Prostitution sei illegal und Drogenmilieu


Anonymous

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Momentan habe ich massiven Ärger mit den typischen Stigmata.

Ständig werde ich beschuldigt, ich handele mit Drogen, nur weil ich mich ganz brav nach Gesetz angemeldet habe. Sämtliche blöde Aussagen hierzu von seiten der Behörden wie Polizei und co. beantworte ich dann immer wie folgt:"Wissen Sie, gehen Sie doch mal nach Frankfurt in die Kaiserstraße. Da können Sie sich mal ansehen, wie echte Drogensüchtige aussehen."

Damit ist diese Diskussion für mich oft beendet, weil ich mich nicht hierzu erklären muss. Ich habe mich für Sexdienstleistungen angemeldet, nicht für den Drogenhandel.

 

Aber auch so bekomme ich immer wieder von sämtlichen Leuten Rückmeldungen, die Prostitution sei illegal, das SEK würde meine Wohnung stürmen, wenn ich mich nicht abmelde und sonstige blöde Aussagen hierzu.

Behörden blocken allgemeine Fragen nach Angabe des Berufsbildes einfach ab, momentan ist es einfach mein Hauptberuf (Ja, ist halt so.).

 

Erklärungen wie, dass es mittlerweile das ProstSchG gebe und die Prostitution schon lange nicht mehr sittenwidrig ist, werden in etwas so abgetan:"Das haben Sie sich doch nur ausgedacht.", "Das stimmt nicht. Die Prostitution ist weiterhin ein geschäftlicher Graubereich und einen Anspruch auf Entlohnung gibt es nicht.", "Die Prostitution findet immer auf der Straße statt. Ihre Aussagen können nicht stimmen." u.ä.

 

Ich bin verzweifelt und möchte den Leuten am liebsten die schönen Gesetze direkt vor die Stirn tackern.

 

Mitterlweile war ich mehrfach auf dem Polizeirevier wegen dieser Aussagen und bin wirklich wütend, weil ich dann den Ärger habe und einen Gegenbeweis jedesmal erneut bringen muss, dass es eine Anmeldung als Prostituierte in Deutschland gibt, damit es überhaupt mal behördlich weitergeht.

 

Wie soll ich in diesem Problem vorgehen, wenn selbst die Anwälte teilweise sagen, Prostitution ist illegal und in Deutschland nicht erlaubt?

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Wer beschuldigt dich, wer sind sämtliche Leute? Was machst du warum auf dem Polizeirevier? Du darfst nicht erwarten, das sich Hans Wurst mit den Gegebenheiten der Gesetzeslage abseits seiner persönlichen Interessen beschäftigt. Der ist nämlich schon bei Zetteln wegen zu schnellen Fahrens oder Parkverstößen beim Anwalt und sucht rechtlichen Rat. Erwarte bitte nicht, das die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung sich mit der Gesetzeslage auskennt oder schon einmal etwas vom PSchG gehört oder gelesen haben. 80% interessieren sich nicht einmal rudimentär dafür, haben aber vor einer Ewigkeit irgendwann einmal irgendetwas darüber gelesen und halten es für den Stein der Weisen. Einfach bloßstellen, wenn dir jemand blöd kommt: "Wenn du noch nicht einmal die Basics der Gesetzgebung kennst willst du dir doch hoffentlich keine Meinung über mich erlauben, die näher bei den Gebrüdern Grimm als an der Realität liegt?". "Mach dich erst einmal schlau, dann können wir wenigstens ein wenig auf Augenhöhe miteinander reden". Es gibt zu allen Belangen Menschen mit falschen vorgefertigten Meinungen. Je geringer der Intellekt, je weniger in der Lage, zu lernen und zu hinterfragen, umso grotesker sind einige Meinungen verschroben und desto polarisierender sind sie überall zu finden. Mich belustigt dann so eine Aussage mehr als das sie mich ärgert. Es gibt auch Menschen, die wollen oder müssen dumm sterben, weil sie ihrer Bildung und Reflektion selbst im Wege stehen....

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magst du vielleicht mit dona carmen oder einer anderen beratungsstelle reden?

aus deiner gegend hört man öfters so merkwürdige dinge. da ist teilweise automatisch der sozialpsychiatrische dienst die zuständige abteilung für sexarbeitende.^^

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

magst du vielleicht mit dona carmen oder einer anderen beratungsstelle reden?

aus deiner gegend hört man öfters so merkwürdige dinge. da ist teilweise automatisch der sozialpsychiatrische dienst die zuständige abteilung für sexarbeitende.^^

Würde ich schon gerne, aber Dona Carmen ist leider immer nie erreichbar wenn ich anrufe, die Mailadressen sind irgendwie veraltet und so komme ich nicht durch.

Das es hier in der Gegend viele illegale Prostituierte gibt, die kein Aufenthaltsrecht haben, ist nichts neues. Allerdings sollte das nicht heißen, dass man auch deutsche Frauen, die sich brav anmelden.

 

@Platon8: Junger Mann, machen Sie mal langsam mit ihren Argumenten! Niemand erwartet hier, dass sich jeder mit allen Gesetzeslagen auskennt und das auch außerhalb seines persönlichen Interesses. Das steht nirgendwo. Das deutsche Gesetz kennt immerhin laut Google über 4000 Gesetze. Wer das schafft, Respekt.

Aber wenn ich bei Gericht oder der Polizei arbeite, dann habe ich zumindest im Kopf zu haben, dass die Prostitution in Deutschland nicht illegal ist und wenn ich es nicht besser weiß, dann schlägt man notfalls die Gesetzeslage nach. Das ist deren Job.

Anderweitig haben wir in Deutschland plötzlich erlaubte Lynchjustiz, nach der wir alle unsere eigene Gesetzeslage zur Prostitition machen.

Das geht so nicht.

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