Wir verabredeten uns beim ersten Mal für 2-3 Stunden. Je nachdem, wie die Chemie gepasst hat und wie es uns gefällt. Wir waren eine Kleinigkeit essen und dann noch in einem Lokal ein Gläschen Wein trinken. Danach fuhren wir zu mir. Ich war anscheinend sichtlich nervös, da sie mich darauf ansprach. Nach meinem Geständnis, dass ich das zum ersten Mal tue, hat sie gemeint, es sei auch erst ihr drittes Date in diesem Rahmen und das zweite bei dem sie mitfahre. Irgendwie gab mir das, keine Ahnung warum, ein Stück mein Selbstbewusstsein retour. Bei mir angekommen, öffnete ich noch eine Flasche Weißwein, wie setzten uns auf die Couch redeten noch ein wenig und schlussendlich fingen wir an uns zu küssen. So, als ob wir schon ewig zusammen wären. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass das nicht der Fall sei. Wir küssten uns innig, zogen uns dabei aus und gingen dann ins Schlafzimmer. Es war wunderbarer Sex und nach ein paar Runden lagen wir verschwitzt und ausgepowert nebeneinander – sie in meinem Arm. Wir haben kein einziges Mal auf die Uhr gesehen oder auch nur daran gedacht. Also wir uns wieder anzogen und ein wenig redeten, haben wir festgestellt, dass unser Date fünf Stunden gedauert hat. Ich musste kurz schlucken, als ich mir die Summe im Kopf ausrechnete. Sie meinte nur, dass wir einfach bei 2 Stunden die Stoppuhr angehalten hätten und einfach einen schönen Abend hatten. Ich fand es wunderbar und versprach ihr sie wieder anzurufen. Das tat ich auch, einmal pro Woche hatten wir ein Date. Irgendwann meinte sie, dass sie das nicht mehr machen wolle. Ich war erstaunt, da ich dachte, dass es gut lief und wir beide eine gute Zeit hatten. Was sie meinte, war die Tätigkeit als Geliebte auf Zeit. Ich verspürte eine gewisse Traurigkeit in mir und musste mich erneut daran erinnern, dass es keine Beziehung war. Wir hatten dann noch ein Date, aber die Stimmung und das Gefühl, der vorangegangenen war einfach weg. Wir umarmten uns zum Abschied und ich schloss innerlich mit dem Kapitel ab. Wieder was vorbei. Ein paar Tage später bekam ich eine SMS von einer mir unbekannten Nummer. Der Absender war Jenny. Ich traute dem ganzen nicht, aber wir fingen an ein wenig zu chatten und nachdem sie mir von unseren gemeinsamen Dates erzählte, war mir klar – sie ist es. Wir verabredeten uns für ein gemütliches Treffen in einer Bar. Es war wie beim ersten Mal, nur dass wir uns schon kannten und wir dort anknüpften, wo wir beim vorletzten Date aufgehört hatten. Der einzige Unterschied, wir fuhren getrennt nach Hause und machten uns für den nächsten Tag ein Brunch-Date aus. Wir verbrachten schlussendlich den ganzen Tag zusammen und es war toll. Wir redeten offen, über unsere Vergangenheit und wie es für Jenny war, als Geliebte auf Zeit zu arbeiten. Es war eine Erfahrung, die sie nicht missen möchte, aber auch nicht wieder erleben will. Wir haben beide fertig studiert, ich arbeite und Jenny ist schwanger. Eine ungewöhnliche Love-Story, die auf wahren Begebenheiten basiert.