Sicher werden einige Herren bei Kaufmich meine Geschichte milde belächeln und mich für einen sentimentalen Trottel halten, ich finde trotzdem, dass es sich lohnt, meine Erlebnisse mit – nennen wir sie hier Lisa – nieder zu schreiben. Man ist ja immer wieder mal auf der Suche nach neuen Frauen bei KM. So habe ich auch irgendwann Lisa entdeckt, 23 Jahre alt, Studentin, die auf diesem Wege ihre Kasse aufbessern wollte. Diese Inserate kennt man ja zur Genüge, ohne sie aber auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Bei Lisa war es etwas anders, ihr Profil hob sich von der Masse ab und hat meine Neugierde geweckt. Wir hatten regen Kontakt, tauschten uns aus. Ich gab mir sehr viel Mühe und habe sie so richtig umgarnt, quasi versucht, sie zu erobern. Alte Schule. Vor dem ersten Treffen forderte sie ein Bild an, das habe ich geschickt. Die Antwort: „Nein, das geht gar nicht, Du bist viel zu alt, ich möchte nur Männer bis maximal 35“. Ich war aber sehr hartnäckig geblieben und wurde nicht müde, die Vorzüge so genannter „älterer Herren“ anzupreisen wie Sauerbier. „Okay“, seufzte sie eines Tages, „wer so hartnäckig ist, der sollte belohnt werden, wir werden uns treffen“. Eine Einschränkung schickte sie aber gleich mit: „Wenn es nicht passt, gehe ich sofort wieder, Du musst dann auch nichts bezahlen“. Vor dem Hotel war ein großer Platz, mit einer kleinen Bäckerei, dort habe ich sie erwartet, weil sie mir gestanden hatte, dass sie Süßigkeiten nicht abgeneigt ist. Sie kam in einem leuchtend roten Mantel und strahlte mich mit ihren blauen Augen an, das Eis war gebrochen. In der Bäckerei holten wir uns Schwarzwälder Kirschtorte und einen Bergsteiger, so richtige Kalorienbomben. Und auf dem Hotelzimmer hatte ich eine Flasche Schampus und frische Himbeeren drapiert. „Bleibst du hier oder gehst du gleich wieder“, habe ich schüchtern angefragt. „Natürlich bleibe ich, wer mich so empfängt, muss ein toller Typ sein“. Wir haben uns wunderbar verstanden, sie war Studentin der Medienwissenchaften, verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Lektorin bei einem Verlag, also keinesfalls ein geistiger „Tiefflieger“, wie sich auch im Verlauf unserer Beziehung immer wieder herausstellte. Den Escort wollte sie nur auf Zeit machen, irgendwann wieder aussteigen. Die Schilderung über jedes einzelne Treffen würde hier den Rahmen sprengen, ich reduziere alles auf den 4. Oktober 2014. Es war ein Samstag. Sie war mit der Bahn aus Stuttgart gekommen, wir begrüßten uns wie immer sehr herzlich, heute empfand ich es als besonders intensiv. Ich spürte, es war anders als sonst, was sich auch im Hotel bestätigte. Sie klammerte sich an mich, wir haben uns tausend Mal und noch viel mehr geküsst, der Sex war außerirdisch. „Was ist los mit Dir heute?“, habe ich sie gefragt. So schaute mir nur in die Augen und umklammerte mich noch heftiger. Nach fünf Stunden trennten wir uns, schweren Herzens, sie gab mir noch einen sehr, sehr langen Kuss, ging zur Tür, drehte sich um, warf mir eine Kusshand zu und entschwebte. 30 Minuten später kam eine SMS. Meine Vorahnung hatte sich bestätigt. „Tut mir leid, wir werden uns nicht mehr sehen“. Und weiter: „Nach diesem Treffen habe ich große Angst, dass ich mich nicht mehr von Dir lösen kann, ich musste die Reißleine ziehen. Danke für diese wunderschöne Zeit, ich habe viel von Dir für mein weiteres Leben gelernt, eine Zukunft für uns gibt es nicht, ich werde Dich aber in meinem Herzen tragen“. Das war das letzte Lebenszeichen von ihr, auf SMS reagierte sie nicht mehr. Mir bleibt nur eine schöne Erfahrung mit einem traurigen Ende und sehr vielem Herzklopfen.
Liebe Leser! Wir freuen uns immer über neue Beiträge rund um das Thema Sex und Erotik, Escort und Paysex. Möchtet Ihr einen Beitrag in unserem Magazin veröffentlichen? Dann schreibt uns an [email protected] und wir teilen Euch weitere Details dazu mit. Euer Kaufmich Team
1