Nicht erst seit der #metoo Welle,
bewegt mich das immer wieder, seit ewig.
Es gibt dazu eigentlich ja keine allgemein gültige Antwort.
Aber beeindruckt hat mich gestern dann doch die Antwort des Playboy Chefredakteurs (oder Herausgeber, hmm ...), im dazugehörigen WDR Talk um 20.15.
"Ein Mann, der zwischen Flirt und Belästigung nicht unterscheiden kann, ist schlicht gestört"
Was hat das jetzt mit dieser Plattform und dem Erotikmilieu zu tun?
Na ja, es ist halt auch hier, bzw. hier soagr noch weit mehr, der Ton, der die Musik macht, bzw. die Energie die drin liegt, oder der Subtext, oder die innere Haltung des Sprechers/ Schreibers.
Mal ist ein Wort für ein weibliches Geschlechtsteil eine schwere Beleidigung, mal ist es tatsächlich aus tiefstem Herzen und Kontakt heraus eine Liebeserklärung oder zumindest saftig-direktes Kompliment.
Und es ist schlicht essentiell und unumgänglich, dass mensch lernt, Empathie und Respekt anzuwenden. Immer.
Zum Beispiel weil des Erotische einfach weitaus intensiver wird, wenn man in realen Kontakt im Hier und Jetzt geht mit dem jeweiligen Gegenüber.
Dann muss man nämlich auch nicht Kopfstand-mit-Ohrwackeln-und Mösenpingpong oder 12-Stunden-Oberhengst-Stakkato-Rammeln machen, damit man immer noch (trotz evtl. abgestumpft sein)
genügend Sex-Lust-Drive hinkriegt um einen hochzukriegen im engeren, wie im weiteren Sinne. Das gilt übrigens für alle Geschlechter -
Schade, dass uns von klein auf so viel Blödsinn erzählt und vorgelebt wird an Rollen in männlich/ weiblich und dass das solche Auswüchse hat wie: "Mädchen sind solche Mimosen und Jungs sind halt Rabauken und können Empathie halt nicht". So mal als grobe Richtung -
Oder in erwachsen Frau = Verführung, der Mann / Macho schlicht nicht widerstehen kann, was natürlich ärgerlich macht, speziell, wenn Mann dann nicht darf überall und so weiter und so fort
und wenn sie nichtgestorben sind, dann macht der Sche** ewig so weiter


@Natalieswarmtouch "Und es ist schlicht essentiell und unumgänglich, dass mensch lernt, Empathie und Respekt anzuwenden. Immer." Das Überschreiten einer Grenze zur Belästigung ist kaum eine Frage der Empathie oder des Respektes. Trotzdem wäre Deine Forderung sicherlich sehr hilfreich im Miteinander der Menschen.
Lieber Sanfte_Eins85, es könnte aber doch die Lösung sein für all die momenatn bewegten Fragen, vor allem von Männerseite und das verstehe ich teils auch, wie man(n) denn jetzt noch soll kann darf ohne dass er Gefahr läuft .... da es aber immer die jeweilige Situation und genau die 2 Menschen in dem Moment betrifft, wenn es ne softe Grenze ist, kanns keine akurat beschreibbare, allgemein gültige Festlegung geben. Dann hilft nur Empathie und grundsätzlicher Respekt. Und wenn auch das nicht geht, dann halt einfach fragen, schätze ich. Was würdest Du empfehlen für den "Graubereich" der grade so Viele verunsichert?
@Natalieswarmtouch Einen Playboy-Chef nach sexueller Belästigung zu befragen heißt sich mit Wölfen über Schafe zu unterhalten. Für das Überschreiten der Grenzen gibt es so viele Gründe wie Menschen selbst. Wir sind hier ja unter uns. Ein Mann überwindet die Intime Zone einer Frau und fasst sie an. Der Klassiker wäre der Mann ist Vorgesetzter und Ziel ist die Brust. Das hat natürlich für keine Seite mit Flirt zu tun. Die Chancen des Mannes, mit der Frau Sex zu haben, geht gegen Null. Das weiß der Mann vorher. Und es gibt ihm auch keinen erotischen Kick. Er wird seine Heldentat auch kaum weitererzählen können. Warum macht er das trotzdem? Vielfältige Gründe. Vergleiche das Grapschen am besten mit einer Ohrfeige. Die Frau wird geschlagen. Plötzlich und unerwartet. Und sie kann sich nicht wirklich wehren – keine Zeugen, wirtschaftliche Abhängigkeit usw. An dieser Ohnmacht labt er sich. Ach – dieses Thema ist traurig und groß. Ich kenne Männer, die nur wenigen Menschen Respekt entgegenbringen – und die niemals eine Grenze überschreiten. Und wirklich empathische Frauen, die genussvoll mobben. Aber wenn bei einem Flirt der Bogen überspannt wird – dann hat da ein Mensch einen Fehler gemacht. Das Gegenüber reagiert und fertig.
@Natalie: Liebe Natalie, Sehr interessanter Blog! Egal, ob Berührung, Worte, Gesten... Du hast das wieder sehr treffend beschrieben. @ausnahmsweise: Denke, bzw. habe Natalie so verstanden, dass sie sich auf unseren Kontext, ganz konkret die Date-Situation bezieht. Klar, finden da, anders als im Berufsleben z. B. Berührungen statt, u.a.auch sehr intime. Und auch verbal findet gezielte Stimulation zur Beförderung des Geschehens statt. Beides kann, je nach Gefühl, so oder so aufgefasst werden und wirken. Wie unterschiedlich sich etwa das Anvefasst-Werden auf die Auswirkung in puncto sexuelle Erregung anfühlen kann, lässt sich gerade hier erfahren, wenn einem ein Mann noch völlig unbekannt ist. Da kommt's genau auf diese Dinge an, damit ein Date eine erinnernswerte Begegnung wird. Ein schönes WE, wünscht allen, Diane.
@ausnahmsweise und Diane-sexy, ja na klar meinte ich damit das reale erotische miteinander sein, keine Alltagssituation. Und da kann es halt einfach passen solche Worte zu sagen. Ich jedenfalls nenne männliche Geschlechtsteile bei verschiedensten Namen im sinnlichen Tun.
ein wunderbar kunstvoll-poetischer Filmclip zum Thema Mann/ Frau Rollen, die es Vielen so schwer machen zu wissen was wann wie stimmig ist, im jeweiligen Moment mit Empathie, jenseits von starren Regeln https://www.facebook.com/Upworthy/videos/2043040435736804/ oder https://youtu.be/NybJ-xHUpdc