Tauschhandel/Naturalleistungen statt Bezahlung


Anonymous

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Die Zeiten werden finanziell immer enger für sehr viele Menschen, allerorts wird geklagt und es wird sich zur Decke gestreckt. 

Frage 1: Würden Sexdienstleisterinnen darauf einsteigen statt Barem bspw eine Dienstleistung (Schreiner, Mechaniker, Elektriker usw) oder Warenleistung (Reifen für´s Auto, Unterhaltungselektronik, benötigte Kleidung bis hin zu Lebenmittel annehmen?

Frage 2: Würden Männer eine sexuelle Dienstleistung in Anspruch nehmen wenn sie dafür statt mit Geld mit ihrer Arbeitsleistung oder mit Warenleistungen bezahlen könnten?

 

So würden sich viele was sparen denn abgerechnet würde zum marktüblichen Preis während zB der Reifenhändler die Reifen sicher etwas günstiger beziehen kann.

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Guten Morgen, 

ZU 1)

auch wenn die Zeiten finanziell immer enger werden ist das absolut keine Option. Meine SDL  Arbeit ist mein Beruf und  ein Beruf wird in Geldwert entlohnt.  Wenn ich als Sekräter**/Elektriker**/Taxifahrer**/Verkäufer**/Bahnbeamte** und so weiter  arbeite, werde ich  in Geld bezahlt.

Ich muß meinen Stromanbieter/Gaslieferant/Vermieter/Krankenkasse/Verischerungen/Auto Haus/Reparaturservices und so weiter, auch in Geldwert entlohnen. Die wären sicher nicht begeistert, wenn ich anbiete anstatt Geld zahle ich dir  ein Kilo Mehl, 12 Eier und 10 Liter Milch.Mit IPhone oder Laptop . Meine Krankenkasse bekommt anstatt meiner Beiträge  das Angebot bei Ihnen auszuhelfen, wenn nicht genug Personal da ist.Komme zum Autoputzen zum Autohaus um meine Reperaturkosten abzuarbieten .

Wir leben in einem Bargeld System und selbst wenn die Politik es  schafft Bargeldzahlungen irgendwann abzuschaffen, wird alles über ein Karte laufen. Aber sicher nicht über ein Karte die nur  einen TAUSCHHANDEL verifiziert.

Der Name  KAUFMICH.COM  alleine  sagt schon das es hier um Geldwert Entlohnung geht.Wäre der Plattform  der Sinn nach TAUSCHHANDEL gestanden würde der Name TAUSCHE SEX .COM  federführend da stehen.

Dann weiter zum Steuerthema. Ich fürchte das weder das Düsseldorfer Model, noch irgend ein  Finanzamt  ernsthaft meine Stuererklärung  annimmt. Oder mir das gar glaubt, das ich mich nur mit Warenwerten entlohnen lasse.Und vor allem: mich ernsthaft  über Tauschhandel am Leben erhalte!

 

ZU 2)

es gibt mit Sicherheit Männer die freudestrahlend Dates gegen Warenwerte "kaufen" würden. Diese " ich will 1 Stunde Sex und gebe dir dafür mein I Phone/Xbox/ESSEN GEHEN IM ADLON und so weiter" Kunden  kennen bestimmt mehrere Kolleginnen.

 Zu deinem letzen Satz:

vor 5 Stunden schrieb Anonymous:

wo würden sich viele was sparen denn abgerechnet würde zum marktüblichen Preis während zB der Reifenhändler die Reifen sicher etwas günstiger beziehen kann.

das klingt wie Aufforderung zur Steuerhinterziehung ,  eine absolute Tabuzone , für beide! Also ich lege  keinen Wert darauf eine Anzeige wegen Stuerhinterziehung zu kassieren. Und jeder halbwegs vernünftige Kunde  möchte das sicher auch nicht.

just----my----two---cents----

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Sobald mein Vermieter, Stromanbieter, Katzenfutterverkäufer etc. im Gegenzug meines Geldes Naturalien nimmt, bin ich sofort dabei.

Aber ehrlich gesagt: NEIN! Ich bin aber gerne bereit, bei Stammgästen da und dort mal Preisermäßigung anzubieten. 

Letztendlich handelt es sich nicht um einen Freundschaftsdienst, sondern um ein Geschäft (auch wenn es um gemeinsame Zeit geht). Und die monetäre Abgeltung stellt auch eine Form des Respekts gegenüber der Dienstleistung und der Dienstleister*in dar. 

Für uns alle ist alles teurer geworden. 

Vielleicht eine etwas klarere Formulierung: Wer sich PaySex nicht leisten kann oder will (in den aller meisten Fällen gehts eher ums Wollen), muss halt sparen oder sich mit der eigenen Partner*in vergnügen. Manchmal muss man pragmatisch sein und ein Handwerker wird wohl auch lieber den schnöden Mammon nehmen, als ein Liter Milch!

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Gerade eben schrieb Anonymous:

Sobald mein Vermieter, Stromanbieter, Katzenfutterverkäufer etc. im Gegenzug meines Geldes Naturalien nimmt, bin ich sofort dabei.

Aber ehrlich gesagt: NEIN! Ich bin aber gerne bereit, bei Stammgästen da und dort mal Preisermäßigung anzubieten. 

Letztendlich handelt es sich nicht um einen Freundschaftsdienst, sondern um ein Geschäft (auch wenn es um gemeinsame Zeit geht). Und die monetäre Abgeltung stellt auch eine Form des Respekts gegenüber der Dienstleistung und der Dienstleister*in dar. 

Für uns alle ist alles teurer geworden. 

Vielleicht eine etwas klarere Formulierung: Wer sich PaySex nicht leisten kann oder will (in den aller meisten Fällen gehts eher ums Wollen), muss halt sparen oder sich mit der eigenen Partner*in vergnügen. Manchmal muss man pragmatisch sein und ein Handwerker wird wohl auch lieber den schnöden Mammon nehmen, als ein Liter Milch!

keinen Freundschaftsdienst ... wollte ich sagen.

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ja haben wir denn schon den 1.April?

Aber Spaß bei Seite und ernsthaft antworte:

Jede Dienstleistung auf dem Arbeitsmarkt  wird bezahlt und zwar in barer Münze. Egal für was, wann und wo. Wenn ich was brauche dann kaufe ich mir das von meinem verdienten u. korrekt versteuertem  Geld. Punkt !

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das war ein Witz richtig? Ich habe schon viel gehört und gelesen, aber topt alles bisherige.

9 hours ago, Anonymous said:

Die Zeiten werden finanziell immer enger für sehr viele Menschen, allerorts wird geklagt und es wird sich zur Decke gestreckt. 

Joah, das stimmt schon , aber  wenn ich nicht genug Geld habe um mir 2x im Monat einen Fick gönnen zu können, dann gehe ich halt nur  1x im Monat zu einer Lustdame. so what? Ich fange da doch nicht mit  Tauschhandel wie im Mittelalter an.

Hat etwas mit  Respekt auf sich, die Damen nicht , wie in einer  Armenviertelkneipe aus dem 19 Jahrhundert im  finsteren Londoner Westend, für 2 Bier auf einem dunklen Hinterhof zu zerren.

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vor 9 Stunden schrieb Anonymous:

Die Zeiten werden finanziell immer enger für sehr viele Menschen, allerorts wird geklagt und es wird sich zur Decke gestreckt. 

Ich bin ja nun nicht mehr der Jüngste, aber egal auf welchen meiner Lebensabschnitte ich zurückblicke: Genau dieses Gejammere gab es schon immer, nicht erst "in diesen Zeiten". Es wird sicher für einige Menschen enger, aber ob das auch für viele gilt, wage ich zu bezweifeln. Interssanterweise sind fast überall die teuersten Restaurants, Hotels, Flüge, etc. zuallererst ausgebucht. Und ich habe schon in einem anderen Thread oder Blog geschrieben, dass dies auch für die SDLs gilt, die höhere Honorare aufrufen. Jammern auf hohem Niveau ist scheinbar eine deutsche Tugend.

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vor 19 Minuten schrieb Anonymous:

Ich bin ja nun nicht mehr der Jüngste, aber egal auf welchen meiner Lebensabschnitte ich zurückblicke: Genau dieses Gejammere gab es schon immer, nicht erst "in diesen Zeiten". Es wird sicher für einige Menschen enger, aber ob das auch für viele gilt, wage ich zu bezweifeln. Interssanterweise sind fast überall die teuersten Restaurants, Hotels, Flüge, etc. zuallererst ausgebucht. Und ich habe schon in einem anderen Thread oder Blog geschrieben, dass dies auch für die SDLs gilt, die höhere Honorare aufrufen. Jammern auf hohem Niveau ist scheinbar eine deutsche Tugend.

Das ist halt eher eine Frage der Priorität, die jeder für sich sehr individuell festlegt. In meinem Umfeld haben Wenige das Problem einen 1wöchigen Skiurlaub um 3.000 € zu buchen, aber kaufen billig bei Primark und Co ein. Wir leben in spannenden Zeiten! 

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vor 4 Stunden schrieb Anonymous:

N E V E R  ! das ist Schnapsidee, sorry sage. Darüber auch  nur  nachdenken  ist soweit hergeholt, das es fast weh tut.

 

Bitte nicht falsch verstehen, DAS ist nicht meine Idee oder meine Aufforderung sondern lediglich eine Frage angeregt durch ein Gespräch das ich mit einem Kunden hatte. 

Grundlage des Gespräches war dass sich die Zeiten wiederholen und es vielleicht sogar wieder dazu kommt wie es schon mal war, das Geld war wertlos und die Menschen arrangierten sich mit der Situation indem sie ideenreich wurden aus der Not heraus.

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vor 57 Minuten schrieb Anonymous:

Das ist aber auch kein Tausch

Einen Gedanken weiter denken bitte, auch die Verwendung von Geld ist letzten Endes ein Tauschhandel, halt ein Tauschhandel bei dem mindestens ein Dritter mitschneidet.

 

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

Ich glaube das wir nicht funktionieren. Vielmehr sollte jeder mal erkennen was er sich leisten kann und was nicht.

Auch wenn ich selber dem System wenig abgewinnen könnte, so denke ich trotzdem dass es letzten Endes eine der Optionen sein würde oder wird wenn alles zusammen brechen würde. Klar ist das ganze (noch) eher eine philosophische Überlegung.

 

Zur Veranschaulichung: Ich denke nicht dass es eine Frage des "leisten könnens" ist wenn man Hunger hat, egal ob man sich Nahrung leisten kann oder nicht, das wird den Hunger nicht wirklich beeinflussen. Da es uns immer noch allen sehr gut geht, wird auch niemand auf die Idee kommen eine Katze zu essen, in Krisenzeiten und Hungersnöten war dies dennoch gebräuchlich bei Menschen die heute nicht mal auf die Idee kommen würden.

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vor 4 Minuten schrieb Anonymous:

Bitte nicht falsch verstehen, DAS ist nicht meine Idee oder meine Aufforderung sondern lediglich eine Frage angeregt durch ein Gespräch das ich mit einem Kunden hatte. 

Grundlage des Gespräches war dass sich die Zeiten wiederholen und es vielleicht sogar wieder dazu kommt wie es schon mal war, das Geld war wertlos und die Menschen arrangierten sich mit der Situation indem sie ideenreich wurden aus der Not heraus.

Naja, in Zeiten der Not würde ich PaySex aber nicht an die erste Stelle der Bedürfnispyramide stellen. PaySex war schon immer eher ein Luxus und weniger ein Bedürfnis, das durch Sexarbeiter*innen gestillt werden musste. Die Naturalwirtschaft war primär in Kriegszeiten relevant. Kann mich da noch gut an die Erzählungen meiner Großeltern erinnern. Wir sollten froh sein, dass wir nicht in dieser Lage sind, aus Mangel an Devisen mit Naturalien zu handeln. 

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

Sobald mein Vermieter, Stromanbieter, Katzenfutterverkäufer etc. im Gegenzug meines Geldes Naturalien nimmt, bin ich sofort dabei.

Aber ehrlich gesagt: NEIN! Ich bin aber gerne bereit, bei Stammgästen da und dort mal Preisermäßigung anzubieten. 

Letztendlich handelt es sich nicht um einen Freundschaftsdienst, sondern um ein Geschäft (auch wenn es um gemeinsame Zeit geht). Und die monetäre Abgeltung stellt auch eine Form des Respekts gegenüber der Dienstleistung und der Dienstleister*in dar. 

Für uns alle ist alles teurer geworden. 

Vielleicht eine etwas klarere Formulierung: Wer sich PaySex nicht leisten kann oder will (in den aller meisten Fällen gehts eher ums Wollen), muss halt sparen oder sich mit der eigenen Partner*in vergnügen. Manchmal muss man pragmatisch sein und ein Handwerker wird wohl auch lieber den schnöden Mammon nehmen, als ein Liter Milch!

Gut, so denke auch ich und sehr ähnlich habe ich auch dem Kunden geantwortet der mich in diese (wirklich Interessante) Thema verwickelt hat (von den gebuchten 3 Stunden hatten wir nur 30 Minuten Sex weil uns das Gespräch beide so gefesselt hat). Meine Argumente hielten jedoch allesamt seiner Frage warum es denn dann in Krisenzeiten immer so gemacht wurde überall auf der Welt, nicht stand und ich musste ihm recht geben dass es wohl wieder so würde. Denn Eines ist sicher, wenn sonst nichts mehr geht dann treten die Grundbedürfnisse des Menschens plötzlich sehr stark in den Vordergrund. Nicht umsonst wurden Huren in Kriegszeiten durchaus mit Lebensmittelmarken oder anderen Naturalien bezahlt (das ist nun mal nicht von der Hand zu weisen).

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

ja haben wir denn schon den 1.April?

Aber Spaß bei Seite und ernsthaft antworte:

Jede Dienstleistung auf dem Arbeitsmarkt  wird bezahlt und zwar in barer Münze. Egal für was, wann und wo. Wenn ich was brauche dann kaufe ich mir das von meinem verdienten u. korrekt versteuertem  Geld. Punkt !

Sehe ich genauso. Nur ist das halt dem "DERZEIT" geschuldet. Ich denke nicht dass ich in der absoluten Krise diesem Standpunkt zuliebe gern hungern und frieren würde.

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Hat etwas mit  Respekt auf sich, die Damen nicht , wie in einer  Armenviertelkneipe aus dem 19 Jahrhundert im  finsteren Londoner Westend, für 2 Bier auf einem dunklen Hinterhof zu zerren.

Das war damals möglich weil ??   ...

 

Mit etwas Mut einen Gedanken weiter zu denken entdeckt man dass es wenig bringt sich die Realität weg zu ignorieren und die Realität schreit einem dann ins Gesicht dass die Zeichen zukünftig auf Sturm deuten. 

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vor 9 Minuten schrieb Anonymous:

Nicht umsonst wurden Huren in Kriegszeiten durchaus mit Lebensmittelmarken oder anderen Naturalien bezahlt (das ist nun mal nicht von der Hand zu weisen).

Damals hatten Huren auch keine Rechte oder gesetzlichen Schutz und waren ihren Zuhältern und Freiern völlig ausgeliefert. Wie gesagt, wir sollten froh sein, dass wir eben keinen Krieg haben und Männer sich den Luxus einer Sexarbeiterin leisten kann. Wenn ers nicht kann, dann kann er sich diesen Luxus nicht leisten. Ich kann auch nicht jammern, mir keine Rolex leisten zu können, weil mein Budget nur eine Swatch zulässt. 

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Ich bin ja nun nicht mehr der Jüngste, aber egal auf welchen meiner Lebensabschnitte ich zurückblicke: Genau dieses Gejammere gab es schon immer, nicht erst "in diesen Zeiten". Es wird sicher für einige Menschen enger, aber ob das auch für viele gilt, wage ich zu bezweifeln. Interssanterweise sind fast überall die teuersten Restaurants, Hotels, Flüge, etc. zuallererst ausgebucht. Und ich habe schon in einem anderen Thread oder Blog geschrieben, dass dies auch für die SDLs gilt, die höhere Honorare aufrufen. Jammern auf hohem Niveau ist scheinbar eine deutsche Tugend.

Du hast recht und ich bestätige das auch gern aus eigener Erfahrung. Ich bewege mich selber im Hochpreissegment und könnte nicht klagen bezüglich meiner Buchungslage. Selbst in Krisen wird es auch immer ein paar Menschen geben die von der Krise profitieren und sich deshalb Teures gönnen. Zweifellos gibt es aber bereits in der Niedrigpreisschiene einen erbitterten Konkurenz und Preisdruck mit einer Tendenz zum immer noch billiger (worunter halt letztlich irgendwann die Qualität leidet wie ich ebenfalls in einem anderen Thread bemerkt und erläutert habe).

 

Meine Frage bezieht sich auch nicht darauf ob es denn nun schon so weit sei, mich interessiert lediglich wer heute schon sagt was er nie und nimmer tun würde und dann in der Krise vielleicht doch ganz anders sieht. Der Mensch belügt sich gern selber und schafft es dabei die Realität, die sich in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen hat, komplett zu ignorieren.

Ich war selber überrascht als mich ein Kunde in dieses Thema gesprächstechnisch verwickelt hat und ich eigentlich genauso reagiert habe wie die Meisten hier und mich fast zwingen musste seinen Argumenten nicht gedankenlos ein NEIN entgegen zu setzen, denn letztlich hat er recht, fast jede SDL würde auf das einsteigen wenn die Alternative dazu hungern und frieren heissen würde.

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Wenn sich mal Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablieren, wäre ich dabei. 

Die Ausgangslage meiner Frage wären Zeiten in denen es auch keine Krypto mehr gibt, also wirklich in der absoluten Krise wo es um Hungern oder Frieren geht. Nur eben die "schaumgedämpfte" Formulierung in Anlehnung an derzeitige Verhältnisse. Ist meiner Meinung nach einfach ein sehr guter Filter um zu erkennen wie schnell man von Grundsätzen abweicht wenn man nur einen einzigen Gedanken weiter denkt. 

Die Starrheit und das Richtungsdenken sind schon ziemlich gute Eigenschaften für ein falsches Sicherheitsempfinden und ziehen die Enttäuschung über sich fast schon zwingend hinter sich her.

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Das ist aber auch kein Tausch

Ok, bitte erkläre mir mal was die Verwendung eines Zahlungsmittels denn sonst ist. Es ist IMMER ein Tausch egal ob nun Euro, Dollar, Krypto, Kaurimuscheln und dergleichen. Du tauscht einen Platzhalter (nichts anders ist Geld) gegen etwas das du haben willst oder das du anbietest ein. Der einzige Unterschied von Geld zum bekannten Tausch ist dass beim Geldverkehr noch mindestens ein Dritter mitschneidet was dem Geld den Realwert natürlich nach und nach nimmt. 

 

Beispiel: Wir haben eine gewisse Anzahl an Äpfeln die im Wert einer gewissen Anzahl von Kartoffeln entspricht oder dem Wert einer gewissen Masse an Milch, Eiern usw. Nun tauscht der Apfelbesitzer mit dem Nachbarn und der Wert der getauschten Waren bleibt gleich. Zwei Leute haben eine Leistung erbracht und tauschen nun ihre Produkte, jeder erhält einen gleichwertigen Gegenwert.

Jetzt machen wir das Ganze mit Geld: Plötzlich kommt ein Dritter dazu der eigentlich nix produziert hat (nämlich Bank) und zwangsweise muss das Ursprungsprodukt an Wert verlieren nämlich genau den Wert den der nichtproduktive Dritte als seinen Ertrag deklariert.

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ME liegt hier ein grober Denkfehler vor. Ich kann nur dann Naturalien tauschen, wenn ich es auch brauchen kann. Wenn jemand nur Eier zu bieten hat, ich aber keine Eier brauche, so kann er auch meine Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen. Also muss Geld stattdessen hergenommen werden, weil Geld stellvertretend für alle Waren und Dienstleistung ist.

Wenn also die Naturalwirtschaft funktionieren soll, müssen alle beteiligten Parteien wissen, was der andere braucht. Ist das nicht klar, wird diese Form des Tauschs auch nicht funktionieren.

Komplexer ginge es, ich kenne Person B, die die Eier brauchen könnte und Person B gibt mir stattdessen Butter, die ich wiederum brauchen kann. Das ist eben der Grund, warum das Geld die Naturalwirtschaft abgelöst hat. 

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