Die lange Geschichte der Penis Verehrung

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Glaubt Ihr, dass der Phallus anbetungswürdig ist? Nein? Auch nicht, wenn Ihr in der Poole Position vor ihm kniet? Spass beiseite. Kulturgeschichtlich betrachtet gibt es jedoch eine lange Geschichte der Penis Verehrung, die wir Euch in aller Kürze vorstellen möchten.

In alten Kulturen wird der Penis bis heute verehrt. Die ältesten Hinweise sind etwa 30.000 Jahre alt und sind in Stein gemeisselt. Schon die alten Griechen verehrten Dionysos, den Gott des Weines und der erotischen Ekstase. Die Erektion seines Sohn Priapus gilt als legendär.

In einer kanadischen Kirche wird dem Phallus gehuldigt 

Im Jahre 1980 gründete sich eine gleichnamige Kirche namens Temple Priapus in Montreal, wo sich hauptsächlich homosexuelle Männer versammeln. Sie verbringen Stunden damit zu masturbieren und so den Phallus zu huldigen.

Aber auch in Ländern wie Nepal und Japan wird die Penis Verehrung bis heute betrieben. Beim Penis Festival Kanamara Matsuri in Japan versammeln sich Männer, die sich als Frauen verkleiden.

Penis Festival in Japan

Die Tradition hat ihren Ursprung im 17. Jahrhundert, als die Stadt Kawasaki für ihr Rotlicht Gewerbe bekannt war und Prostituierte zu einem Schrein der Penis Verehrung pilgerten: Sie wünschten sich gute Geschäfte und Gesundheit. Einige wenige Schreine wie der 450 Jahre alte Mara Kannon Schrein sind auch heute noch vorhanden.

Indien hat eine lange Tradition

Auch in Indien wird der Phallus in der Form des Shiva Lingam verehrt. Leute, die sich mit Tantra Massagen auskennen, wissen um die gleichnamige Lingam Massage: Dies ist eine aufwendige Massage des Penis, die sorgfältig ausgeführt auch schon mal eine Stunde und länger dauern kann. Wahre Kenner wissen um diese Kunst.

Und auch in Ägypten gibt es eine Tradition der Penis Verehrung. Der Gott der Fruchtbarkeit namens Min ist in Bildern abgebildet, wo er mit einer Hand seinen Penis hält, mit der anderen Hand den Menschen zuwinkt. Dies wurde nicht als despektierlich wahrgenommen, da die ägyptischen Pharaonen gleichsam lebende Götter waren, die alles machen durften. Auch in der Öffentlichkeit masturbieren.

Heutzutage findet man im Westen nur noch selten lebendige Zeugnisse der Penis Verehrung. Aber dafür kann man ja seinen Blick in die Geschichte schweifen lassen oder? 

 

 

1 Kommentar

  1. Am Strand von Bad Dangast gibt es seit ca 25 Jahren eonen ca 3 Meter hohen aus Stein gemeißelten Phallus.Damals fast ein Skandal

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