ruhig, entschieden. Kein Geiz, kein Spiel. Ich bestätigte Termin, Dauer, Preis, schickte Bilder von Fuchs, meiner masochistischen Kollegin – ein Wesen aus Lust, schmerz und Hingabe. Die Anzahlung kam sofort.
Am Freitag fuhren wir hinaus aus Berlin. Herbstlicht, klare Luft. Das Haus – eher Villa – lag ruhig zwischen Bäumen, elegant und diskret. Alex öffnete: Ende vierzig, fit, charmant, gebildet. Wir traten ein.
Das Wohnzimmer war schlicht, der Spielraum perfekt ausgestattet. Nach einem Glas Rotwein und kurzem Smalltalk folgte der Consent-Check – wie immer: Grenzen, Vorlieben, Safewords. Alex wollte Fokus auf sie – Machtspiel pur.
Fuchs verschwand zum Umziehen, kehrte im schwarzen Lederharness zurück, ein Foxtail-Plug wippte bei jedem Schritt.
„Dogeza“, befahl ich.
Sie sank zu Boden, Stirn auf dem Teppich – reine Hingabe.
„Bist du bereit, uns zu dienen, Spielzeug?“
„Ja, mein Master.“
„Wie soll sie dich ansprechen?“ fragte ich Alex.
Er grinste. „Bändiger.“
Ich fixierte sie auf dem Bett – Spreizstange, Handfesseln, Analhaken, Seil zum Haar. Ihr Körper: ein Kunstwerk der Unterwerfung. Dann begann das Ritual.
Leichte Schläge – Gesäß, Oberschenkel, Rücken. Streicheln, Kratzen, erneut Schlagen. Sie zitterte, stöhnte, atmete Lust.
Ich gab Alex die Gerte, nahm selbst den Flogger. Unsere Schläge verschmolzen – Rhythmus, Präzision, Lust. Dann Paddel: der Klang schärfer, die Haut glühte.
Als ich ihren Harness löste, glänzte sie nass und offen. „So feucht?“ neckte ich, drang mit einem Finger ein.
„Du kleine Schlampe.“
„Ja, mein Master.“
Ich ließ Alex weitermachen, während ich vor ihr stand, die Kontrolle fest in meiner Hand. Sie saugte gierig, bis ich mich löste. „Genug Lust – mehr schmerz.“ Wir wechselten Werkzeuge, Spuren, Rollen. Ihr Körper bebte – ein Altar aus Haut, Schweiß und Hingabe.
Dann brachte ich den Mystim-Koffer hervor. Ihre Augen weiteten sich.
Elektropads an Brustwarzen, Schenkeln, Schamlippen. Jeder Impuls ließ sie zucken, wimmern, taumeln zwischen Ekstase und schmerz. Alex hielt den Wand-Vibrator an ihre Klitoris, ich beobachtete, wie sie zerfloss – Tränen, Lust, kathartisch schön.
Stunden später, nackt und erschöpft, lagen wir auf Decken am offenen Fenster. Die Nachtluft kühlte unsere Haut.
Fuchs saß zwischen meinen Beinen, Alex massierte ihre Füße – zärtlich nach all der Härte.
Wir lachten, sprachen, rauchten. Dann wieder Stille. Nur Atmen.
Unter der Dusche zog ich sie an mich.
„Gutes Mädchen.“
„Danke, mein Master.“
Auf der Rückfahrt durch die Berliner Nacht sagte niemand etwas. Nur das sanfte Summen des Motors – und dieses Gefühl, Zeuge eines seltenen Moments gewesen zu sein.
Ein weiterer Abend.
Ein weiteres Ritual.
Ein Tanz aus Dominanz, schmerz und Vertrauen – der heilige Raum, in dem alles echt ist.

