Kaufmich intern: Was ist ein Fake / Fakeprofil?

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Wir hatten Euch im Juni in einer Umfrage gefragt, was Ihr unter dem Begriff Fake / Fakeprofil versteht und woran man solche Profile erkennen kann. Wir sind beeindruckt von der hohen Zahl der Teilnehmer (weit über 1.250 Mitglieder haben mitgemacht!) und möchten Euch nun die Ergebnisse präsentieren!

“Fakeprofil” ist kein eindeutiger Begriff

Unsere Umfrage hat ergeben, dass es für die Teilnehmer 4 verschiedene Definitionen / Typen von Fakeprofilen gibt, die einem zuweilen die erfolgreiche Suche nach einem schönen Date erschweren und leider sogar manchmal verderben können…
Im Folgenden stellen wir Euch die 4 verschiedenen Typen vor und verraten Euch, an welchem Verhalten Ihr sie erkennen könnt (darauf gibt’s aber leider keine Garantie, aber die Hinweise können Euch dabei helfen, andere Profile besser einzuschätzen!). Abschließend haben wir einige Tipps für Euch zusammengetragen, wie Ihr Euch besser vor Enttäuschungen im Zusammenhang mit Fakern schützen könnt.

 

Das Spaßprofil
Da wäre zunächst das Spaßprofil, wobei dieser Name irreführend ist, denn Spaß macht es lediglich den Profilerstellern, die damit augenscheinlich nichts anderes bezwecken, als ihre Opfer an der Nase herumzuführen und ihnen die Zeit zu stehlen. Spaßprofile haben nicht die Absicht, sich tatsächlich zu treffen, sondern ziehen ihren “Spaß” daran, dass andere Menschen auf sie hereinfallen. Hinter einem Escort-Spaßprofil steckt oft ein Mann, der seine Geschlechtsgenossen verarschen möchte. Aber es gibt auch von Männern geführte Kunden-Spaß-Profile, die keinem anderen Zweck dienen, als den Escorts die Zeit zu stehlen und sich daran zu erheitern.

Für insgesamt 30,1 % der Teilnehmer ist das die wahrscheinlichste Definition eines Fakeprofils (32,0% Kunden, 23,5% Escorts).

Was kann auf ein Spaßprofil hinweisen?
Am Profil selbst ist ein Spaßprofil zuweilen schlecht zu erkennen, denn der Profilbetreiber möchte ja, dass man ihm auf den Leim geht. Deswegen sind diese Profile oft vollständig und sehr ansprechend, aber genau da kann auch ihr Schwachpunkt liegen:

  • Achtet auf Profile, die “zu schön sind, um wahr zu sein” (Model-Bilder, umfangreiches Serviceangebot etc)
  • Seid misstrauisch, wenn selbst kurz vor dem Date keine Kontaktdaten herausgegeben werden!

Ein Wort an die Personen, die hinter einem Spaßprofil stecken: Nein, das was Ihr tut ist weder witzig noch harmlos! Zum Teil handelt es sich um strafbares Verhalten, weswegen wir strikt gegen Euch vorgehen und wenn möglich auch strafrechtlich verfolgen. Dann hat der “Spaß” auch für Euch ein Ende.

Der Vielschreiber
Ein naher Verwandter des Spaßprofils ist der Vielschreiber (sehr häufig sind das Kundenprofile), der zwar intensiv Nachrichten mit seinen Phantasien und Wünschen austauschen will, aber dem dieser Austausch und oft der von Bildern in sexueller Hinsicht ausreicht – aber ein reales Treffen wird wohl nie stattfinden.

Diese Definition teilen 19,1% aller Teilnehmer (46,9% Escorts, 11,5% Kunden).

Der Vielschreiber ist natürlich gut daran zu erkennen, dass er ein Treffen immer wieder herauszögert und verschiebt und dass schon während des Schreibens erotische Phantasien befriedigt werden sollen – seid also vorsichtig bei unverhältnismäßig langem “Vorspiel” per Nachrichten!

Ein Appell an alle, die gerne viel schreiben, bevor sie sich treffen: Um nicht in den Verdacht eines Fakers und Zeiträubers zu geraten solltet Ihr schnell auf den Punkt kommen, wenn Ihr ein Date verabreden wollt. Es ist nichts dagegen einzuwenden (ganz im Gegenteil!), wenn Ihr schreibt, was Ihr von Eurem Date erwartet, aber das erotische Vorspiel ist Teil des Treffens und nicht Teil der Kontaktanbahnung.

Der Betrüger
Der unangenehmste Faker ist der Betrüger, wobei der maskuline Artikel keinesfalls bedeuten soll, dass es sich hierbei nur um betrügerische Männer handelt – der Typ des Betrügers kann alle Geschlechter haben! Ein Betrüger will nicht nur verarschen, er will an Euer Geld und dazu hat er verschiedene Strategien.

Ingesamt 5,0% aller Teilnehmer (5,8% Kunden, 1,9% Escorts) verstehen diesen Typus als Fake-Profil.

Folgende Warnzeichen können auf einen Betrüger hinweisen:

  • verlangt ohne nachvollziehbaren Grund Vorkasse (z. B. per Amazon-Gutschein, Überweisungen etc.)
  • will auf andere (Bezahl-) Seiten locken
  • es werden viele persönliche Daten abgefragt (möglich bei erpresserischen Betrügern)

Wir von Kaufmich empfehlen bei nachweislichen Betrugsversuchen jedem Betroffenen, den Vorfall zur Anzeige zu bringen und stehen bei polizeilichen Nachfragen kooperativ zur Verfügung, soweit wir helfen können.

Der Blender
Den letzten Fake-Typus nennen wir einfach mal den Blender, wobei der männliche Artikel irreführend ist, denn der Blender kommt häufiger als Escortprofil daher denn als Kundenprofil. Unter diese Definition fallen alle Profile, bei denen Schein und Wirklichkeit deutlich auseinander liegen.
Allerdings meinen nur insgesamt 7,3% aller Befragten (2,7% Escorts, 8,6% der Kunden) damit jene Profile, bei denen persönliche Angaben wie Alter, Gewicht oder auch Sprachkenntnisse und Herkunft etwas “geschönt” wurden (was nicht nur bei Escortprofilen gemacht wird!). Die weitaus häufigere Täuschung sind Profile mit tatsächlich falschen Angaben wie z. B. geklaute Fotos oder – bei Escortprofilen – eine ganz andere Person als auf dem Profil beschrieben.

Ein weiterer Punkt, den vor Allem Kunden als Merkmal für diese Art von Fake-Profil genannt haben ist die Angabe aller möglichen Services in Escortprofilen – von denen aber beim Date nicht angeboten werden (das haben 0,8% der Escorts und 11,7% der Kunden genannt –  9,3% insgesamt).

Für 26,8% aller Teilnehmer (31,1% Kunden, 11,2% Escorts) ist diese Form des Fakes die häufigste!

Es lässt sich aber auch etwas Positives über den “Blender” sagen: Nur hier besteht die Möglichkeit auf ein reales Treffen – auch wenn dies nicht so sein wird, wie erwartet…

Deswegen möchten wir uns auch an diesen Fake-Typen an dieser Stelle persönlich wenden:
Es ist vielleicht auf den ersten Blick ein Vorteil, sich selber als besser darzustellen als man eigentlich ist, aber das rächt sich spätestens beim Treffen, wenn die in Aussicht gestellten Reize und Versprechungen nicht mehr eingehalten werden und es so in vielen Fällen zu Enttäuschungen und Frustrationen kommt.
Bitte seid realistisch mit Euren Angaben sowohl zur Person als auch zu den Praktiken und wirkt so späterem Frust auf beiden Seiten entgegen!

 

Zusammenfassung: Woran kann man ein Fakeprofil erkennen?

Wir haben hier nochmal die häufigsten Merkmale zusammengetragen, die auf ein Fakeprofil hinweisen können.
Manche Profileigenschaften eines Fakeprofils lassen sich leider erst erkennen, wenn es schon zu spät ist, nämlich erst beim Aufeinandertreffen. Dazu gehören:

  • falsche oder stark bearbeitete Bilder (dieser Meinung sind 25,5% insgesamt: 10,8% Escorts, 29,5% Kunden)
  • erscheint nicht zum Date (41,5% der Escorts, 12,1% der Kunden, 18,4% aller Teilnehmer)
  • “geschönte” Angaben (das meinen 2,7% der teilnehmenden Escorts und 8,6% der Kunden: 7,3% insgesamt)

Es gibt aber – so meinen die Umfrageteilnehmer – auch Anzeichen, die einen schon vor dem Date aufhorchen lassen sollten:

  • antwortet nicht auf Anfragen (1,2% der Escorts, 13,4% der Kunden, 10,7% insgesamt)
  • wenig, keine oder unstimmige Profilangaben (9,6% insgesamt: 11,5% Escorts, 9,0% Kunden)
  • alle Services werden angeboten (9,3% insgesamt: 0,8% Escorts, 11,7% Kunden)
  • Vorkasse wird verlangt (0,4% der Escorts, 7,5% der Kunden, 5,9% aller Teilnehmer)
  • Links zu anderen (Bezahl-)Seiten, Spammer (0,4% der Escorts, 6,2% der Kunden, 5,0% insgesamt)
  • kaum Aktivität (wenig online, der letzte Login liegt weit in der Vergangenheit): das meinen 0,0% der Escorts und 6,0% der Kunden (4,7% aller Teilnehmer)
  • keine Bilder (sowohl bei Kunden- wie auch bei Escortprofilen): 6,2% Escorts und 4,2% Kunden denken, dass dies ein sicheres Anzeichen für ein Fakeprofil ist (4,6% insgesamt)
  • keine Erfahrungsberichte sprechen für 3,5% der Escorts und 2,4% der Kunden (2,6% insgesamt) für die Gefahr eines Fakeprofils
  • und bei schlechten Erfahrungsberichten: 1,5% der Escorts und 0,7% der Kunden (0,9% insgesamt)
  • offensichtlich gefakete Berichte: 0,0% der Escorts und 0,9% der Kunden (0,7% insgesamt)

Um es etwas anschaulicher zu zeigen haben wir für Euch eine Infografik mit diesen Ergebnissen erstellt:

Infografik Fakeprofile

 

Der beste Schutz vor schlechten Erfahrungen ist Vorsicht und ein gesundes Misstrauen!

Achtet auf alle oben genannten Anzeichen für ein mögliches Fakeprofil und prüft zusätzlich alle Angaben, die für ein “echtes” Profil sprechen:

  • Echtheitscheck (der grüne Haken rechts oben über dem Profilbild) – gilt für Kunden und für Escorts!
  • Erfahrungsberichte (je zahlreicher und aus verschiedenen Quellen, desto besser)

Seid vorsichtig bei Vorkasse! Leistet diese nur, wenn schon ein Vertrauensverhältnis da ist (es hat schon ein Treffen stattgefunden / es wurden schon Leistungen erbracht etc) oder wenn es für die Vorauszahlung einen nachvollziehbaren Grund gibt (Reisekostenvorschuss).

Vereinbart Treffen über den Date-Manager!
Nur so habt Ihr die Möglichkeit z. B. nach einem geplatzten Treffen einen dementsprechenden Bericht zu schreiben und so andere Mitglieder zu warnen. Und für unseren Support gibt es einen möglichen Beweis für ein Fakeprofil!

 

Was tun, wenn Ihr auf ein Fake-Profil gestoßen seid?

Meldet diese Profile unserem Support, damit ihnen das Handwerk gelegt werden kann!
Dafür solltet Ihr möglichst handfeste Beweise haben (Kopien von Nachrichtenverläufen, Screenshots etc), denn ein reiner Verdacht reicht oft nicht aus, um entsprechende Konsequenzen für diese Profile in die Wege zu leiten.

Solltet Ihr an einen Betrüger geraten sein, dann hilft nur eine Anzeige bei einer Polizeidienststelle, denn nur so können diese Personen zur Verantwortung gezogen werden!

 

Aber keine Angst! Fakes sind auf Kaufmich die Ausnahme und nicht die Regel und wenn Ihr die wichtigsten Anzeichen beachtet und verdächtige Profile meldet, dann wird das nicht nur so bleiben – dann wird das auch immer besser!

 

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2 Kommentare

  1. Eine Art von Fake-Profil fehlt aber. Es gibt auch bestimmte Damen, die bei Kaufmich nur Fotos und Videos zum Kauf anbieten und den Kauf einer bestimmten Anzahl von Fotos oder Videos als Vorbedingung für ein späteres Treffen machen. Sich dann aber trotzdem nicht auf ein Treffen einlassen. Ich finde, das ist auch eine Art von Betrug. Warum werden diese Fakes hier nicht erwähnt? Oder findet man es bei Kaufmich in Ordnung, dass die Website zum Fotoverkauf missbraucht wird, obwohl sie eigentlich echten Escorts vorbehalten sein sollte?!

    • Kaufmich CM-Team on

      Hallo Udo,

      dieses Profil wird m. E. durch “den Betrüger / die Betrügerin” abgedeckt. Auf Kaufmich tolerieren wir bisher keine Profile, die ausschließlich Bilder / Videos oder Fetischgegenstände wie gebrauchte Unterwäsche gegen Vorkasse anbieten und erotische Treffen ausschließen, also so wie es in Deinem Sinne ist.
      Da wir aber keinen Einblick in das tatsächliche Geschehen haben, sind wir auf Mitgliedermeldungen angewiesen, die uns auf solche Profile aufmerksam machen, die zwar vordergründig Treffen offerieren, in real dem aber nie nachkommen und auch keine Absicht dazu haben.

      Generell können wir generell nur zur Vorsicht raten, wenn ohne guten Grund zur (Vor)Kasse gebeten wird!

      LG Nikola
      Community Management kaufmich.com

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