Weibliche Dominanz: Sündige Spiele zu Dritt

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Unser Gastautor hat uns unter seinem Pseudonym “Till” eine Geschichte über eine verführerisches Date geschrieben. Es geht um Dominanz und Unterwerfung, Traum und Wirklichkeit. Wenn auch Ihr uns eine sündige Geschichte erzählen wollt, dann schreibt uns an magazin@kaufmich.com. Gastbeiträge für das Magazin müssen einige Kriterien erfüllen, die Ihr in unseren FAQ nachlesen könnt.

Manchmal muss es etwas mehr sein. Etwas Außergewöhnliches für einen besonderen Tag. Eine Investition in mehr Erregung, vor allem aber in mehr Erinnerung. Es ist kurz nach 18 Uhr, als eine dieser besonderen Stunden des neuen Jahres beginnt. Aufblende in Berlin-Neukölln. Ein altes Mietshaus, im vierten Stock. Er ist schon da, sie klingelt kurz nach sechs.

Die drei Protagonisten sind anfangs noch etwas nervös. Eine dominante Lady, die mit ihrem unterwürfigen Spielgefährten vertraut ist, die zweite beteiligte Dame aber gerade erstmals gesehen hat und noch nicht recht einschätzen kann. Diese Frau Anfang 20 kennt die anderen beiden noch gar nicht, ist unsicher, wohin dieses Spiel sie führen wird.

Die Regeln sind dennoch schnell festgelegt. Die Herrin beobachtet das Paar beim Küssen, Streicheln, schließlich beim Sex. Sie entscheidet, was wann passiert und vor allem, wie intensiv es geschieht. Die Atmosphäre wechselt zwischen kitschig und bizarr. Kerzen flackern, im Radio läuft Jazz. Die junge Dame lächelt den Mann verlegen in ihren roten Spitzen-Dessous an. Er hat geduscht, ein Glas Sekt getrunken, das Handy ausgeschaltet. Es beginnt.

Die andere Frau nimmt Fesseln von der schwarzen Schrankwand, fixiert ihn an einem Haken über seinem Kopf. Er ist schon zu erregt, um eine Stunde Erregung zu ertragen. Ganz ruhig. Durchatmen, genießen! Nächste Woche wird es wieder nur ein gewöhnlich betörendes Abenteuer sein…

Es folgen Küsse der einen auf seine Brust und sanfte Schläge der anderen auf seinen Po. Die eine fährt mit ihren langen Fingernägeln über seinen Rücken, die andere schlägt noch einmal sanft zu – diesmal auf der anderen Seite. Und dann nochmal. Und nochmal. Eine bittersüße Mixtur an Lustempfindungen. Immer wieder. Er will etwas sagen, einen Wunsch formulieren. Doch irgendetwas hält ihn davon ab. Ist es die innere Stimme oder die Angst, das alles hier könnte nur ein Traum sein? Sein Blick wird glasig, die Geräusche verstummen allmählich.

Später dann sind seine Fesseln gelöst, er darf die Hände bei seinem zierlichen Gegenüber benutzen, soll erst den roten BH lösen, dann das Höschen abstreifen. Küsse auf ihren Busen sind erlaubt, sanfte Berührungen zwischen ihren Schenkeln ebenso. Sie schmeckt nach Chanel, nach Versuchung, nach endlichem Glück. Er will mehr. Sie auch! Doch als sich die Lippen des Paares treffen, zieht die schwarz gekleidete Dame seinen Kopf zurück. Eiseskälte für einen Moment. Sie bedeckt seine Augen mit ihrer Hand, flüstert etwas zu der Frau vor ihm. Er spürt und hört sein Herz zugleich. Und dann fühlt er ihre Lippen sehr weit unten. Zarte Lippen. Weich und unschuldig. Wie viel Zeit schon vergangen ist, kommt ihm kurz in den Sinn, während er innere Zurückhaltung sucht. Dieses Spiel verlangt nach Ewigkeit und wird doch allzu bald enden.

Eine kurze Pause, erneutes Flüstern. Die zierliche Frau setzt sich auf einen Stuhl, der ihre schlanken Beine in die Höhe streckt. Zwei Minuten lang dürfe er sie nun haben, erklärt die Herrin. Während er erst vorsichtig, dann härter zustößt, beißt sich die hübsche Frau auf die Unterlippe, sieht ihm dann sehr tief in die Augen und stöhnt leise. Hinter ihm steht die andere Dame, legt ihre Finger um seinen Hals, drückt sanft zu. Er kann nicht mehr atmen. Will er auch gar nicht. Nur fühlen und genießen. Genau jetzt! Und dann folgt der letzte Punkt der Lust.

Das Spiel ist aus, der Traum beginnt – von einer „Suite“. Sehr bald.

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