Kürzlich stand es bereits in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben schlagzeilenträchtig und als Sensation "verkauft": Eine der Berliner Ikonen freier und selbstbestimmer Prostitution soll "PLEITE" sein!
Ihr legendäres "Cafe Psst" soll nun schliessen müssen: ein Ort in Berlin, in dem Frauen, die "nebenbei" und "wirklich aus Lust und Laune auf ein wildes Doppelleben" selbstbewußt und selbstbestimmt als Escortlady tätig sein konnten! Was auch die Herren sehr zu schätzten wußten, da hier die Chance bestand, eine wirklich charmante "Non-Profi"-Lady zu treffen.
Doch nun steht damit - wenn die traurigen Nachrichten stimmen - auch dieses "Liebesnest" vor dem AUS!
Ein unheilvoller Trend in Berlin, der sich ja bereits seit einem Jahr zeigt, denn das "Cafe" wäre damit die vierte größere "Kuschel-Adresse" in Berlin, die aufgibt! Kein Wunder: Wachsender Behördendruck, ständige Razzien, immer weniger Frauen, die noch bereit sind "offen" zu agieren, die lieber "undercover" arbeiten, als sich wöchentlichen diskriminierenden "hautnahen" Kontrollen auszusetzen!
Felicitas, so heißt die aus TV-und Medien bestens bekannte "Johanna von Orleans"-Cafe-Betreiberin, hatte ja
ab 2002/2003 Schlagzeilen gemacht, weil sie als "Jeanne d`Arc" der Prostitution durch alle Gerichtsinstanzen gegen Ämterwillkür und für die Anerkennung und Gleichberechtigung kämpfte und gewann und damit die Liberalisierung der restriktiven Prostitutions-Gesetze erzwang!
Doch nun diese Nachricht: Felicitas "PLEITE". Leider wohl ein weiter trauriger "Meilenstein" im Sterben der kleinen, idyllischen Kuschel-Adressen und "Liebes-Nester" in Berlin und darüberhinaus wohl auch in ganz Deutschland! Adressen, diskret und gepflegt, in denen Frauen wirklich selbstbestimmt ihrem etwas ungewöhnlichen "Hobby" fröhnen konnten!
Ich habe Felicitas vor ca. zehn Jahren in einem anderen beruflichen Zusammenhang persönlich kenenlernen dürfen. Eine mutige Frau, die trotz der massiven Anfeindungen und auch persönlichen Verleudmungen für "alle Frauen in diesem Genre" kämpfte und es auch wagte, in der Presse und vor Gericht "ihr Gesicht zu zeigen!"
Und nun das: Eine der letzten Bastionen "freier Escort"-Liebe fällt damit in Berlin. Anonyme Laufhäuser und Clubs mit knallharter Preis-Politik, ebenso knallharten Regeln für alle Frauen, die daraus ein wirklich knallhartes "Geschäft mit der käuflichen Liebe" machen, werden wohl die düstere Zukunft sein! In Kombination mit einen sogenannten "Prostitutions-Schutz-Gesetz", daß das Wort "Schutz" nicht verdient, sondern Frauen in die Illegalität zwingt, ausforscht, diffamiert und verfolgt! Gute Nacht, Deutschland!
Aber: Ich hoffe immer noch, daß die Nachricht, daß eine Frau, die so sehr für uns alle gekämpft hat, vor der "Pleite" steht, einfach nur eine "Zeitungs-Ente ist", denn schließlich brauchen wir Frauen wie "Felicitas", die es wagen, "Gesicht zu zeigen" und uns allen Mut geben, für unsere Rechte "so aufrecht" zu kämpfen!
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