Warum Männer 2000€ für eine Nacht bezahlen

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Hat schon mal jemand von Vanessa Edens Buch – Warum Männer 2000€ für eine Nacht bezahlen – gehört? Escort Mia Elysia hat es gelesen und erklärt, was Escort aus Leidenschaft für sie bedeutet. Habt Ihr auch dieses Buch gelesen? Wie ist Eure Meinung dazu?

Es war an der Zeit…
Endlich ein erfolgreiches Buch, welches ehrliche Einblicke in eine geheimnisvolle Branche bietet. 2013 kam Vanessa Edens Erstlingswerk raus. Sie ermöglicht ihren Lesern in eine ungeschminkte Wahrheit einzutauchen… und diese Wahrheit muss sich nicht hinter Verschönigungen und Schminke verstecken. Ja – es handelt sich um eine verruchte Welt… aber ob „verrucht“ das treffendste Wort ist…?

Für mich – und auch für Vanessa Eden – ist es das nicht. Es ist die Erfüllung von Fantasien, das Spiel mit der Erotik und dem Einfluss auf eben diese Männer, die sich ein Abenteuer mit einer Escortdame leisten können und wollen. Aus diesem Grund finde ich die Sicht auf die Branche von innen heraus besonders wichtig.

„2.000 Euro für eine Nacht?“ fragen sich vermutlich viele. „Aber Sex geht doch auch schon wesentlich günstiger!“ Aber genau darum geht es. Die Männer bezahlen nicht einfach für Sex, sie bezahlen für eine starke, erotische und intelligente Frau, die sich ihrer nicht schämt und sich wohlfühlt in ihrer Haut und mit ihrem Beruf.
„Escort sein aus Spaß an Erotik und dem Reiz, den der Job mit sich bringt; Vergnügen an dem prickelnden Gefühl vor jedem neuen Treffen, der Sinnlichkeit und der Erfüllung auch der eigenen sexuellen Fantasien – das alles gibt es wirklich.“

Für mich gibt es das wirklich. Genau wie für viele andere Escortdamen auch.
Escort sein aus Leidenschaft – für viele unvorstellbar. Für mich ein Teil meines Lebens. Wenn ich also über Escort schreibe, so schreibe ich auch über einen Teil von mir, vor dem ich mich nicht verstecke und den ich auch nicht verstecken muss. Und hier sehe ich in Vanessa Eden eine Gleichgesinnte.
Ich möchte heute diesen Artikel verfassen, weil ich das Bedürfnis verspüre mit Vorurteilen aufzuräumen, meine eigene Sicht auf diese erotische Arbeit zu teilen und um Vanessa Edens Buch allen Interessierten zu empfehlen. All jenen, die Vorurteile haben… All jenen, die mehr über die Branche wissen wollen und allen Interessierten, die sich bis jetzt nicht getraut haben eine Escortdame zu buchen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommen wird.

Denn es gibt sie, ebendiese Frauen, die diesen Beruf – oder vielmehr diese Berufung – gewählt haben. Ihn gewählt haben aus freien Stücken und aus Liebe zur Erotik.
Warum schreibe ich „Berufung“? Damit will ich nicht sagen, dass mein Schicksal diesen Weg für mich gewählt hat. Vielmehr geht es mir darum, dass ich die Voraussetzungen mitbringe, diese besondere erotische Ausstrahlung, die sich nicht oft finden lässt und die viele besonders an mir schätzen. Hierbei rede ich nicht von meinem Körper oder vom Sex an sich. Denn es braucht mehr als nur einen schönen, gepflegten, weiblichen Körper, um eine erfolgreiche Escortlady zu sein. „Die Tätigkeit als Escortdame hat mein Leben unglaublich bereichert.“

Solche Worte stoßen bei vielen immer noch auf Unverständnis, denn neben den positiven Aspekten der Arbeit sieht man sich im Escortservice immer noch mit vielen Klischees konfrontiert. Die Frauen in der Escortbranche werden als Opfer gesehen, sie werden bemitleidet. Andere sehen Sie als Nymphomaninnen, bei denen etwas nicht stimmen kann und deren Motivation nicht nachvollziehbar ist. Diese Position lehne ich ganz deutlich ab.

„Es kann keine freiwillige Prostitution geben. Sie ist immer durch finanzielle Nöte motiviert.“ „Escortdamen dürfen zu nichts nein sagen und müssen sich von jedem anfassen lassen.“ „Sie müssen sich für den Job überwinden und von Männern erniedrigen lassen“ …

Das alles entspricht nicht der Realität und ganz sicher entspricht es nicht meinen persönlichen Erfahrungen und meiner eigenen Motivation. Aber wie entstehen solche Klischees?
Ich sehe diese Klischees darin begründet, dass sich leider immer noch viele Frauen von gesellschaftlichen Normen in ihrer Sexualität eingeschränkt fühlen. Eben diese Normen lassen es nicht zu, dass Frauen ihre Sexualität mit wechselnden Partnern ausleben. Eine Frau die den Weg als Escort frei wählt und ihre sexuellen Wünsche auf diesem Weg frei auslebt – das ist für viele immer noch schwer zu verstehen.
Auch ich habe diese Erfahrungen gemacht. Ich war lange Zeit mit Verständnislosigkeit konfrontiert und bekam das Gefühl, dass ich über meine Arbeit besser nicht reden sollte. Ich erlebte üble Nachreden, Vorurteile und Argwohn. Ich wurde auf ein Podest gehoben und mit verständnislosen Augen angestarrt, weil ich tue was mir Spaß macht. Ich habe mittlerweile genug Selbstbewusstsein um sagen zu können, dass ich eine intelligente, selbstbestimmte, junge und attraktive Frau bin… und trotzdem – oder gerade deshalb – bin ich eine Escortlady.
Weil ich die im Escort meine persönliche Erfüllung finde und meine Arbeit ein wichtiger Teil meines Lebens ist.

Mein Beruf gibt mir die Möglichkeit meine Sexualität auszuleben, meine intimen Wünsche zu erfüllen und mich auszuleben. Er bietet mir die Abwechslung die ich brauche.
Auch wenn sich dies viele nicht vorstellen können… Ich genieße meine Arbeit, die Aufmerksamkeit, das Begehren und begehrt werden, die Leidenschaft und vor allem die miteinander geteilte Intimität.
Mein Beruf bringt vieles mit sich, was sich vermutlich fast jeder Mensch in seinem Leben wünscht.
Vanessa Eden und viele andere Escortdamen sind gebildete und selbstbewusste Frauen. Bei ihr aber begeistert mich besonders, dass sie so offen über das Thema redet und ganz klar sagt: Ich prostituiere mich und schäme mich kein bisschen dafür. Nein, ich genieße es sogar! Darum muss man mich nicht bemitleiden. Ganz im Gegenteil. Ich liebe die Erotik, ich liebe die Hotels und die Restaurants, bin gerne mal Dame und gerne mal Luder. Aber vor allem bin ich eine Frau, die ihre Leidenschaft auslebt.

„Eine Motivation vieler Damen, in den Escortservice einzusteigen, ist das Ausbrechen aus dem Alltag und die sexuelle Abwechslung. Mal weg sein von all den gesellschaftlichen Wertvorstellungen und sich hineinstürzen in ein verpöntes Abenteuer. Ein bisschen Luder sein, unanständig und verrucht. Dabei Abenteuer, Lust und Neugierde ausleben, die schönsten Hotels und Plätze entdecken, neue Menschen kennen lernen und interessante Gespräche führen, das alles bereichert das Leben dieser Frauen.“

Mit diesem Zitat möchte ich mein Plädoyer beenden, denn besser könnte ich die Motive für meinen Einstieg in den Escortservice nicht beschreiben.

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6 Kommentare

  1. Ich denke, Traumfrauen kann man(n) im Pay6 in jedem Preissegment finden, wenn man nur lange genug sucht und auch etwas Glück dabei hat. Ein Risiko ist immer dabei. Ein hoher Preis bei einer SDL ist noch lange kein Garant für eine Top-Frau mit sehr gutem Service. Jedenfalls habe ich gute Erfahrungen im “normalen” Preisniveau (meint das von den meisten niveauvollen Kunden beanspruchte Niveau) gemacht. Hab da schon so einige Traumfrauen getroffen (ist aber immer auch individuelle Geschmacksache).

    Also warum geben Menschen sehr viel mehr Geld für Dinge oder Services, die man auch zu normalen Preisen haben könnte, aus als andere Menschen? Sie leisten oder gönnen sich etwas, weil sie es können (also nichts anderes mit diesem/ihrem Geld anfangen wollen) und mit dem Gedanken und Gefühl dahinter, etwas Besonderes, Besseres zu sein, als der Normalo. Ich meine, es ist der Exklusivgedanke, der diese Männer motiviert, der gefühlt Einzige zu sein, der in diesen erworbenen Genuss kommt.

    • Hallo Solaris,
      der Exklusivgedanke, den Du ansprichst, halte ich wirklich für ein interessantes Thema. Manch Kunde wünscht sich ja sowas wie eine “Tagesjungfrau”, die sich für den allereinzigen Kunden bereit hält. Es ist auch eine Frage, ob man diese Illusion erfolgreich vorgaukeln und es sich finanziell leisten kann.:) Ich denke auch, es gibt Top Frauen in allen Preissegmenten.

      lg Susi

  2. “sie bezahlen für eine starke, erotische und intelligente Frau, die sich ihrer nicht schämt und sich wohlfühlt in ihrer Haut und mit ihrem Beruf.” Und das hat genau WAS mit dem Preis zu tun? Gar nichts.

    • Weil sie, wenn sie weniger bezahlen würden, nicht so das Gefühl hätten, sich mal wieder richtig was gegönnt zu haben.

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