Sprecht ihr mit Freunden und Verwandten über Paysex?


Anonymous

Empfohlene Beiträge

Mich würde mal interessieren, ob ihr mit Freunden, Kollegen, Verwandten darüber sprecht, dass ihr für Sex zahlt bzw. Sex für Geld anbietet. Eigentlich sollte man meinen, dass es etwas ganz normales ist, es wird ja schließlich auch als ältestes Gewerbe bezeichnet, aber irgendwie ist es doch ein Tabuthema. Selbst im Forum der Poppen-Seite aus dem gleiche Hause gibt es viele Vorbehalt gegenüber Paysex und besonders gegenüber Männern, die diesen in Anspruch nehmen. Da kommt dann oft das Argument, dass das ja in den allermeisten Fällen ohnehin Zwangsprostitution sei. Wenn ich mal im Privatchat von Mann zu Mann das Thema anspreche, antworten die meisten, dass sie zumindest einmal für Sex bezahlt haben, viele auch öfters, wie ich ja auch.

Gegenüber Freunden bin ich da schon zurückhaltender. Es muss natürlich auch nicht jeder wissen, aber selbst wenn das Thema zur Sprache kam, habe ich mich zurückgehalten, auch wenn der männliche Gesprächspartner vielleicht angedeutet hat, dass er selbst zu Prostituieren geht. Auch als eine Frau, mit der ich mal über St. Pauli gesprochen habe, meinte: "Das kann man sich ja schon mal überlegen.", habe ich auch eher einsilbig mit "Ja", geantwortet, ohne meine Aktivitäten ausdrücklich zu gestehen.

Wie haltet ihr das? Seid ihr da offener? Als gelegentlicher Kunde kann man dieses Hobby ja einfach verbergen, als Sexarbeiterin ist das schon schwieriger, besonders bei hauptberuflichen Anbieterinnen.

  • Ich liebe es! 1
Link zu diesem Kommentar

Ich bin komplett in meiner Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis geoutet. Die Frage das zu verheimlichen, die hat sich für mich nie gestellt und ich bin auch nicht der Typ dafür, eine Art "Doppelleben" zu führen. Allerdings verstehe ich, dass es viele Kolleg*innen gibt, die sich das nicht trauen, oder schlicht nicht leisten können. Das sogenannte "Hurenstigma" ist halt bittere Realität. Wenn man neben der Sexarbeit zum Beispiel noch im Kindergarten arbeitet, eine sehr konservative oder religiöse Familie hat, oder anderweitig damit rechnen muss, dass es Schwierigkeiten gibt, dann würde ich sicher auch nicht so offen damit umgehen. 

Der Vorteil eines kompletten Outings liegt natürlich darin, dass ich absolut nicht erpressbar oder unter Druck zu setzen bin. Allerdings gibt es ja auch Sexarbeitende, die sich damit nur ihr Studium finanzieren oder eine schwierige Zeit überbrücken und den Job nicht für immer machen möchten. Da halte ich es auch für sinnvoll, es lieber diskret zu behandeln, damit es später nicht im Weg steht. 

  • Ich liebe es! 3
Link zu diesem Kommentar

Diese Vorurteile haben etwas mit der mangelnden Aufklärung zu tun. Insofern suche ich mir eher sensiblisierte Leute, die das, was ich ihnen sagen könnte auch verstehen. Es bringt ja nichts, wenn man jedem ganz offen und breit erzählt was man macht und der oder die das dann gar nicht richtig versteht sondern in den falschen Hals bekommt.

  • Ich liebe es! 2
Link zu diesem Kommentar

Bei mir darf es ruhig jeder wissen, weil mir das ganze teilweise so gut tut, dass es gar nicht verkehrt sein kann. Ob ich darüber allerdings mit Menschen spreche, hängt ganz davon ab, auf welcher Ebene ich diesen begegne. So kann es sein, dass ich es eher einer neuen Bekanntschaft erzähle, als z.B meinem Bruder oder einem langen Weggefährten, weil einfach die Basis dafür passender ist.

  • Ich liebe es! 3
Link zu diesem Kommentar

Meine gesamte Familie und teilweise auch Bekannte wissen, dass ich nebenbei Escort mache. Erst waren sie etwas entsetzt/besorgt, aber inzwischen wissen sie, dass ich es nicht aus Not mache und auch keinen Zuhälter habe. Hat etwas gedauert, aber jetzt kommen sie gut damit klar.

  • Ich liebe es! 6
Link zu diesem Kommentar

Meine Mutter hat sogar einen positiven Nebeneffekt bemerkt: ich bin selbstbewusster geworden. Früher war ich ziemlich schüchtern und unsicher. Hat sich im Laufe der Zeit geändert ?

  • Ich liebe es! 6
Link zu diesem Kommentar

Aus privaten Gründen und Sicherheitsaspekten nie erzählt (Cover ausgenommen). Jedoch kennt man den ein oder anderen Kunden seit Jahren auch aus anderen Portalen, der dann ab und an fragt, ob man noch was macht. Die Familie hat schonmal seltsame Fragen gestellt, auf die ich nicht eingehe; für den Fall, dass mir jemand zunahe treten sollte, gibt es immer noch ein gutes Alibi, und zumeist haben die Plaudertaschen ja auch selber Familie, die sie nicht gestört wissen wollen

Link zu diesem Kommentar

Hm, verspüre weder das Bedürfnis mich zu outen, noch ein großes Geheimnis draus zu machen. Da wo es Andere traurig macht, oder besorgt, oder Beides (Omma z.B.) erzähl ich`s nicht. Da wo`s mir schadet (Job) auch nicht.  Meine Freunde wissen es, dass kam aber so beiläufig und nicht "Du, ich muss Dir was sagen" Mein bester Freund ist mein Cover. Ich finde es nicht so wichtig, als das man eine große Sache draus machen müsst. 

Link zu diesem Kommentar
Am 24.3.2022 um 22:00 schrieb Anonymous:

Mich würde mal interessieren, ob ihr mit Freunden, Kollegen, Verwandten darüber sprecht, dass ihr für Sex zahlt bzw. Sex für Geld anbietet. Eigentlich sollte man meinen, dass es etwas ganz normales ist, es wird ja schließlich auch als ältestes Gewerbe bezeichnet, aber irgendwie ist es doch ein Tabuthema. Selbst im Forum der Poppen-Seite aus dem gleiche Hause gibt es viele Vorbehalt gegenüber Paysex und besonders gegenüber Männern, die diesen in Anspruch nehmen. Da kommt dann oft das Argument, dass das ja in den allermeisten Fällen ohnehin Zwangsprostitution sei. Wenn ich mal im Privatchat von Mann zu Mann das Thema anspreche, antworten die meisten, dass sie zumindest einmal für Sex bezahlt haben, viele auch öfters, wie ich ja auch.

Gegenüber Freunden bin ich da schon zurückhaltender. Es muss natürlich auch nicht jeder wissen, aber selbst wenn das Thema zur Sprache kam, habe ich mich zurückgehalten, auch wenn der männliche Gesprächspartner vielleicht angedeutet hat, dass er selbst zu Prostituieren geht. Auch als eine Frau, mit der ich mal über St. Pauli gesprochen habe, meinte: "Das kann man sich ja schon mal überlegen.", habe ich auch eher einsilbig mit "Ja", geantwortet, ohne meine Aktivitäten ausdrücklich zu gestehen.

Wie haltet ihr das? Seid ihr da offener? Als gelegentlicher Kunde kann man dieses Hobby ja einfach verbergen, als Sexarbeiterin ist das schon schwieriger, besonders bei hauptberuflichen Anbieterinnen.

Wichtig ist doch, dass du freude und spaß hast, gibt doch keinen grund das in einer runde zu erzählen, ein charmantes treffen, gutes abendessen...da musst du doch nicht in ordnung detail gehen! genieße 

Link zu diesem Kommentar

Ich finde, das sollte jede (jeder) für sich selbst entscheiden wie er damit umgeht, zumal einige dadurch bestimmt Probleme haben könnte! Ich finde es persönlich mehr als Traurig, dass wir im Jahr2022 immer noch so viele Vorurteile gegenüber uns in der Gesellschaft haben.

Mein Freundeskreis weis das ich Escortdame nebenberuflich bin und die Resonanz darauf war lediglich das alle gesagt haben es ist mein Leben und ich muss wissen, was ich machen mag und was nicht!

Es ist besser, wenn es offen gemacht wird, somit hat man seine Ruhe in jeder Hinsicht und ehrlich gesagt, wer darauf nicht klarkommt ist auch kein echter Freund bzw Freundin! So sehe ich das zumindest.!

 

  • Ich liebe es! 5
Link zu diesem Kommentar

Wieso nicht? Es ist wie es ist und mir auch ziemlich gleich ob man damit klarkommt oder nicht. Es muß sich halt ergeben weil einfach so "Du, ich mach sowas" sag ich natürlich nicht. Wobei jedoch immer klar ist daß es keinerlei Details gibt weil Diskretion in dieser Art Arbeit alles war ist und bleiben sollte.

  • Ich liebe es! 1
Link zu diesem Kommentar

Morgen vor 15 Jahren habe ich mich von meiner letzten Exfreundin getrennt, seit etwa 2009 gehe ich diesem Hobby mal mehr mal weniger nach. Und wissen darüber tut nur eine - meine Ex. Seltsamerweise muss ich dazu sagen, so war sie doch während unserer Beziehung schon eifersüchtig wenn ich mehr als zwei Worte mit einer anderen Frau gesprochen habe. Ich weiss nicht mehr genau wie es dazu kam, dass sie es erfuhr - ich glaube ich habe es ihr mal direkt ins Gesicht gesagt. Sie nahm es recht gelassen, fragt heute noch gelegentlich ob es was Neues gibt. Sie hatte mich sogar einmal gefragt ob ich denn nicht mal Lust auf nen Dreier mit ihr und einer Escort hätte, sie würde natürlich auch etwas dazu beisteuern. Hm, die Frau soll man verstehen xD.

Ansonsten behalte ich stillschweigen, ich denke jeder hat so seine Geheimnisse. Allerdings wenn mich jemand direkt drauf ansprechen würde ob ich diese Dienste in Anspruch nehme sage ich die Wahrheit. Warum sollte ich es leugnen?

Meine mittlerweile beste Freundin habe ich hier auf KM kennen gelernt. Wir sehen uns in unregelmässigen Abständen wenn sie mal wieder in meiner Nähe arbeiten sollte und ich Wochenende habe. Mit ihr kann ich natürlich am besten darüber reden, ist klar ;)

Link zu diesem Kommentar
vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Wieso nicht? Es ist wie es ist und mir auch ziemlich gleich ob man damit klarkommt oder nicht. Es muß sich halt ergeben weil einfach so "Du, ich mach sowas" sag ich natürlich nicht. Wobei jedoch immer klar ist daß es keinerlei Details gibt weil Diskretion in dieser Art Arbeit alles war ist und bleiben sollte.

Ganz ehrlich, das ist bei mir sehr ähnlich. Je nachdem, wie nahe ich jemandem stehe, wie konservativ derjenige über Sex denkt - das sind Faktoren, die entscheiden, ob ich jemandem erzählen möchte, dass ich das hier mache. 

  • Ich liebe es! 2
Link zu diesem Kommentar

Gutes Thema! Ich habe meinen engsten Freunden und drei Arbeitskollegen davon erzählt. Da ich Kinder habe, werde ich es in der Familie nicht thematisieren, ansonsten hätte ich kein Problem damit. Zumindest würde ich mit denen darüber sprechen, mit denen ich auch ansonsten über Sex rede. Meine Oma gehört da zB nicht dazu ;)

  • Ich liebe es! 1
Link zu diesem Kommentar

Im Familienkreis und unter Bekannten gehe ich ganz offen damit um. Für die meisten ist es keine Problem, es gibt aber auch Leute die damit echt ein Problem haben d.h. die haben kein Verständnis und würden auch nie diese Leistung in Anspruch nehmen.

Link zu diesem Kommentar

Hallo zusammen, interessantes Thema.

Ich kann über mein Hobby leider mit niemandem darüber sprechen. Da ich Familie Frau und Kinder habe. Da würde ich ein Schlachtfeld hinderlassen wenn da was raus kommt. Mit den ganzen Lügen und falschen alibis zu leben, ist für mich nicht gerade leicht. Da ich ein sehr offener Mensch bin und gerne über alles rede. Mir ist natürlich immer bewusst das das Risiko das es aufliegt  immer mit Fährt und ich gehe es auch gerne ein. 

Ich hätte sehr gerne in meinem Leben einen Menschen (ob Frau oder Mann ist egal) mit dem ich  darüber sprechen könnte. Sowas würde mir gut tun. Arbeitskollegen oder Freunde würden nicht in Betracht kommen da ich kein Vertrauen hatte. 

Was bleibt ist, das mann alles mit sich selbst ausmacht.

  • Ich liebe es! 1
Link zu diesem Kommentar

Das tut mir leid für Dich. Ein guter Freund hat mich oft begleitet. Sei offen für Kontakte, vielleicht findest Du auch eine Frau aus der Branche, die Dir zuhört, ein Mann wäre sicher besser, den kannst als Freund auch sonst mitnehmen

Link zu diesem Kommentar
vor 32 Minuten schrieb Anonymous:

Das tut mir leid für Dich. Ein guter Freund hat mich oft begleitet. Sei offen für Kontakte, vielleicht findest Du auch eine Frau aus der Branche, die Dir zuhört, ein Mann wäre sicher besser, den kannst als Freund auch sonst mitnehmen

Vielen Dank für deine Worte, ich werde diesbezüglich immer offen bleiben. Danke 

Link zu diesem Kommentar
Am 28.3.2022 um 16:57 schrieb Anonymous:

Aus privaten Gründen und Sicherheitsaspekten nie erzählt (Cover ausgenommen). Jedoch kennt man den ein oder anderen Kunden seit Jahren auch aus anderen Portalen, der dann ab und an fragt, ob man noch was macht. Die Familie hat schonmal seltsame Fragen gestellt, auf die ich nicht eingehe; für den Fall, dass mir jemand zunahe treten sollte, gibt es immer noch ein gutes Alibi, und zumeist haben die Plaudertaschen ja auch selber Familie, die sie nicht gestört wissen wollen

Was versteht ihr unter Cover? Wenn ich fragen darf?

Link zu diesem Kommentar
vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Was versteht ihr unter Cover? Wenn ich fragen darf?

Im Grunde bezeichnet der Ausdruck eine Person, die Rückendeckung bietet; also jemand, der weiß wann ich wo und wie lange bliebe und wenn ich mich nicht im abgesprochen Zeitfenster auf die abgesprochen Weise melde, die Polizei alarmiert.
Ich glaube es gibt keine Kollegin, die sich nicht auf die ein oder andere Weise absichert.

  • Ich liebe es! 1
Link zu diesem Kommentar
vor 18 Minuten schrieb Anonymous:

Im Grunde bezeichnet der Ausdruck eine Person, die Rückendeckung bietet; also jemand, der weiß wann ich wo und wie lange bliebe und wenn ich mich nicht im abgesprochen Zeitfenster auf die abgesprochen Weise melde, die Polizei alarmiert.
Ich glaube es gibt keine Kollegin, die sich nicht auf die ein oder andere Weise absichert.

Ah ok

Danke für die Info

Link zu diesem Kommentar

Mit Kollegen spreche ich darüber auf keinen Fall! Da traue ich niemanden! Und sowas gehört auch nicht in die Firma. Ich erzähle niemanden darüber, ausser vielleicht meinen Bruder. Wenn du das den Kollegen erzählst, macht sich das in der Runde und das fühlt sich für mich schlecht an.

Link zu diesem Kommentar

Wenn ich eine tolle Reise mache, ein grandioses Konzert besuche oder ähnliches, dann ist es schön, wenn ich mich darüber mit jemandem austauschen kann, der auch dabei war und ähnliche Eindrücke von diesem Erlebnis hat, denn so kann man im Kopf das Rad der Zeit sehr gut zurück drehen und nochmal in diese Gefühlswelt eintauchen und das Erlebnis gemeinsam nochmal erleben. Das klappt alleine schlechter und verblasst auch schneller.

Wenn ich Sex mit jemandem habe, dann ist das ein sehr, sehr privates Erlebnis in meinem Kopf, das ich nicht teilen muss, um mich wieder in dieses Date hinein zu versetzen.... Ich erzähle ja auch nicht, wie der Sex mit meiner Frau war/ist/sein sollte jemandem Fremden. Somit stellt sich für mich die Frage gar nicht, ob ich jemandem davon berichten soll, denn es belastet mich ja auch nicht, dieses moralische Paket lehne ich ab, es zu tragen.....

Link zu diesem Kommentar
×
×
  • Neu erstellen...