Die erste Woche war, milde ausgedrückt, ein Desaster. Meine Gedanken haben nicht aufgehört zu kreisen. Ich konnte mich nicht überwinden ein Treffen auszumachen, wusste doch aber, dafür fehlt dir die Zeit!
Und dann war er da – der Tag, an dem ich meinen ersten Kunden hatte.
Je näher der Zeitpunkt rückte, desto schlimmer fühlte ich mich.
Panikattacken, Schweißausbrüche, Herzrasen. Ich war unsagbar nervös, komplett überfordert mit dem, was da auf mich zukam.
So schnell wie das Date begann, war es auch schon wieder vorbei.
Jochen (Name geändert) war ein wirklich netter Mann. Wir unterhielten uns, er erzählte mir ein bisschen von sich. Dann kamen wir zur Sache – und ich ging.
Ich fühlte mich gut.
Keine Scham, keine Ekel, keine Traurigkeit. Einfach nur… ruhig
Doch kaum begann ich wieder zu schreiben.
Kündigte sich der nächste Kunde an, ging alles von vorn los.
Panik. Druck. Herzklopfen bis zum Hals.
Wieder dieser Teufelskreis.
Und wieder lief alles am Ende besser als gedacht.
Man könnte meinen, ich hätte es begriffen – aber weit gefehlt.
Die komplette erste Woche war ich ein Schatten meiner selbst.
Ich war emotional drüber, nicht mehr ich.
Mein bester Freund – der mich die ganze Zeit über unterstützte und bei dem ich in dieser Phase sogar ein paar Tage unterkam – fing irgendwann an, gemein zu werden.
Und ganz ehrlich?
Man konnte es ihm nicht mal verdenken. Ich hasste mich ja selbst. Und ertragen konnte ich mich erst Recht nicht.


Alles richtig gemacht und anscheinend nur gute Partner auf Zeit getroffen - warum kannst du dich nicht ertragen? Du hast diesen Weg gewählt und bisher läuft doch alles sehr gut - ich denke, das Schlimmste wäre hier so eine Art Routine zu entwickeln, dann bleibt vermutlich einiges auf der Strecke ...Ich wünsche hier viel Spaß und nur anständige Männer.
Ich hoffe für dich, der "Freund" ist nicht derselbe der dich lachend in die Kreissäge geschickt hat.
Nein, nicht mal das selbe Geschlecht 😁