Mindfuck – mein Erklärungsmodel
Ich liebe Mindfuck – passiv und aktiv. Mindfuck in der passiven Rolle zu erleben ist eine Rarität. Die wenigsten Menschen können dies, was ich sehr schade finde. Ich unterscheide grundsätzlich zwischen Mindfuck und Dirty talk.
Unter Dirty talk verstehe ich die Verwendung von einzelnen Wörtern oder Sätzen „Du geile Schlampe.“, „Willst du mein Dreckstück sein?“ usw. Wurden bzw. werden gewisse Wörter im Gehirn entsprechend mit einer Hintergrundgeschichte oder -aktion verankert, können diese bei mir eine unglaubliche Wirkung erzielen. Alleine verwendet, kommt es sehr stark auf die Person drauf an, wie sie es sagt und meint. Wenn es einfach nur so dahin gesagt ist, kann es nett sein, aber es hat auch keine große Wirkung.
Was ist nun Mindfuck?
Grundsätzlich gilt es zwischen Fantasie und Wunsch in der Sexualität zu unterscheiden. Fantasien können großartig, abartig und absolut pervers und hemmungslos sein. Das ist gut so und hat mit der Realität nichts zu tun. Ein Wunsch ist etwas, das in die Realität umgesetzt werden möchte.
Mindfuck bedient sich der Wünsche und Fantasie des Gegenübers. Ich finde es extrem spannend hier den richtigen Ansatz zu finden. Natürlich kann der Einstieg erleichtert werden, wenn bereits die Fantasien bekannt sind. Doch der Mensch ist nicht so unterschiedlich. Oftmals gelang es mir auch schon ohne Vorwissen, die richtige Fährte in die perversen Abgründe des Gegenübers zu finden. Und dann wird es richtig spannend – für alle Beteiligten. Ich liebe es, mich an den Reaktionen des Gegenübers zu orientieren und step by step immer tiefer in dessen Abgründe vorzuschreiten. Das Schwanzbarometer oder das Zucken der Pussy signalisieren mir umgehend, ob ich richtig liege oder nicht. Die Worte sind eindeutig und trotzdem gewählt formuliert. Sie dringen ein, sie dringen vor und nisten sich für lange Zeit in den gefickten Gehirnwindungen des Gegenübers ein. Worte haben oft eine viel größere Wirkung als eine einzelne sexuell ausgerichtete Handlung. Die Kombination von beidem ist die Garantie für die absolute Explosion – geistig und körperlich.
Leider erlebe ich viel zu wenige Männer, die Mindfuck richtig gut praktizieren können. Woran liegt das? Ist es die angst, das Gegenüber zu schockieren? Ist es die gute Erziehung, die Mann hindert die Dinge beim Namen zu nennen? Ist es das mangelnde Interesse am Gegenüber bzw. das Feingefühl die Reaktionen dessen lesen zu können? Ist es die Gier auf das schnelle Ficken, das das Spiel davor oder währenddessen verhindert? Oder ist es einfach das Nicht-können dieser genialen Kunst?
Mindfuck ermöglicht es gemeinsam perverse Fantasien zu erforschen. Sind beide mitten drinnen im Geschehen, kann es ein sehr extrem lebendiges, verrücktes Erlebnis sein.
Mich würde eure Meinung dazu interessieren – sehr gerne aus der aktiven und passiven Sicht.
Liebe Grüße
Wildcat_deluxe


Mindfuck ist ja halt die Kunst, zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden. Aus Sicht des Mannes ist es wohl so, daß er sich oft nicht traut, seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist diese Blockade, nennen wir es vielleicht Anstand, die es uns verbietet, sämtliche Fantasien offen zu legen. Die Realität sieht dann wohl häufig so aus, dass es auf der ganz normalen Kommunikationsebene abläuft,sozusagen Dirty talk in Sparversion. Aus Sicht der Frauen kann ich es nicht so gut beurteilen, aber ich der denke, der Mindfuck besteht darin, dass Frauen eher bereit sind, Ihre Fantasien auszusprechen und diese, z. T. auch in die Realität umzusetzen. Sie haben einfach ein anderes Verständnis von Fantasie und Realität. Vieles erscheint Ihnen wohl real umsetzbar zu sein, wovor "Mann" zurück schreckt.
@AnotherClientinTown - das sind die Geschichten, die das Leben schreibt. War anscheinend eine sehr nachhaltige Begegnung. Wohl dem, der diese Stimmung dann genießen durfte.
@AnotherClientInTown - das muss tatsächlich sehr intensiv gewesen sein, nachdem wie du dein Erlebnis beschrieben hast. Diese Art von Mindfuck hatte ich jetzt gar nicht im Kopf, aber es stimmt, Geschichten fallen da natürlich auch darunter. Ich hatte auch eine Zeit, wo ich sehr gerne Geschichten geschrieben habe. Es waren so eine Art Fortsetzungsgeschichten. Ich fand das immer spannend, um das Gegenüber besser kennenzulernen und auch dem Gegenüber die Möglichkeit zu geben, mich besser kennenzulernen.... denn auch hier war es ein Mix aus realen Vorlieben und der Fantasie. Dadurch konnte man sich entsprechend austoben und ich empfand das als sehr erregend. Verstehe sehr gut deine beschriebene Vorfreude. Alles was mit Fremdbestimmung und Fremdsteuerung zu tun hat, ist generell meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. Das positive an deiner Geschichte ist, dass du nun weißt, was du in der Zukunft nicht mehr haben möchtest. @ Youni: Ich denke mir auch, dass es für eine Frau viel einfacher ist, dem Mann nette versaute Fantasien ins Ohr zu flüstern, denn diese werden wesentlich häufiger mit Freude und Geilheit aufgenommen. Als Mann könnte dies tatsächlich vielleicht mehr Unverständnis hervorrufen und Mann lernt daraus, dass er dies zukünftig nicht mehr machen wird.
Ein Beweis dafür, das nicht erogene Zonen sondern Geist, Phantasie, Vorstellungskraft und Antrieb die größte sexuelle Attraktion und vielleicht auch Satisfaction darstellen. Das zu erleben und zuzulassen, aktiv darauf zuzusteuern sollte man zumindest mal versucht haben.
@Platon8 - so ist es. Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr Worte meine Erregung pushen können. Zulassen und mitgehen in den Worten und der Geschichte - oh ja, das ist notwendig.
@AnotherClientInTown: Das sollst du auch nicht aufgeben - auf keinen Fall. Ich meine nur, dass du einfach in Zukunft klarer weißt, was dir gut tut oder eben nicht gut.