Ein kluger Mensch hat einmal festgestellt, dass Sex wie Pizza ist. Selbst wenn er schlecht ist, ist er immer noch besser als gar keiner. Glücklicherweise forscht die Wissenschaft aber beständig daran, uns gute Gründe zu liefern, weshalb Sex in jedem Fall und immer eine gute Idee ist. Wenn man also mal nicht aus purer Lust übereinander herfällt, dann wenigstens im Namen der Wissenschaft. Wir haben für Euch 5 Studien aus der Sexualforschung zusammengefasst. Das Testen überlassen wir Euch.

1. Orgasmen für ein langes Leben

Anstatt viel Geld in Botox-Behandlungen und Anti-Aging-Cremes zu pumpen, kann man seine Energie auch sinnvoller und vor allem langfristig besser angelegt investieren. Das British Medical Journal bestätigt in einer Studie mit walisischen Dorfbewohnern, dass sich eine ansteigende Lebensdauer auf eine steigende Orgasmuszahl zurückführen lässt. Darüber hinaus ist Sex gut für das Selbstbewusstsein und auch als sportliche Betätigung nicht zu verachten. Zwischen 126 und 276 Kalorien verbrennt man beim Sex durchschnittlich pro halbe Stunde. Also, fleißig dran bleiben, dann könnt Ihr Eure Fitnesscenter-Anmeldung wieder stornieren.

 

2. Spucken oder Schlucken?

Nährwerte Sperma Sperma Nährwerte (c) eigene Darstellung

 

 

 

Die Biochemiker Dr. Frank Madeo und Dr. Tobias Eisenberg von der Karl-Franzens-Universität in Graz gingen der Gretchenfrage nach Spucken oder Schlucken auf den Grund. Die Erkenntnis: Sperma ist das Wundermittel schlechthin. Mensch, wer hätte das gedacht bei zwei männlichen Forschern? Aber mal im Ernst: Sperma enthält das Polyamin Spermidin in hoher Konzentration, das eng mit dem Zellwachstum verbunden ist. Tatsächlich besitzt es die erstaunliche Fähigkeit, geschädigte Zellen von innen zu reparieren und damit den Alterungsprozess zu hemmen. Es war bereits bekannt, dass Sperma Vitamine und Proteine in hoher Konzentration enthält, aber die Ergebnisse dieser Studie gehen weit darüber hinaus. Mit Spermidin können neben Depressionen und Angstzuständen auch Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer behandelt werden. Der Stoff kommt übrigens auch in Grapefruits, Soja und Getreidekernen vor, allerdings nicht in so hoher Konzentration. Wer aber auf eine Kiefersperre vom Blasen oder übertragbare Krankheiten verzichten möchte, sollte vielleicht lieber darauf zurück greifen.

3. Jede Frau kann zu einem Orgasmus kommen

In vielen Köpfen herrscht noch immer der absurde Gedanke, dass viele Frauen keine Orgasmen bekommen können. Klar, das macht die Sache einfacher, denn zum weiblichen Orgsmus bedarf es weit mehr als einem lieblosen Geraspel an Stellen, die teilweise weit außerhalb jeder erogenen Zone liegen. Bereits in den 50er Jahren allerdings fand man heraus, dass alle Frauen, soweit sie nicht unter einer Dysfunktion leiden, sehr wohl in der Lage sind, Orgasmen zu bekommen oder auch gern mal mehrere zusammen, sogenannte multiple Orgasmen. Die New Yorker Gynäkologin und Professorin Dr. Eden Fromberg bestätigt diese Erkenntnis: “Frauen haben quasi eine angeborene Maschine, die darauf programmiert ist, Orgasmen zu bekommen. Aber nicht jeder lernt, richtig mit dieser Maschine umzugehen”. Damit richtet sie sich im Übrigen nicht nur an die Herren der Schöpfung. Jede Frau sollte selbst herausfinden, wie sie am besten zu einem Orgasmus gelangt, um dieses individuelle Wissen weiterzugeben. Wer seinen G-Punkt bereits ausreichend erkundet hat, kann im Alphabet noch ein paar Buchstaben weiter gehen und sich dem U-Punkt widmen. Wie der G-Punkt beschreibt auch der U-Punkt eigentlich eine Zone, die sich zwischen Vagina und Klitoris rund um den Eingang der Harnröhre befindet und die mit sehr vielen Nervenenden ausgestattet ist.

 

4. Heute sagt man “soziosexuell”

Soziosexualität Soziosexuelle sind offen für Sex mit Menschen ohne persönliche Bindung (c) pixabay Was man früher vielleicht als promiskuitiv bezeichnet hätte, trägt heute den eloquenten Namen Soziosexualität und ist förderlich für das Seelenheil. Die New Yorker Psychologin Zhana Vrangalova forscht an den Auswirkungen, die Sex ohne Bindung mit sich bringt. Mit Casual Sex verbinden viele Menschen ambivalente Gefühle und genau diesem Zusammenhang möchte sie auf den Grund gehen. Dabei hat sie herausgefunden, dass Menschen, die häufiger wechselnde Geschlechtspartner haben durchschnittlich zufriedener sind. Das lässt sich auf ein abwechslungsreiches Sexualleben zurückführen. Das ist natürlich nicht jedermanns/-fraus Sache. Soziosexualität ist wie eine Charaktereigenschaft, die sich in einer grundlegenden Offenheit gegenüber unbekannten Personen widerspiegelt und dem Verlangen danach, Sex zu haben, ohne das eine besondere emotionale Bindung gegenüber dem Sexualpartner besteht. Auch hier gilt also: Wissen, wer man ist und was man will.

5. Last but not least: Der allgemeine Höhepunkt

Orgasmus ist ja bekanntlicht nicht gleich Orgsamus. Klar, irgendwie kann man es immer über die Bühne bringen, aber im Idealfall sollte das Grand final ja in einem wohligen OH und AH enden. Wie bei vielen schönen Dingen im Leben zählt dabei: Übung macht den Meister. Wer öfter Sex hat, ist durchschnittlich zufriedener mit seinem Orgasmus und erlebt diesen umso intensiver. 80% der Menschen, die regelmäßig Sex haben, gaben bei einer Studie an, dass sie mit ihrem Höhepunkt zufrieden sind, bei denjenigen, die keinen regelmäßigen Verkehr haben, waren es nur 55%. Wenn Ihr diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht so recht trauen mögt, bleibt nur eine Möglichkeit: Selbst ausprobieren. Vielleicht ja zusammen mit Eurem nächsten Date? Kennt Ihr weitere interessante Studien zum Thema Sex? Könnt Ihr Euch mit den hier vorgestellten Ergebnissen identifizieren? Wir sind gespannt auf Eure Berichte in den Kommentaren.

 

Written by Kaufmich Team


0 Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

DIR KÖNNTE AUCH GEFALLEN:

×