Wie alle kennen Eis.de, schliesslich ist niemand so unschlagbar günstig und liefert auch nur annähernd so professionel und diskret.
Ich kaufe, pardon, ab jetzt muss es heissen, KAUFTE meine Kondome grundsätzlich dort, genauso wie Strümpfe, Fetischtoys und einiges anderes an Zubehör.
Auf der Venus habe ich den Stand von Eis.de besucht, wurde dort freundlich begrüsst und auch gut beraten, ich hatte den Eindruck, als Sexarbeiterin bin ich als Kundin gerne gesehen.
Wenn man dem selbsternannten Sprachrohr des deutschen Fundamentalfeminismus aber Gauben schenken darf, dann ist es mit diesem Wolwollen jetzt zu Ende, denn gegenüber der EMMA positioniert sich Eis.de folgendermassen:
"Wir sind gegen Prostitution und bedauern die Assoziation damit im Zusammenhang mit unserer Werbung. Wir ziehen das Motiv zurück. Der Erotik-Shop Eis.de stoppt die Kampagne und will 5000 Euro spenden an einen Verein, der Prostitutionsopfern hilft. " (donotlink.com/framed?575323)
So schnell wird man zum Opfer stigmatisiert, plötzlich will man nichts mehr zu tun haben mit der Prostitution, man stellt sich sogar öffentlich dagegen.
Schwach, sage ich da, sehr schwach. Umsätze aus der Erotik- und Sexarbeitsbranche sind also gern gesehen, aber man lässt sich ganz undifferenziert von einigen wenigen radikalen Meinungen bekehren und diffamiert öffentlich viele Tausende Menschen?
Ich hoffe sehr, Eis.de lässt sich sachlich und fachlich ob ihres negativen Vorstosses beraten und erkennt, welcher Fauxpas da begangen wurde.
Vielleicht sieht Eis.de auch ein, dass es viel geeignetere Organisationen gibt, als diejenigen, die Sexarbeiter grundsätzlich als Opfer stigmatisiert?
Ich kann es nur hoffen!
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