Soziale Netzwerke verbannen SexarbeiterInnen: nun haben sie ein eigenes gegründet

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Sexworker suchen international nach neuen Werbemöglichkeiten. Ein neues Gesetz in den USA verbannt Online Aktivitäten von Sexworkern in sozialen Netzwerken. Doch Hoffnung ist in Sichtweite: Sexworker haben einen neuen Internetdienst gegründet: die Microblogging Seite namens Switter, eine Alternative zu Twitter. 

Bald aus mit Skype, Twitter & Co

Werbeverbote in sozialen Netzwerken und auf Anzeigenportalen trifft SexarbeiterInnen weltweit. Gerade erst wurde die Website Backpage geschlossen, die wahrscheinlich grösste Plattform für Escort Werbung weltweit. Auch mit Werbung und Erotik Chats bei Skype, Twitter & Co dürfte es demnächst vorbei sein. Die Nutzungsbedingungen werden derzeit angepasst. 

SESTA trifft Sexworker weltweit

Schuld daran ist ein neues Gesetzespaket SESTA/FOSTA, dass nicht nur unter US amerikanischen Sexworkern für Entsetzen sorgt. Wir berichteten hier im Magazin. Ein australisches Escortgirl hat zusammen mit befreundeten Programmierern im letzten Jahr ein Start-Up namens Assembly Four gegründet, um technische Probleme von SexarbeiterInnen zu lösen.

Statt Twitter nun Switter

Nun haben sie das auf den Microblogging Dienst Mastodons basierende soziale Netzwerk namens Switter ins Leben gerufen. 

Auf gleicher Spur ist jetzt das Unternehmen Red Umbrella Hosting unterwegs. Ebenfalls von einer Sexarbeiterin gegründet, hostet das Unternehmen Webseiten von Sexworkern. Mit Preisen, die überschaubar sind. Ein Statement von der Gründerin Missy Mariposa kann man in englischer Sprache dazu nachlesen.

Es ist bei den aktuellen Entwicklungen zu vermuten, dass Sexworker weltweit von der Einschränkung ihrer Werbemöglichkeiten betroffen sind bzw. weiter sein werden. Deshalb ist es gut, wenn sich engagierte Leute aus den eigenen Reihen finden, hier entstehende Lücken zu schliessen. Wir werden Euch bei diesem Thema weiter auf dem laufenden halten und dazu berichten.

 

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Switter gemacht? Dann meldet Euch und schreibt uns diese Erfahrungen in den Kommentarteil.

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