BDSM Glossar

BDSM Glossar – Abkürzungen und Begriffe in der BDSM Szene

In unserem BDSM Glossar möchten wir Euch die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe vorstellen. Dies ist insbesondere für Einsteiger mit wenig Erfahrung interessant, die noch nicht wissen, was z.B. Bondage oder CBT bedeutet. Und für die Profis unter Euch: Teilt uns mit, welcher Begriff noch fehlt, sodass unser Glossar immer auf dem neuesten Stand ist.

Begriffe und Abkürzungen

A

Abbinden = durch abbinden soll der Blutfluss in bestimmte Körperteile unterbrochen werden, um sie empfindlicher für Berührungen zu machen

Absprachen = hier sind gegenseitige Vorlieben und Tabus gemeint, über die man sich vor einer Session austauschen muss. Dazu gehören auch Safewords

Analverkehr = Geschlechtsverkehr, wo der Penis in den Anus geführt wird

Anilingus = auch Rimming genannt, bezeichnet Oralsex, bei der Anus und Darmregion mit der Zunge geleckt wird

Atemkontrolle = der dominante Part kontrolliert die Atmung des Subs

B

BDSM = englische Abkürzung für Bondage, Discipline, Dominance und Submission, Sadismus und Masochismus

Bondage = Fesselungen, um die Bewegungsfreiheit einzuschränken, aber auch für ästhetische Zwecke gedacht

Bottom = der passive Partner bei BDSM Spielen

C

Caning = Züchtigung mit dem Rohrstock

CBT = Cock and Ball Torture, d.h. Penis- und Hodenfolter

Consensal = einvernehmlich

Cross Dressing = Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts

Cuckold = bezeichnet den Mann in einer festen Partnerschaft, der seiner Partnerin bei Spielen mit anderen Männern zuschaut und dadurch sexuelle Befriedigung erlangt

D

devot = d.h. unterwürfig, siehe auch Sub, Bottom

dom = der dominante Part in einer BDSM Session, der Befriedigung aus der Macht und Kontrolle über den Sub findet

Domina = auch Mistress oder Herrin genannt; eine Frau, die den dominanten Part übernimmt

Dungeon = engl. Verliess, bezeichnet den Raum für BDSM Spiele

DWT = Damenwäscheträger

E

Elektrische Spiele = erzeugen von sexueller Stimulanz durch hinzufügen von Strom

EL = Eier lecken

Erziehung = Disziplinierungsspiele

F

Femdom = Abk. für female domination, d.h. weibliche Dominanz

Fetisch = sexuelle Fixierung auf bestimmte Materialien, Gegenstände oder Körperteile, z.B. Füsse

Flagellation = engl. für auspeitschen

footjob = stimulieren des Penis mit den Füssen

G

Gerte = Schlaginstrument, dünner und biegsamer Stock

golden shower = auf den Körper von jemanden urinieren, siehe auch Natursekt

H

Halsband = wird meist von Subs getragen und symbolisieren den Besitz des Doms über den Sub

I

Injektion = eine Praktik von Klinikerotik (weisser Bereich); hier werden meist sterile Flüssigkeiten in den Körper gespritzt, was medizinische Kenntnisse voraussetzt

J

japan Bondage, auch Shibari genannt, kunstvolle Fesselung

K

Kaviar = Kot

Klinikerotik =  auch Doktorspiele oder Klinikspiele genannt; Rollenspiel zwischen Arzt und Patient

Klismaphilie = sexuelle Vorliebe für Einläufe

Knebel = Gegenstand, um den Mund zu verschliessen

Kinbaku = kunstvolle japanische Fesselkunst, siehe auch Bondage

L

Lack, Latex und Leder = beliebtes Material und Kleidung im BDSM, dient auch als Fetisch

M

Masochismus = die Lust am Schmerz, benannt nach Leopold von Sacher-Masoch

Mumifizierung = Körper oder Körperteile werden umwickelt, zumeist mit Frischhaltefolie

N

Natursekt = Urin

neunschwänzige Katze = Peitsche mit geflochtenen Enden

O

Objektifizierung = Sub wird als Objekt behandelt

Geschichte der O = sadomasochistischer Roman von Pauline Réage über weibliche Unterwerfung

Ring der O = eisener Ring; Erkennungszeichen in der BDSM Szene

P

Paddle = flaches Schlaginstrument aus Holz oder Leder

Pegging = eine Frau penetriert einen Mann anal mit einem Strap-On (Umschnalldildo)

Petplay = Rollenspiel, bei der ein Sub in die Rolle eines Tieres schlüpft

Podophilie = sexuelle Vorliebe für Füsse, siehe auch Fetisch

Q

Queening = auch Facesitting genannt, ist die Sexpraktik, bei der man dem Partner sein Geschlechtsteil auf dem Gesicht platziert

R

RACK = Abk. für risk aware consensual kink, bezeichnet eine BDSM Grundregel für einvernehmliches und risikobewusstes Handeln

Rigger = bezeichnet den aktiv fesselnden Part bei einer Bondage

S

Sadismus = Lustgewinn durch Demütigung und Quälerei anderer Menschen und Tiere, das Gegenteil von Masochismus

Safeword = Codewort für die Sicherheit beim Spiel, das vor der Session vereinbart wird und zum Abbruch führt

Spanking = jemanden den Hintern verhauen, mit der Hand oder dem Paddle

safe, sane, consensual (SSC) = Grundregel beim BDSM und bedeutet gegenseitiges Einverständnis

Sub = Abk. für submissive, bezeichnet den unterwürfigen, devoten Part einer Session

Switcher = bezeichnet eine Person, die sich nicht auf eine Rolle festlegt, sondern aktiv und passiv spielen möchte

T

Tease and denial = englische Abk. für erregen und verweigern, Sexualpraktik zur Steigerung der Erregung, ohne den Orgasmus zu erreichen

TPE = total power exchange, bezeichnet Machtverhältnis zwischen Partnern zu jederzeit (auch in der Öffentlichkeit)

Tunnelspiele = Spiele, die nicht mehr abgebrochen werden können, durch den Einsatz von Potenzmitteln oder Verwendung von brennenden Cremes, Nesseln u.a.

U

Urophilie = sexuelle Vorliebe für Urin

V

Vanilla = Bezeichnung für Menschen, die Sex ohne BDSM praktizieren

Verbalerotik = Dirty Talk

W

Wachs = Verwendung von heissem Wachs, das auf den Körper tropft

watersports = englische Bezeichnung für Spiele mit Urin, siehe auch Golden Shower, Natursekt

Z

Züchtigung = Bestrafung durch zuführen körperlicher Schmerzen