Fremdgehen ein Tabu oder stillgeschwiegene Lust?


Anonymous

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Ich danke für die vielen Kommentare hier, schade nur das sich das Ursprungthema in den Hintergrund bewegt hat mit kleinen Diskussionen fern ab des Thema. Daher danke ich Allen mit konstruktiver Meinung und Kritik hier. Ich denke ich komme etwas besser klar nun, auch wenn ich weiterhin mir meine Gedanken selbst machen muss. LG Markus

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Klar ist es ein Tabu! Maenner sind auch nicht toleranter als Frauen... ganz im gegenteil! Aber ein Mann kann sich alles erlauben...es ist cool! Eine Frau wird sofort als Miststuck bezeichnet...🥶

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Wenn ich in einer Beziehung bin spreche ich mit meinem Partner oder Partnerin darüber was für sie ok ist und was nicht. 

Wenn mein Date in einer monogamen Beziehung ist will ich das nicht wissen. Ist für mich instant ein schwacher und charakterloser Mensch. Solche Menschen versuche ich grundsätzlich zu meiden. Egal ob privat oder geschäftlich. 

Schließlich kann man immer gehen oder wenigstens so ehrlich sein und seinem Gegenüber sagen was Sache ist.  99% haben aber nicht den Arsch in der Hose offen und ehrlich mit ihrem gegenüber zu kommunizieren.  

Ich persönlich verachte so ein Verhalten.  

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Das ist von Jedem und für Jeden eine individuelle Sache. Ich würde es nicht grundsätzlich als "erlaubter" bei Männern wie bei Frauen beschreiben. Nur Frauen gehen es seltener oder geschickter wie Männer an, oder hat da Jemand andere Erfahrungen gemacht?

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vor einer Stunde schrieb Anonymous:

Das ist von Jedem und für Jeden eine individuelle Sache. Ich würde es nicht grundsätzlich als "erlaubter" bei Männern wie bei Frauen beschreiben. Nur Frauen gehen es seltener oder geschickter wie Männer an, oder hat da Jemand andere Erfahrungen gemacht?

Ich glaube "erlaubter" ist die falsche Formulierung. Wenn Männer fremdgehen, eine offene Beziehung oder mehrere Partnerinnen haben, dann ist da (zumindest von vielen anderen Männern) oft mit einer "Toller Hecht!" Reaktion zu rechnen. Wenn Frauen das so ausleben, werden sie ganz schnell als "Flittchen" oder "Schlampe" bezeichnet. Ich glaube auch nicht, dass Frauen seltener fremdgehen. Sie sind ggfs diskreter, machen es weniger auffällig und, so zumindest mein persönlicher Eindruck, wenn eine Frau fremd geht, dann hat sie sich oft auch schon innerlich von der Beziehung verabschiedet. Wenn dann nicht gerade Kinder, gemeinsames Haus oder ein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis  involviert sind, setzt sie das auch konsequenter in die Tat um und trennt sich. Bei Männern scheint sowas öfter jahrelang nebenher zu laufen, und die eigentliche Beziehung soll bitte schön fortgeführt werden.

Das ist natürlich jetzt etwas verallgemeinert und mit Sicherheit gibt es auch einen Haufen andere Szenarien. 

Grundsätzlich habe ich die Auffassung, dass Fremdgehen ein Zeichen dafür ist, dass entweder in der bestehenden Beziehung ein ungelöstes Problem besteht, oder die fremdgehende Person einfach nicht monogam ist. In beiden Fällen halte ich offene Kommunikation für wichtig, bin mir aber auch bewusst, dass Verlustängste, Scham, Angst vor Ablehnung oder den Reaktionen von Partner oder Partnerin, einen Menschen davon abhalten können, ehrlich zu sein. Ich würde nie einen Menschen deswegen verachten, wenn er (oder sie) sich nicht traut, sich dem Gegenüber zu öffnen, aber auf Dauer verfestigt sich sowas, und wird immer belastender.

Allerdings toleriere ich in meinen eigenen privaten Beziehungen keinen Mangel an Toleranz oder "Betrug". Ich lebe polyamor,  da hat mangelnde Ehrlichkeit, sich nicht an Absprachen halten oder relevante Dinge verschweigen ungefähr dieselbe Qualität wie "fremdgehen".

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