Der Kunde – Kaiser, König, Edelmann…Bürger, Bauer, Bettelmann!


Anonymous

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Diesen Reim kennt wohl jeder und er beschreibt ursprünglich die Ständegesellschaft im Habsburgerreich, ist aber eine Gesellschaftsordnung die wohl heute noch nichts an ihrer Bedeutung verloren hat und vielleicht sogar mehr als denn je gilt.
 
Aber das ist eine andere Geschichte…ich beziehe mich mit diesem Reim auf die verschiedenen Kundentypen im Paysex-Bereich und ich darf bzw. kann das…ich bin erfahren genug. Wenn sich jemand darin wiederfindet ist es beabsichtigt, sollte aber nicht persönlich genommen werden. ;)
 
Der Kaiser
 
Er ist das, wir SDL’s den perfekten Kunden nennen. Er ist selbstsicher, elegant, gepflegt, eloquent, charmant, witzig, respektvoll und zuverlässig und er weiss was er will. Geld spielt für ihn keine Rolle…er möchte was er sieht, egal was es kostet. Er liebt erotische Rollenspiele, diskutiert nie über den Preis oder quengelt über Tabus…“love it or leave it“ ist sein Motto. Sein Anspruch ist hoch und er informiert sich umfassend bevor er Kontakt aufnimmt.
Hat er sich entschieden ist seine Anfrage sachlich direkt und ohne Umschweife auf den Punkt, aber immer höflich und respektvoll. Hat man sich geeinigt, erscheint er zuverlässig und pünktlich am Treffpunkt, übergibt unaufgefordert und diskret das Honorar und geniesst die gemeinsame Zeit.
Er ist ein guter Liebhaber, mal zurückhaltend und zärtlich…mal stürmisch und leidenschaftlich. Er nimmt (oder gibt) sich Zeit für Konversation und ist dabei weder langweilig noch selbstherrlich, sondern sprüht förmlich vor Humor und Eloquenz. Ist er zufrieden kommt er regelmässig und nicht selten findet sich im Kuvert entweder ein extra Scheinchen oder auf dem Handy eine nette SMS mit seinem Dank…Adel verpflichtet schliesslich. ;)
 
Der König
 
Er ist leider genau das Gegenteil vom Kaiser. Er fühlt sich zwar als König, ist aber noch lange keine Majestät. Es mangelt ihm an vielem, aber vor allem an Respekt und an Höflichkeit. Er sieht eine SDL als seine Untergebene und als Dienerin seiner Lust und das er dafür bezahlen muss geht ihm gehörig gegen den Strich. Er diskutiert immer über die Höhe des Honorars und obwohl er das für ihn heidnische Morgenland eigentlich verabscheut (ausser beim all inclusive Urlaub im Hotelbunker), versucht er zu handeln als wäre er auf einem Souk in Marrakkesch. Oft wird er dabei respektlos und sein Niveau sinkt schneller als sein Blutdruck steigt bei der vermeintlichen „Abzocke“. Das Proletariat hat ja schliesslich nichts anderes verdient.
Eigentlich sollte man ihn als Kunden ablehnen, denn wenn er zähneknirschend den Preis akzeptiert, gibt es mit Sicherheit Ärger beim Date oder hinterher. Entweder kommt er zu spät oder zu früh, oder taucht erst gar nicht auf. Er ignoriert gerne Tabus und nörgelt am Service rum. Im Bett liegt er meist wie ein toter Wal auf dem Rücken und lässt sich bedienen und wenn sein, vorher gross angekündigtes, „pralles Liebeszepter“ sich als kleines schlaffes Würstchen entpuppt ist natürlich nur die SDL daran schuld, in seinem Königreich zuhause ist er ja sonst immer der wilde Hengst…frei nach dem Motto “der König ist tot, lang lebe der König!“
Er ist auch in den Freierforen aktiv und seine Berichte sind nur selten positiv. Meist war es zu teuer, das Service zu schlecht oder die SDL war unkorrekt...immer nur Ärger mit dem gemeinen Volk.
 
Der Edelmann
 
Der Edelmann ist eigentlich ein sehr angenehmer Kunde. Er gehört zur oberen sozialen Schicht der Gesellschaft, hat eine leitende Position inne, reist geschäftlich sehr viel und hat zuhause eine glückliche Familie. Dennoch gönnt er sich bei seinen Dienstreisen regelmässig ein erotisches Abenteuer und dann darf es auch gerne mal „highclass“ sein.
Nicht selten ist es ein Overnight mit einer Top-Escort im Sternehotel mit allem Schnickschnack, vom Dinner bis hin zum Frühstück bei Tiffanys. Alternativ sucht er sich eine Independent in einer diskreten Wohnung, aber auf keinen Fall geht er ins Laufhaus oder in ein Bordell…das entspricht nicht seinem Niveau.
Er ist immer gut und teuer gekleidet, top gepflegt, fährt eine Limousine und hat zuhause in der Garage noch ein altes italienisches Caprio stehen. Als Kunde ist er höflich und respektvoll, aber bestimmt. Er will nicht nur banalen Sex…er will pure Erotik. Er liebt die ausgiebige Massage, gepaart mit einem fantasievollen Liebesspiel und das gerne länger als nur für eine Stunde. Er geht auch gerne mal zu einer Domina, wo er sich durch Erniedrigung und Züchtigung Befriedigung verschafft.
Aber…trotz seiner freundlichen und angenehmen Art der SDL gegenüber, ist er selten ein Stammkunde und nie ein „Freund“. Er braucht die Abwechslung und stets das Neue und bleibt deshalb immer distanziert und wahrt seine Integrität. Meistens sehen wir SDL’s ihn einmal und nie wieder, denken aber immer gerne an ihn zurück.
 
Der Bürger
 
Der Bürger ist quasi die tägliche Laufkundschaft und manifestiert sich in zwei unterschiedlichen Typen.
 
Typ A ist kompliziert und unzuverlässig. Er weiss nicht genau was er will und macht durch seine Unentschlossenheit nicht nur sich selbst das Leben schwer, sondern auch das der SDL‘s. Er kann meistens nur kurzfristig oder spontan, recherchiert ausgiebig im Internet, kontaktiert mehrere Damen und macht auch mehrere Verabredungen gleichzeitig, bevor er sich entscheidet. Seine Konversation dabei ist kurz und knapp und eher unhöflich und unfreundlich, als höflich und freundlich. Hat er sich entschieden, vergisst er leider meistens die anderen Verabredungen abzusagen.
Er kommt immer nur tagsüber zwischen zwei Terminen oder in der Mittagspause, oder spätestens gleich nach Dienstschluss, oft noch ungeduscht und in Arbeitskleidung. Er hat keine Favoritin und weiss oft nicht, dass er irgendwann schon mal da war. Clubs oder Bordelle sind sein Revier, aber auch Wohnungen und Laufhäuser gehören dazu und dann darf es gerne auch die „schnelle Nummer“ sein…er will Sex und das möglichst zum kleinen Preis. Dabei interessieren ihn weder Kondompflicht noch Zwangsprostitution, noch die Sauberkeit der Location und schon gar nicht irgendwelche Plaudereien mit der SDL…Hauptsache er wird schnell seinen Druck los.
 
Typ B ist genau das Gegenteil. Er weiss was er will, von wem er das will und wann er das will. Er bereitet seine Dates penibel vor, recherchiert im Internet und fragt höflich nach Service, Preis und Termin. Er verhandelt weder den Preis noch quengelt er am Service, aber er achtet auf eine saubere Location. Bordelle und Laufhäuser meidet er aus Angst vor dem Unbekannten, diskrete Wohnungen sind sein bevorzugtes Revier. Hat er sich entschieden, macht er den Termin und ist dann auch pünktlich und frisch geduscht vor Ort.
Er ist grundsätzlich anspruchslos und will nichts Aussergewöhnliches…ein sexy Outfit will er sehen und Girlfriendsex ist seine Passion, gerne auch länger als nur eine Stunde. Zärtlich kuscheln und streicheln, küssen und lecken möchte er, poppen muss nicht zwingend sein, Handentspannung befriedigt ihn auch. Wichtiger ist ihm eine persönliche Vertrautheit. Er möchte Gehör für seine privaten Problemchen und plaudert auch gerne über aktuelle Themen. Er ist gebildet und erwartet auch von seiner Auserwählten eine natürliche Intelligenz und Empathie. Wenn es ihm gefällt kommt er regelmässig und bringt auch immer Pralinen mit, er ist der perfekte Stammkunde.
 
Der Bauer
 
Auch der Bauer ist gerne Stammkunde, und zwar der Unkomplizierteste und Treueste. Er ist einfach gestrickt, tut was man ihm sagt und stellt keine hohen Ansprüche. Die Suche nach einer passenden SDL ist ihm grundsätzlich zu aufwendig und hat er „seine“ endlich gefunden, bleibt er ihr treu und kommt oft und regelmässig, egal ob sie im Laufhaus, Bordell oder in der Wohnung arbeitet, Diskretion ist ihm fremd.
Er ist eher wortkarg, schüchtern und introvertiert, aber stets freundlich, höflich und hilfsbereit. Fehlt mal eine Glühbirne oder muss grade der Müll schnell raus…er macht es gerne.
Beim Service bevorzugt er die erotische Massage und den Girlfriendsex, kleine Zusatzleistungen wie Prostatamassage oder Intimrasur konsumiert er gerne mit. Er diskutiert nie über den Preis und ist er fertig, steht er auf und geht…egal ob die Zeit um ist oder nicht.
Ich wünsche jeder Kollegin solche Kunden…die sind einfach genial.
 
Der Bettelmann
 
Mit Bettelman ist nicht der finanziell Arme, sondern der im Geiste Arme gemeint. Und das betrifft sowohl die Intelligenz, als auch das Niveau und die soziale Kompetenz. Alle drei Faktoren gehen praktisch gegen Null und deshalb steht er in der Gesellschaftsordnung mit Recht ganz tief unten. Ein Kunde den niemand braucht, der aber leider öfter vorkommt als alle oben genannten zusammen.
 
Für ihn gelten Schlagwörter wie „Tastenerotiker“, „Bilderjäger“, „Fake-Dater“, „AO-Frager“, „Preisfeilscher“ und „Schwanzprotz“ …um nur einige zu nennen.
Seine Anfragen sind grundsätzlich grusslose Einzeiler und enthalten meistens „Schatzi“, „Süsse“ oder „Baby“. Da steht dann sowas wie „Zeit Süsse?“, oder „Lust auf ficken Baby?“, oder „geht blasen ohne?“, oder noch schlichter einfach nur „Preis?“…da bekommt Frau schon direkt das Kotzen. Und wenn mal mehr kommt als zwei Wörter muss man es oft zweimal lesen, denn Grammatik, Rechtschreibung oder Interpunktion…Fehlanzeige!
 
Ein ganz dickes Problem haben diese Typen nicht nur mit Lesen und Schreiben, sondern auch mit Lesen UND Verstehen. Denn sie ignorieren permanent Hinweise auf Serviceleistungen, Tabus, Arbeitszeiten und no-goes. Aber kein Wunder…verstehen kommt ja auch von Verstand und davon ist ja leider wenig bis nichts vorhanden.
 
Bekommt dann ausnahmsweise mal eine einer Antwort, gibt es keine Ruhe mehr…1000 Nachfragen nach dies und das, immer wieder der Versuch nach Tastenerotik und Bilderjagd. Geht man nicht darauf ein oder antwortet man irgendwann nicht mehr, werden sie schnell pampig bis beleidigend.
 
Beliebt sind auch die „Schwanzprotze“ die gleich ein Foto von ihrem hässlichen Schniedel mitschicken und meinen, wir müssten eigentlich froh sein endlich mal sowas Leckeres zu bekommen. Die ganz Dämlichen denken dann auch noch sie müssen eigentlich gar nichts bezahlen, so toll wie sie sind.
 
Besonders ärgerlich sind die Fake-Dater. Die schreiben auch ganz sympathisch und schaffen es deshalb immer wieder eine Verabredung zu treffen, aber nur um dann nicht aufzutauchen oder noch schlimmer…kurz vorher abzusagen mit Gründen wie „mein Auto springt nicht an“, „meine Bankkarte ist kaputt“ oder aktuell sehr beliebt…“hab grad nochmal getestet und bin positiv“.
 
Da können wir SDL’s nur dankbar sein dass die Ignorelisten in den diversen Portalen nicht beschränkt sind…meine ist ungefähr so lang wie von hier bis zum Mond und da gehören diese Typen auch hinauf geschossen. ;)
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Hi Tantra-Lady,

spitzenmässig zusammengefasst, Chapeau.

Da findet sich sicherlich jeder wieder in der ein oder anderen Kategorie....

Sehr schöne Einschätzung, vielen Dank. ?

LG Joe

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Mein erster Beitrag 😊

einfach weil dein Text so grandios geschrieben ist. Musste manchmal schmunzeln, manchmal ungläubig gucken.

Aber sehr unterhaltsam und ja, ich erkenne mich auch wieder 😳. Schon ein bissel gruselig.

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Vielen Dank für die vielen Likes! 🤗

Freu mich dass dieser mit einem Augenzwinkern geschriebener Text genau so vielfältig verstanden wird wie er gemeint ist...ein Mix aus Realität, Fantasie und Humor. 😉

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Ja das mit der Stamm SDL ist heutzutage auch nicht mehr so einfach. Früher hatte ich auch immer feste Stamm SDls. Finde ich auch schön weil man dann sich schon kennt und es eigentlich auch kein Kunde - SDL verhältniss mehr ist. Aber in der immer schnell lebigen zeit verschwinden viele Damen von heute auf morgen...

 

Ansonsten Super Text. Das ganze aus Sicht der Herren wäre auch mal sehr nice :)

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Soviel die darauf geantwortet haben finden sich im mittelbereich wieder. was ich nicht ganz nachvollziehen kann .Flexibilität ist nicht schlimm und tut auch nicht weh und sich normal akkurat und vorbildlich zu verhalten auch nicht...Jeder hat es in die kinderwiege gelegt bekommen. warum man am Preis immer was Handeln muss versteht ich auch nicht...dann auswandern am besten und  auf ein Bazar gehen da kann man handeln...

Schöner Text Tantra ob er was bringt mag ich bezweifeln...danke Dir dafür

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Am 29.3.2022 um 17:42 schrieb Anonymous:
Diesen Reim kennt wohl jeder und er beschreibt ursprünglich die Ständegesellschaft im Habsburgerreich, ist aber eine Gesellschaftsordnung die wohl heute noch nichts an ihrer Bedeutung verloren hat und vielleicht sogar mehr als denn je gilt.
 
Aber das ist eine andere Geschichte…ich beziehe mich mit diesem Reim auf die verschiedenen Kundentypen im Paysex-Bereich und ich darf bzw. kann das…ich bin erfahren genug. Wenn sich jemand darin wiederfindet ist es beabsichtigt, sollte aber nicht persönlich genommen werden. ;)
 
Der Kaiser
 
Er ist das, wir SDL’s den perfekten Kunden nennen. Er ist selbstsicher, elegant, gepflegt, eloquent, charmant, witzig, respektvoll und zuverlässig und er weiss was er will. Geld spielt für ihn keine Rolle…er möchte was er sieht, egal was es kostet. Er liebt erotische Rollenspiele, diskutiert nie über den Preis oder quengelt über Tabus…“love it or leave it“ ist sein Motto. Sein Anspruch ist hoch und er informiert sich umfassend bevor er Kontakt aufnimmt.
Hat er sich entschieden ist seine Anfrage sachlich direkt und ohne Umschweife auf den Punkt, aber immer höflich und respektvoll. Hat man sich geeinigt, erscheint er zuverlässig und pünktlich am Treffpunkt, übergibt unaufgefordert und diskret das Honorar und geniesst die gemeinsame Zeit.
Er ist ein guter Liebhaber, mal zurückhaltend und zärtlich…mal stürmisch und leidenschaftlich. Er nimmt (oder gibt) sich Zeit für Konversation und ist dabei weder langweilig noch selbstherrlich, sondern sprüht förmlich vor Humor und Eloquenz. Ist er zufrieden kommt er regelmässig und nicht selten findet sich im Kuvert entweder ein extra Scheinchen oder auf dem Handy eine nette SMS mit seinem Dank…Adel verpflichtet schliesslich. ;)
 
Der König
 
Er ist leider genau das Gegenteil vom Kaiser. Er fühlt sich zwar als König, ist aber noch lange keine Majestät. Es mangelt ihm an vielem, aber vor allem an Respekt und an Höflichkeit. Er sieht eine SDL als seine Untergebene und als Dienerin seiner Lust und das er dafür bezahlen muss geht ihm gehörig gegen den Strich. Er diskutiert immer über die Höhe des Honorars und obwohl er das für ihn heidnische Morgenland eigentlich verabscheut (ausser beim all inclusive Urlaub im Hotelbunker), versucht er zu handeln als wäre er auf einem Souk in Marrakkesch. Oft wird er dabei respektlos und sein Niveau sinkt schneller als sein Blutdruck steigt bei der vermeintlichen „Abzocke“. Das Proletariat hat ja schliesslich nichts anderes verdient.
Eigentlich sollte man ihn als Kunden ablehnen, denn wenn er zähneknirschend den Preis akzeptiert, gibt es mit Sicherheit Ärger beim Date oder hinterher. Entweder kommt er zu spät oder zu früh, oder taucht erst gar nicht auf. Er ignoriert gerne Tabus und nörgelt am Service rum. Im Bett liegt er meist wie ein toter Wal auf dem Rücken und lässt sich bedienen und wenn sein, vorher gross angekündigtes, „pralles Liebeszepter“ sich als kleines schlaffes Würstchen entpuppt ist natürlich nur die SDL daran schuld, in seinem Königreich zuhause ist er ja sonst immer der wilde Hengst…frei nach dem Motto “der König ist tot, lang lebe der König!“
Er ist auch in den Freierforen aktiv und seine Berichte sind nur selten positiv. Meist war es zu teuer, das Service zu schlecht oder die SDL war unkorrekt...immer nur Ärger mit dem gemeinen Volk.
 
Der Edelmann
 
Der Edelmann ist eigentlich ein sehr angenehmer Kunde. Er gehört zur oberen sozialen Schicht der Gesellschaft, hat eine leitende Position inne, reist geschäftlich sehr viel und hat zuhause eine glückliche Familie. Dennoch gönnt er sich bei seinen Dienstreisen regelmässig ein erotisches Abenteuer und dann darf es auch gerne mal „highclass“ sein.
Nicht selten ist es ein Overnight mit einer Top-Escort im Sternehotel mit allem Schnickschnack, vom Dinner bis hin zum Frühstück bei Tiffanys. Alternativ sucht er sich eine Independent in einer diskreten Wohnung, aber auf keinen Fall geht er ins Laufhaus oder in ein Bordell…das entspricht nicht seinem Niveau.
Er ist immer gut und teuer gekleidet, top gepflegt, fährt eine Limousine und hat zuhause in der Garage noch ein altes italienisches Caprio stehen. Als Kunde ist er höflich und respektvoll, aber bestimmt. Er will nicht nur banalen Sex…er will pure Erotik. Er liebt die ausgiebige Massage, gepaart mit einem fantasievollen Liebesspiel und das gerne länger als nur für eine Stunde. Er geht auch gerne mal zu einer Domina, wo er sich durch Erniedrigung und Züchtigung Befriedigung verschafft.
Aber…trotz seiner freundlichen und angenehmen Art der SDL gegenüber, ist er selten ein Stammkunde und nie ein „Freund“. Er braucht die Abwechslung und stets das Neue und bleibt deshalb immer distanziert und wahrt seine Integrität. Meistens sehen wir SDL’s ihn einmal und nie wieder, denken aber immer gerne an ihn zurück.
 
Der Bürger
 
Der Bürger ist quasi die tägliche Laufkundschaft und manifestiert sich in zwei unterschiedlichen Typen.
 
Typ A ist kompliziert und unzuverlässig. Er weiss nicht genau was er will und macht durch seine Unentschlossenheit nicht nur sich selbst das Leben schwer, sondern auch das der SDL‘s. Er kann meistens nur kurzfristig oder spontan, recherchiert ausgiebig im Internet, kontaktiert mehrere Damen und macht auch mehrere Verabredungen gleichzeitig, bevor er sich entscheidet. Seine Konversation dabei ist kurz und knapp und eher unhöflich und unfreundlich, als höflich und freundlich. Hat er sich entschieden, vergisst er leider meistens die anderen Verabredungen abzusagen.
Er kommt immer nur tagsüber zwischen zwei Terminen oder in der Mittagspause, oder spätestens gleich nach Dienstschluss, oft noch ungeduscht und in Arbeitskleidung. Er hat keine Favoritin und weiss oft nicht, dass er irgendwann schon mal da war. Clubs oder Bordelle sind sein Revier, aber auch Wohnungen und Laufhäuser gehören dazu und dann darf es gerne auch die „schnelle Nummer“ sein…er will Sex und das möglichst zum kleinen Preis. Dabei interessieren ihn weder Kondompflicht noch Zwangsprostitution, noch die Sauberkeit der Location und schon gar nicht irgendwelche Plaudereien mit der SDL…Hauptsache er wird schnell seinen Druck los.
 
Typ B ist genau das Gegenteil. Er weiss was er will, von wem er das will und wann er das will. Er bereitet seine Dates penibel vor, recherchiert im Internet und fragt höflich nach Service, Preis und Termin. Er verhandelt weder den Preis noch quengelt er am Service, aber er achtet auf eine saubere Location. Bordelle und Laufhäuser meidet er aus Angst vor dem Unbekannten, diskrete Wohnungen sind sein bevorzugtes Revier. Hat er sich entschieden, macht er den Termin und ist dann auch pünktlich und frisch geduscht vor Ort.
Er ist grundsätzlich anspruchslos und will nichts Aussergewöhnliches…ein sexy Outfit will er sehen und Girlfriendsex ist seine Passion, gerne auch länger als nur eine Stunde. Zärtlich kuscheln und streicheln, küssen und lecken möchte er, poppen muss nicht zwingend sein, Handentspannung befriedigt ihn auch. Wichtiger ist ihm eine persönliche Vertrautheit. Er möchte Gehör für seine privaten Problemchen und plaudert auch gerne über aktuelle Themen. Er ist gebildet und erwartet auch von seiner Auserwählten eine natürliche Intelligenz und Empathie. Wenn es ihm gefällt kommt er regelmässig und bringt auch immer Pralinen mit, er ist der perfekte Stammkunde.
 
Der Bauer
 
Auch der Bauer ist gerne Stammkunde, und zwar der Unkomplizierteste und Treueste. Er ist einfach gestrickt, tut was man ihm sagt und stellt keine hohen Ansprüche. Die Suche nach einer passenden SDL ist ihm grundsätzlich zu aufwendig und hat er „seine“ endlich gefunden, bleibt er ihr treu und kommt oft und regelmässig, egal ob sie im Laufhaus, Bordell oder in der Wohnung arbeitet, Diskretion ist ihm fremd.
Er ist eher wortkarg, schüchtern und introvertiert, aber stets freundlich, höflich und hilfsbereit. Fehlt mal eine Glühbirne oder muss grade der Müll schnell raus…er macht es gerne.
Beim Service bevorzugt er die erotische Massage und den Girlfriendsex, kleine Zusatzleistungen wie Prostatamassage oder Intimrasur konsumiert er gerne mit. Er diskutiert nie über den Preis und ist er fertig, steht er auf und geht…egal ob die Zeit um ist oder nicht.
Ich wünsche jeder Kollegin solche Kunden…die sind einfach genial.
 
Der Bettelmann
 
Mit Bettelman ist nicht der finanziell Arme, sondern der im Geiste Arme gemeint. Und das betrifft sowohl die Intelligenz, als auch das Niveau und die soziale Kompetenz. Alle drei Faktoren gehen praktisch gegen Null und deshalb steht er in der Gesellschaftsordnung mit Recht ganz tief unten. Ein Kunde den niemand braucht, der aber leider öfter vorkommt als alle oben genannten zusammen.
 
Für ihn gelten Schlagwörter wie „Tastenerotiker“, „Bilderjäger“, „Fake-Dater“, „AO-Frager“, „Preisfeilscher“ und „Schwanzprotz“ …um nur einige zu nennen.
Seine Anfragen sind grundsätzlich grusslose Einzeiler und enthalten meistens „Schatzi“, „Süsse“ oder „Baby“. Da steht dann sowas wie „Zeit Süsse?“, oder „Lust auf ficken Baby?“, oder „geht blasen ohne?“, oder noch schlichter einfach nur „Preis?“…da bekommt Frau schon direkt das Kotzen. Und wenn mal mehr kommt als zwei Wörter muss man es oft zweimal lesen, denn Grammatik, Rechtschreibung oder Interpunktion…Fehlanzeige!
 
Ein ganz dickes Problem haben diese Typen nicht nur mit Lesen und Schreiben, sondern auch mit Lesen UND Verstehen. Denn sie ignorieren permanent Hinweise auf Serviceleistungen, Tabus, Arbeitszeiten und no-goes. Aber kein Wunder…verstehen kommt ja auch von Verstand und davon ist ja leider wenig bis nichts vorhanden.
 
Bekommt dann ausnahmsweise mal eine einer Antwort, gibt es keine Ruhe mehr…1000 Nachfragen nach dies und das, immer wieder der Versuch nach Tastenerotik und Bilderjagd. Geht man nicht darauf ein oder antwortet man irgendwann nicht mehr, werden sie schnell pampig bis beleidigend.
 
Beliebt sind auch die „Schwanzprotze“ die gleich ein Foto von ihrem hässlichen Schniedel mitschicken und meinen, wir müssten eigentlich froh sein endlich mal sowas Leckeres zu bekommen. Die ganz Dämlichen denken dann auch noch sie müssen eigentlich gar nichts bezahlen, so toll wie sie sind.
 
Besonders ärgerlich sind die Fake-Dater. Die schreiben auch ganz sympathisch und schaffen es deshalb immer wieder eine Verabredung zu treffen, aber nur um dann nicht aufzutauchen oder noch schlimmer…kurz vorher abzusagen mit Gründen wie „mein Auto springt nicht an“, „meine Bankkarte ist kaputt“ oder aktuell sehr beliebt…“hab grad nochmal getestet und bin positiv“.
 
Da können wir SDL’s nur dankbar sein dass die Ignorelisten in den diversen Portalen nicht beschränkt sind…meine ist ungefähr so lang wie von hier bis zum Mond und da gehören diese Typen auch hinauf geschossen. ;)

Ich habe es jetzt erst gelesen und bin da ganz bei dir. Am schlimmsten finde ich die, die noch feilschen, als wäre man Ware auf einem türkischen Basar, die Typen , ohne Gummi loslegen wollen und was richtig ärgerlich ist, wenn man Unkosten hat, sei es durch Spritkosten oder Bahnticket und der Typ schreibt noch eine halbe Stunde mit dir, das er gleich da wäre und 5 Minuten vor Treffen wird man blockiert. 

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vor 2 Minuten schrieb Anonymous:

Ich habe es jetzt erst gelesen und bin da ganz bei dir. Am schlimmsten finde ich die, die noch feilschen, als wäre man Ware auf einem türkischen Basar, die Typen , ohne Gummi loslegen wollen und was richtig ärgerlich ist, wenn man Unkosten hat, sei es durch Spritkosten oder Bahnticket und der Typ schreibt noch eine halbe Stunde mit dir, das er gleich da wäre und 5 Minuten vor Treffen wird man blockiert.

Dein Text ist genial geschrieben und ich musste auch schmunzeln und hab den ein oder anderen Kunden vor mir gesehen. 

Dankeschön 

 

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Juhuu, endlich wieder Schubladen!...

Stellt sich mir die Frage ob ihr alle blockt die in WA nach Location und Konditionen fragen.

Das hier ist wie ein Online-Shop wo bei manchen Artikeln keine Preise stehen, wer dann auf Nachfrage nicht reagiert,

weil kein Liebesroman geschrieben wurde, muss sich nicht über den Umsatz beklagen....

So, wie das hier steht, ist den meisten "Kategorien" egal ob die Dienstleistungsstunde 100 oder 900€ kostet, träumt weiter...

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Am 11.7.2022 um 09:20 schrieb Anonymous:

Ansonsten Super Text. Das ganze aus Sicht der Herren wäre auch mal sehr nice :)

@Buffalo-Fan: Ich arbeite daran. Allerdings ist es mit ein wenig Fantasie und Kreaivität durchaus möglich, die Kategorisierung auch auf den Bereich der Anbieterinnen zu transferieren.

Bin gerade wieder auf diesen Thread gestoßen. Ich mag die Texte von Tantra-Lady auch, und werde mir passendes aus meiner Kundensicht überlegen. Bis dahin freue ich mich auch auf persönliche Zuschriften mit Vorschlägen oder Beispielen.

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Ich glaube, dass man auch ein Kaiser sein kann. wenn Geld eine Rolle spielt. Reichtum ist nicht unbedingt ein Teil von positiven Werten, die ein mensch haben kann. Es gibt Menschen, denen aus Grund äußerer Umstände Reichtum versagt ist, weil sie z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht Vollzeit arbeiten können o.ä.  Trotzdem gibt es sicherlich "kaiser" unter diesen, einfach weil sie Werte, Benehmen und Respekt haben, und auch eine SDL wie eine Göttin behandeln können.

 

 Just my 2 cents...

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Am 14.1.2024 um 21:18 schrieb Anonymous:

Ich glaube, dass man auch ein Kaiser sein kann. wenn Geld eine Rolle spielt. Reichtum ist nicht unbedingt ein Teil von positiven Werten, die ein mensch haben kann. Es gibt Menschen, denen aus Grund äußerer Umstände Reichtum versagt ist, weil sie z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht Vollzeit arbeiten können o.ä.  Trotzdem gibt es sicherlich "kaiser" unter diesen, einfach weil sie Werte, Benehmen und Respekt haben, und auch eine SDL wie eine Göttin behandeln können.

 

 Just my 2 cents...

Sie schrieb: "er möchte, was er sieht, Geld spielt keine Rolle". Und du hast das völlig falsch aufgefasst. 

Natürlich gibt es auch Damen, die sich auch der Mindestlöhner leisten kann. Die sind genauso nett, hübsch, leisten gute Arbeit. 

Der "Kaiser" kann JEDE nehmen, ohne zu diskutieren, auch die für 20€. Er guckt, zahlt, kommt.

Der Bettler kann sich die für 20€ leisten. Die ist genauso hübsch und fähig wie die für 300€. Aber er will die "Teure", weil sie ja definitiv besser sein muss. Stimmt gar nicht. Aber er - weil er sich die für 300 nicht leisten kann und die für 20 nicht will - versucht dann die 300-Dame auf 20 runterzuhandeln. 

DARUM geht es! Man sucht sich, was man sich leisten kann und ist dann mit inneren Werten eben ein Kaiser. Sucht man sich was, was nicht bezahlen kann, wird man auch mit Charakter mein Kaiser, weil man schlicht ein Bettler ist.  Keine Frau muss sich runterhandeln lassen. 

By the way: der Kunde der sich nur ne günstigere Dame leisten kann und die dann auch auswählt ohne noch mehr Nachlass zu fordern, ist charakterlich genauso ein Kaiser, wie einer, der auch ne Frau für 1000/h nimmt, sie aber schlecht behandelt und plötzlich zusätzliche Dienste ohne Aufschlag fordert, charakterlich ein Bettler ist. 

Fazit: hier geht's nicht rein um die Knete, die ein Kerl ausgeben kann. Es geht um die, die er ausgeben will und wie er eine Frau dazu bedrängen will, für wenig Geld alles zu machen!

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Ich denk ich seh mich irgendwo zwischen Kaiser und Bürger Typ B. Die sache darf gerne was Kosten, ich möchte ja das sie auch Spaß hat und sie ein wenig verwöhnen. Ist doch schöner wenn beide ein angenehmes erlebnis haben.

Nur eine Kaiserliche Geldbörse hab ich noch nicht 😂

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Du sagst es! *seufz*   ich habe es in letzter Zeit verstärkt mit Spinnern, Spannern und Zeitdieben zu tun.

Und natürlich mit Bilderjägern... Ich habe da mein ganz spezielles Verfahren: ich schicke immer ein sehr ausführliches anatomisches Foto-mit der Anmerkung: "Du wolltest ein Nackfoto von mir - bitteschön, hier ist eins."

[edit by Mod, Bild entfernt. Bild eines lässig posierenden Skeletts]

Heute war da einer total beleidigt und meinte, mein Humor gefiele ihm nicht. SEIN Problem

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Noch ein netter Schnörkel zum Thema "Altersdiskriminierung" : da habe ich doch hier vor kurzem einen sehr aufschlussreichen Schriftwechsel mit einem TN gehabt, dem ich erstmal kräftig Bescheid stossen musste , bevor ich ihn gesperrt habe. Der nette Mensch fragte nach einem Termin und wollte dann wissen, wie viel ich für "15 bis 20 Minuten" an Honorar haben wollte. Daraufhin habe ich ihm geantwortet, dass ich kein Discounter und kein Schnellimbiss bin - ich nehme mir Zeit für meine Gäste und erwarte im Gegenzug, dass SIE sich auch Zeit für MICH nehmen. Daraufhin kam folgendes Statement -und das bitte ich hier mal die Allgemeinheit, sich auf der Zunge zergehen zu lassen: "Effizienzgedanken? Eine invertierte Form der Paralypse gerne von Entitäten welche sich unter roten Laternen wiedergefunden haben gedanklich erhoben werden, weil der Raum innerhalb der realen Berufs- und Geschäftswelt nur noch schmale Korridore freigibt. .. auch wenn das allgemeine Rentenniveau eher zur Pfandsuche derzeit verlockt, darf an rechtzeitige Vorsorgegedanken mal erinnert sein. Überheblichkeiten sind Kompensationen welche nur da erscheinen , wo kognitive Valenzen sich eher im Mangelpol bewegen. "

ich habe dann gekontert, dass er seinen elaborierten Code sehr nett auswendig gelernt habe, aber doch bitte klipp und klar äußern solle, ob er sich eine Stunde guten qualifizierten Service wert sei. Daraufhin kam dann NOCH ein total geschwollenes Statement etwa derart dass eine abgetakelte alte Schachtel wie ich ( er drückte sich natürlich etwas vornehmer und verschlüsselter aus, aber es läuft letztlich darauf hinaus) doch bitteschön DANKBAR zu sein habe, wenn sie überhaupt noch jemand für sie interessiere. Es war dann von dem abgenadelten Baum die Rede, an dem das viele Lametta über den desolaten Zustand nicht hinwegtäuschen könne. Feststellung meinerseits. an SEINEM Baum müsse wohl eine Menge Lametta hängen - und er solle sich doch mal in eine Dating-Plattform für die Reifere Jugend einloggen - vielleicht findet er dort ja eine Pflegerin für seine alten Tage... DANKBAR für WAS? 

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