In unserem Top Blog der Woche weist Escort Marie Rose auf einen unheilvollen Trend hin: die Schliessung kleiner Bordelle, eine Entwicklung, die man seit einiger Zeit in Berlin beobachten kann. Getroffen hat es nun auch das Café Psst, bekannt durch die engagierte Inhaberin Felicitas Schirow, die sich öffentlich für die Anerkennung von Prostitution als Beruf einsetzt und das Prostitutionsgesetz von 2002 mit durchgeboxt hat. Durch das geplante Prostituiertenschutzgesetz wird sich diese traurige Entwicklung wahrscheinlich bundesweit fortsetzen, denn viele kleine (Wohnungs-) Bordelle dürften Schwierigkeiten haben, die Ressourcen aufzubringen, um die erforderlichen Auflagen umzusetzen.  

 

Kürzlich stand es bereits in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben schlagzeilenträchtig und als Sensation "verkauft": Eine der Berliner Ikonen freier und selbstbestimmer Prostitution soll "PLEITE" sein!

 

Ihr legendäres "Cafe Psst" soll nun schliessen müssen: ein Ort in Berlin, in dem Frauen, die "nebenbei" und "wirklich aus Lust und Laune auf ein wildes Doppelleben" selbstbewußt und selbstbestimmt als Escortlady tätig sein konnten! Was auch die Herren sehr zu schätzten wußten, da hier die Chance bestand, eine wirklich charmante "Non-Profi"-Lady zu treffen.

 

Doch nun steht damit - wenn die traurigen Nachrichten stimmen - auch dieses "Liebesnest" vor dem AUS!

 

Ein unheilvoller Trend in Berlin, der sich ja bereits seit einem Jahr zeigt, denn das "Cafe" wäre damit die vierte größere "Kuschel-Adresse" in Berlin, die aufgibt! Kein Wunder: Wachsender Behördendruck, ständige Razzien, immer weniger Frauen, die noch bereit sind "offen" zu agieren, die lieber "undercover" arbeiten, als sich wöchentlichen diskriminierenden "hautnahen" Kontrollen auszusetzen!

 

Felicitas, so heißt die aus TV-und Medien bestens bekannte "Johanna von Orleans"-Cafe-Betreiberin, hatte ja

 

ab 2002/2003 Schlagzeilen gemacht, weil sie als "Jeanne d`Arc" der Prostitution durch alle Gerichtsinstanzen gegen Ämterwillkür und für die Anerkennung und Gleichberechtigung kämpfte und gewann und damit die Liberalisierung der restriktiven Prostitutions-Gesetze erzwang!

 

Doch nun diese Nachricht: Felicitas "PLEITE". Leider wohl ein weiter trauriger "Meilenstein" im Sterben der kleinen, idyllischen Kuschel-Adressen und "Liebes-Nester" in Berlin und darüberhinaus wohl auch in ganz Deutschland! Adressen, diskret und gepflegt, in denen Frauen wirklich selbstbestimmt ihrem etwas ungewöhnlichen "Hobby" fröhnen konnten!

 

Ich habe Felicitas vor ca. zehn Jahren in einem anderen beruflichen Zusammenhang persönlich kenenlernen dürfen. Eine mutige Frau, die trotz der massiven Anfeindungen und auch persönlichen Verleudmungen für "alle Frauen in diesem Genre" kämpfte und es auch wagte, in der Presse und vor Gericht "ihr Gesicht zu zeigen!"

 

Und nun das: Eine der letzten Bastionen "freier Escort"-Liebe fällt damit in Berlin. Anonyme Laufhäuser und Clubs mit knallharter Preis-Politik, ebenso knallharten Regeln für alle Frauen, die daraus ein wirklich knallhartes "Geschäft mit der käuflichen Liebe" machen, werden wohl die düstere Zukunft sein! In Kombination mit einen sogenannten "Prostitutions-Schutz-Gesetz", daß das Wort "Schutz" nicht verdient, sondern Frauen in die Illegalität zwingt, ausforscht, diffamiert und verfolgt! Gute Nacht, Deutschland!

 

Aber: Ich hoffe immer noch, daß die Nachricht, daß eine Frau, die so sehr für uns alle gekämpft hat, vor der "Pleite" steht, einfach nur eine "Zeitungs-Ente ist", denn schließlich brauchen wir Frauen wie "Felicitas", die es wagen, "Gesicht zu zeigen" und uns allen Mut geben, für unsere Rechte "so aufrecht" zu kämpfen!

 

Written by Gastautor


  • Ich liebe es! 1

6 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Ich habe vor kurzem mit Felicitas telefoniert und ich bin begeistert von ihrem Engagement! Ja, leider legt uns der grösste Zuhälter Vater Staat mit seiner Finanzagentur ohne gesetzliche Legitimation immer mehr Steine in den Weg! Das war der Grund, warum ich wieder mehr meinen publizistischen Berufungen nachgehe und Feliitas als Reitlehrerin arbeitet. Sie kandidiert ja auch für die ALFA Partei und wurde als Expertin in den Bundestag gerufen eine starke Frau ! Meinen grössten Respekt! Ich werde ein Interview mit ihr machen.

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Anonymous

Geschrieben

Liebe Marie Rose.. das Cafe Pssst..war mir gut bekannt..auch Felicitas habe ich dort mal kennen getroffen..die Atmosphäre und das Flair haben mir immer sehr gefallen..ich habe dort auch sehr nette Bekanntschaften gemacht.. es ist aber leider Fakt, das ihr Cafe geschlossen ist..allerdings glaube ich nicht, das es an den dort tätigen Frauen lag, sondern eher an den ausbleibenden Kunden..war das Cafe in früheren Jahren immer gerappelt voll..waren in letzter Zeit bei meinen Besuchen oft mehr Frauen als suchende Männer im Cafe.. ich denke das die Konkurrenz zu groß geworden ist..die Preise für die Frauen waren nicht gerade günstig..das kann sich nicht unbedingt jeder Mann leisten..also haben viele Männer für sie erschwingliche Alternativen gesucht... das Problem wird sich fortsetzen..die Auswahl an Frauen wächst in den einschlägigen Internetplattformen ständig an..insbesondere mit Frauen aus dem östlichen Ausland...wenn ich die Wahl habe zwischen Dir und einer deutlichen preisgünstigeren Dame aus den Osten Europas weiß ich für wen ich mich entscheide... da gehöre ich aber sicher nicht zu der großen Masse von Kunden, da wird die Auswahl sehr oft über den Preis getroffen.. das neue Prostitutionsgesetz wird daran nichts ändern ..weder in die eine noch in die andere Richtung..es ist einfach nur nachteilig für die in diesem Bereich tätigen seriösen Frauen..

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Anonymous

Geschrieben

Ja, so ist das leider...nach Schätzungen gehen JEDEN Tag eine Million Männer in Deutschland in ein Bordell oder nehmen eine "sexuelle Dienstleistung" in Anspruch...aber bekennt sich dazu...und keiner unterstützt die Frauen in ihrer Not, eine vernünftige, bezahlbare und sichere Location zu finden! Obwohl es ja gerade viele der Politker sind, die heimlich in die Parallelwelt "schleichen", sich dort ausleben und dann wieder in der Öffentlichkeit für "Sitte und Moral" eintreten..oder was sie dafür halten!

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Anonymous

Geschrieben

Das Rad der Zeit bring viele Änderungen mit sich. Das Internet spielt dabei die entscheidende Rolle. Ob es die "Kuschel Bordelle" sind oder andere Dienstleistungsadressen. Vor 15 Jahren hat man so manch Bio Food oder exotische Früchte im 3. Welt Laden gekauft. Heute wird dies alles bestellt und prompte Lieferung am nächsten Tag. Der Freier geht auch nicht in ein Bordell und erkundigt sich über die Dienstleistungen der Damen, er checkt dies im Internet ab. Die digitale Kommunikation macht dies möglich. Für den Kunden hat es Vorteile, für den Dienstleister ist es häufig ein zweischneidiges Schwert.

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Anonymous

Geschrieben

Hallo Frank, Deshalb heisst der Blog auch "das Sterben der Kuschel-Adressen geht weiter". Marie-Rose hatte früher zum Thema schonmal was geschrieben und wurde auch hier veröffentlicht. Zur Historie: in Berlin gab es um 2007 auch mal den Baustadtrat Gröhler, der speziell in Wilmersdorf/Charlottenburg mit dem Baurecht zugeschlagen hatte. Später auch sein Nachfolger. Siehe dazu http://www.welt.de/regionales/berlin/article935619/CDU-Bordelle-in-Wohnvierteln-schliessen.html und http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/sexclub-pascha-ist-schon-wieder-dicht Hier musste auch der Edelclub Bel Ami 2009 dran glauben. Es kam zudem die Steuerfahndung hinzu https://de.wikipedia.org/wiki/Bel_Ami_(Berlin) Aktuell geht ja der Behördenbesuch im Saunaclub Artemis durch die Presse; mit interessanter Wendung: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/08/spiegel-bericht-artemis-razzia-lka-finanzbehoerden.html In diesem Zusammenhang fällt mir noch ein wichtiges Urteil zum Thema Wohnungsprostitution/Wohnungsbordelle aus 2012 ein: "Sieht eine Baugenehmigung für Räumlichkeiten eines innerstädtischen Gebäudes nur eine Nutzung als Mietwohnung vor, darf in den Räumen keine Prostitution betrieben werden. Ein von der Bauaufsichtsbehörde der Stadt verhängtes Verbot zur weiteren Nutzung der Räume zum Zwecke der Prostitutionsausübung ist daher rechtmäßig. Verwaltungsgericht Dresden" http://www.kostenlose-urteile.de/VG-Dresden_7-L-6112_Prostitution-in-Wohngebaeude-unzulaessig.news13453.htm lg Susi

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Anonymous

Geschrieben

Leider ist diese Entwicklung doch so neu nicht. Die kleinen , feinen , kuscheligen Plüsch-Puffs sterben schon seit Jahren. Die FKK Clubs , Flatrate Buden und ähnliche unschöne Angebote waren die ersten " Sargnägel" jetzt ist es die Bürokratie. SChade...

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