Neues Jahr, neue Escort des Monats! Heute stellen wir Euch LittleMaid vor. Eine Escort, wie sie vielleicht noch nicht allen in der Paysex-Welt begegnet ist. Die Wienerin ist kleinwüchsig, Massage-Expertin und setzt auf zwischenmenschliche Verbindungen. Mehr über sie und ihren Escort-Alltag erfahrt Ihr im Interview!

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Kaufmich Interview mit Escort des Monats LittleMaid

KM-Team: Liebe LittleMaid, herzlich Willkommen bei uns im Interview! Du bist ja in vielerlei Hinsicht keine 08/15 Escort. Wie würdest Du denn das, was Du anbietest, beschreiben?

LittleMaid: Erstmal, danke, dass ich an Eurer Interviewserie teilnehmen darf. Ich lese sie gerne und lerne sehr viel über meine Kolleginnen und auch die unterschiedlichen Zugänge zu Paysex. 

Zur Frage: Das lässt sich so einfach gar nicht erklären. Was ich biete, ist Zeit und Intimität. Wobei hier Intimität ein sehr weiter Begriff ist. Es kann ein anregender Abend bei Wein und Gesprächen sein. Es kann eine Lingam-Massage, aber ja, wenn die Sympathie und auch die Anziehung vorhanden ist, auch herrlicher Sex sein. Ich möchte meinen „Service“ nicht nach einer Liste abarbeiten, sondern möchte mit den Menschen arbeiten und Sinnlichkeit auf unterschiedliche Art erleben. Männer, die primär Sex als Ziel haben und bei mir anfragen, lehne ich  ab mit der Begründung, dass ich erst herausfinden muss, ob wir harmonieren. Es gibt also keine Garantie auf Sex – zumindest nicht bei mir. Und daher sollte die Erwartungshaltung realistisch bleiben.

Was meine Gäste immer erwarten können, ist ein gastfreundlicher, wertschätzender, offener und achtsamer Mensch. Die gemeinsame Zeit gestalten wir gemeinsam. Das bedeutet, dass nicht nach „Leistung“ bezahlt wird, sondern nach Zeit. Somit wird klargestellt, dass auch ER die Verpflichtung hat, die Zeit richtig und so angenehm wie möglich zu nutzen und mitzugestalten. Will er das nicht oder ist er der Meinung, ich müsse als SDL eine Leistung erbringen, ist er bei mir falsch. Das Gute ist, dass ich solche Dinge bereits im Vorfeld kläre, sodass es eim Date zu keinen unnötigen Diskussionen kommt. Bislang habe ich damit wirklich gute Erfahrungen gemacht. Wobei ich auch sagen muss, dass ich ausnahmslos wunderbare Gäste habe.

 

KM-Team: Als Escort ist es wichtig zu wissen, wo Deine Comfort-Zone ist. Du sagst über Dich selbst, dass Du Dich in einer natürlichen und authentischen Rolle wohlfühlst - schauspielern ist nicht so Dein Ding. Wie hast Du das für Dich gelernt?

LittleMaid: Ich denke, es würde mir auch im Umgang mit meinen Gästen unglaublich schwer fallen, eine Rolle zu spielen, die so gar nicht zu mir passt. Meine Erfahrung diesbezüglich war immer, je ehrlicher, direkter, authentischer und aufrichtiger ich mit anderen umgehen, desto authentischer, ehrlicher und direkter geht man auch mit mir um - hoffe ich zumindest. Was nicht bedeutet, dass man grobschlächtig sein muss. Das Spiel mit den Worten kann mit entsprechender Sensibilität und Achtsamkeit weit mehr erreichen als ein mieses Schauspiel, das jeder schnell durchschaut. Und ja, meine Orgasmen sind echt!

 

KM Team: Im Kaufmich Forum diskutierst Du viel über Themen & Trends aus der Community! Bei einem Beitrag, in dem Du offen über Escorts mit Behinderung sprechen wolltest, waren die Reaktionen eher zurückhaltend. Denkst Du, dass manchen Personen der Zugang zum Thema fehlt? Oder ist es vielleicht die Angst, etwas Unangebrachtes zu sagen?

LittleMaid: Ich sehe das nicht so aufgeregt. Vielleicht ist es für Kolleg*innen kein spannendes Thema. Ob eine Escort große Brüste, eine große Nase oder sich außergewöhnlicher Fetische bedient, spielt für die Kolleg*innen erstmal eine untergeordnete Rolle, weil ihr primäres Zielpublikum eher ihre Kunden*innen sind. Sie sehen mich auch nicht als Konkurrenz, sondern eher als freakiges (nicht negativ wertend) Neutrum. Vermutlich wissen sie nicht mal, wie sie mich einschätzen oder einordnen sollen. Ich neige dazu, Menschen zu irritieren, weil mein Äußeres nicht zu meiner Intelligenz passt.

Somit liegt das Interesse der Kolleg*innen nicht bei mir. Anders sieht es aus, wenn ein Kunde mit Behinderung anfragt. Übrigens sind da die Reaktionen sehr interessant. Öffentliche Toleranzbekundung und Zustimmung, aber ich weiß von einigen betroffenen Männern, dass sehr wenig Escorts Interesse an diesem Klientel haben. Diversität ist eben doch etwas komplexer, als in einem Forum bekundet.

Es stört mich also nicht, wenn auf meinen Beitrag zum Thema „Escort mit Behinderung“ wenig Reaktion zu finden war, weil ich diesbezüglich auch nichts erwartet habe. Ich lade aber gerne Kolleg*innen ein, mich via Chat zu kontaktieren, wenn sie Fragen haben.

 

KM-Team: Was rätst Du Personen, die zum ersten Mal ein Date mit einem*r Escort mit Behinderung haben möchten?

LittleMaid: Es macht keinen Unterschied, ob die Person Escort ist oder nicht. Es geht um einen generellen Umgang mit dem Ungewöhnlichen, dem nicht Alltäglichen. Was ich aus meiner Erfahrung immer angenehm fand: Wenn jemand ehrlich zugeben kann, Berührungsängste zu haben. Dass diese Erfahrung neu ist und vermutlich anfangs nicht so reibungslos abgeht. Ich empfehle ehrliche Offenheit und ein Herantasten. Wenn eine Handlung unangenehm sein sollte, einfach drüber reden. Wenn man da und dort Unterstützung braucht, einfach drüber reden. Wenn etwas nicht gleich funktioniert, was anderes versuchen. Auch Hoppalas gehören dazu, nicht perfekt zu sein, das gehört dazu. Niemand von uns ist beim ersten Aufeinandertreffen, egal ob mit Escort, ONS, Club oder an der Fleischtheke, super souverän und taff.

Sich einfach aufeinander einlassen und sich dann dem Flow hingeben. In den meisten Fällen funktioniert das recht gut – und nehmt nicht alles so tierisch ernst!

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KM-Team: Wie gehst Du damit um, dass Du aufgrund Deines Körpers eventuell von manchen Gästen fetischisiert wirst?

LittleMaid: Ich denke nicht, dass ich mit meiner Behinderung fetischisiert werde. Eigentlich habe ich seit meiner sechsjährigen Tätigkeit noch keinen Admire oder Devotees getroffen. Ich fürchte, diese Herren findet man als Gast wohl selten, weil das eine recht spezielle Subkultur ist, obwohl ich das schon gut finden würde. Vor gut 20 Jahren habe ich einiges an Erfahrung mit diesen Herren gemacht. Es ist eine sehr komplexe Welt und man muss gut auf sich aufpassen. Aber das hier ist Paysex, da gibt es klare Regeln und Vereinbarungen. Zumal man ohnehin nach dem SSC-Prinzip (Safe, Sane, Consensual) agiert.

Die Gäste, die ich vorwiegend treffe, wollen etwas völlig Anderes versuchen. Sie haben vielleicht einen Faible für kleine Frauen (und ich unterbiete sie alle) oder möchten mich als Mensch kennenlernen oder wollen – auch verständlich – wissen, wie ich Sex mit ihnen habe. Ich sehe das nicht als Fetisch, sondern als ehrliche Neugierde am Außergewöhnlichen und hoffentlich einen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Behinderung und Sexualität.

Wir neigen dazu, uns vor jedem zu fürchten, der anders ist. Wir sollten eher versuchen, einander kennenzulernen, einander näher zu kommen, um die eigenen Barrieren im Kopf abzubauen. Das macht's erst spannend und sollte das Salz in der Suppe des Lebens sein.

 

KM-Team: Du bist außerdem auch Spezialistin für Lingam-Massagen. Wo ist der Unterschied zu normalen Massagen und warum ist das für Männer so reizvoll?  

LittleMaid: Die Lingam Massage ist ursprünglich Teil der Tantra-Massage. Sie betrifft den gesamten Lingam (Eichel, Schaft, Wurzel), Hoden und Damm (Bereich zwischen Hoden und Anus). Durch langsame Bewegungen und das Aktivieren bestimmter Druckpunkte, deren Intensität wechseln können, werden Erregung und Entspannung angeregt – hier wird das sogenannte Qi des Lingams aktiviert.

Ich bin pragmatisch veranlagt. Aufgrund meiner Körpergröße kann ich den Körper nur partiell massieren. Und vor einigen Jahren hat mich ein Bekannter auf die Idee gebracht, mal einen Handjob mit Massageöl zu machen. Da ich generell ein Mensch bin, der gern berührt, fand ich die Idee klasse. Und ich stellte mich nicht blöd an (sein glücklich verzerrtes Gesicht war da recht eindeutig) und fand es unglaublich schön. Versteht mich nicht falsch, geil werde ich nicht davon, aber diese unglaubliche Reaktion des Mannes, wenn du seinen Lingam in den Händen hältst und er vor dir quasi vor Genuss zerfließt – unbezahlbar! Ich war somit angefixt. Also tat ich das, was ich immer tue, wenn ich was wissen will: ich recherchiere, schaue Videos, lese viele Artikel etc. Irgendwann verband ich meine Dienste als Liebesdienerin mit dem erworbenen Wissen der Lingam Massage und ja … ich liebe es noch immer und ich lerne mit jedem Gast dazu.

Ich freue mich immer, wenn ein Gast diese Art der Massage so annehmen und genießen kann. Und das macht den Reiz und auch den Genuss für mich aus.

Übrigens, ich spiele mit der Idee, mich mit der Yoni-Massage zu beschäftigen. Die Idee schwirrt schon eine Weile in meinen Gehirnwindungen herum. Wer weiß, vielleicht werde ich das ab Sommer anbieten.

 

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KM-Team: Wie reagierst Du auf unsensible Anfragen von Interessenten?

LittleMaid: Die wenigsten Anfragen sind unsensibel, sie sind vielleicht tollpatschig, unsicher oder halt sehr klassisch, wie es auch andere Kolleg*innen erhalten. Für mich ist es wichtig, dass der Interessent oder potenzielle Gast mein Profil aufmerksam gelesen hat. Das wäre die Grundvoraussetzung, also die Basis der Kommunikation. Ich muss sehen, dass er wirklich Interesse hat, die Zeit mit mir zu verbringen. Sicherlich gibt’s auch die Klassiker an Anfragen à la „Will jetzt, wo muss ich hin?!“ oder die „So klein wie du bist, zahl ich sicher eh nur den halben Preis, gell?“ (Ich kontere meistens: Da er aber doppelt so groß ist, wie ich, müsste er das Doppelte zahlen) … So funktioniert das nicht. Ich weise die Herren gerne nochmal darauf hin, mein Profil zu lesen. Sollte es da noch immer keine Basis zu finden sein, beende ich das Gespräch!

Ich versuche auch proaktiv zu handeln. Wird mein Profil mehrmals von einem User besucht, bedanke ich mich für seinen Profilbesuch und frage, ob ich vielleicht etwas für ihn tun kann. Das bricht oft das Eis und lädt zu einem kleinen Plausch ein, der auch zu einem Date führen kann. Als gebürtige Steirerin liegt mir die Gastfreundschaft im Blut – auch Kernöl und Schilcher!

 

KM-Team: Was ist Dein liebstes Date? Quickie? Overnight-Date? Oder ganz spontan?

LittleMaid: Die am wenigsten geplanten oder durchorganisierten Dates. Oder jene Dates, wenn die Kommunikation davor schon so vertraut ist, dass man eigentlich einen Freund empfängt und man dann nur noch wenig Worte braucht, weil man eh davor schon alles gesagt hat.

Spontan geht es bei mir aus logistischen Gründen nicht. Ich habe doch einen recht straff getakteten Tag (Brotberuf am Vormittag oder Homeoffice) und dann am Nachmittag mein lustvolles Schlampenleben. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden und da müssen Pflicht und Spaß gut Platz finden. Ich bin großartig in derlei Dingen. Quickies sind für mich eher kontraproduktiv. Bis ich vom Rollstuhl ins Bett bin, ist der Quickie schon wieder vorbei – ohne mich – und mein Spaß.

Overnights wären für mich nur dann interessant, wenn ich den Gast bereits einige Male bei mir hatte. Somit wäre das schon mit etwas mehr Arbeit, Planung und Vertrauen verbunden.

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KM-Team: Du lebst und arbeitest ja in Wien. Hast Du hier Kontakte zu anderen

Sexarbeiter*innen? Wie würdest Du die Szene beschreiben?

LittleMaid: Ich hatte nur zu einer Kollegin engeren Kontakt. Wir hatten zwei sehr lustige erotische Spieleabende für ihren Freund organisiert und so konnten wir uns super austauschen. Aber generell habe ich wohl wenig Kontakt zu den Damen und Herren aus der Szene, was ich wiederum schade finde.

Meiner Einschätzung nach ist es schon so, dass ich ja nicht primär Sex anbiete und daher wohl mit anderen Themen im Paysex konfrontiert bin als viele andere der Damen. Ich verfüge somit nicht über die Erfahrungen und Problemstellungen meiner Kolleg*innen, weshalb es für mich natürlich auch schwieriger ist, Anschluss zu finden.

Und wie ich schon schrieb, mache ich das eher nebenberuflich und es wird auch wieder Phasen geben, in denen ich mich zurückziehen muss. Ich versuche meine Prioritäten so zu setzen, dass Gesundheit, Job, enge soziale Kontakte und andere Verpflichtungen nicht zu kurz kommen.

 

KM-Team: In einem Blog schreibst Du darüber, dass Du Ende 2023 zu Kaufmich zurückgekehrt bist. Was hat Dich dazu gebracht, zu uns zurückzukehren?

LittleMaid: Eigentlich aus pragmatischen Gründen. Ich teste immer wieder von Zeit zu Zeit alte und neue Plattformen. Es ändert sich auch hier und da was. Auch der eigene Anspruch ändert sich. Ich sehe es als „ich dreh mal meine Runden“ und schaue, wie lange es mir gefällt.

Es hat sich ja viel getan auf KM, musste ich feststellen. Ich sehe auch, was Ihr Community-technisch weitergebracht habt und ja, Ihr unterscheidet Euch sehr von vielen anderen einschlägigen Plattformen, die eher wie eine Bildercollage an unnatürlichen Frauenbildern mit etwas zu viel Filter daherkommen. Man kann immer einen Grund finden, warum etwas nicht passt. Schau ma mal, wie lange ich mich hier wohlfühle. Noch habe ich vor zu bleiben!

 

KM-Team: Danke für das Kompliment, liebe LittleMaid! Wir freuen uns, dass Du unsere Community bereicherst und wünschen Dir haufenweise aufregende Dates!

 

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Anonymous

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sehr gutes Interview mit einer intelligenten Frau, zudem Österreicherin, bravo (meine Vorfahren waren das auch)

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