Diesen Satz höre ich immer wieder im Erstgespräch.
Meist stellt sich dann auf Nachfrage heraus, dass der mit mir telefonierende Mensch, kann Mann, kann Frau sein,
gabs beides schon so -, damit meint, er/sie hat ein Tantramassage bekommen.
Und oft mit dem Zusatz "war aber nicht so doll, weil ich durfte die Frau gar nicht anfassen..."
Nun ist es halt aber schlicht so, dass man, wenn man eine seriöse, gute, gekonnte, authentische Tantramassage bucht
und dann aber Erwartungen/ Hoffnungen hat in Richtung von Erotikdate, mit gegenseitigem xyz und/oder oben drauf buchbaren Sexdienstleistungen,
dann versucht man halt beim Bäcker Autoreifen zu kaufen.
Daher hier gern nochmal ein wenig ein zwei Erläuterungen zum auseinander sortieren von Tantra an sich
Tantramassage
und tantrischen Begegnungsritualen
und Sexmassagen, die sich ggf. Tantramassage nennen.
Eine Tantramassage ist
eine Massage zu BEKOMMEN,
ist passiv genießen, sich hingeben, in sich selbst hinein tauchen und -spüren, ist ein Date mit sich selbst haben.
Ist ein Raum und eine Zeit und Athmosphäre,
in der mensch sich erstmal wirklich tief runterfährt und entspannt, und von da aus, durch/über die verschiedenen, ruhigen und sinnlichen Berührungsqualitäten,
der eher sanften Massagegriffe
und durch die eindeutig besondere Energie in Ruhe spürt und sich selbst nahe ist.
Sobald man da etwas will oder ins Tun geht, aktiv wird, ist der Fokus beim Gegenüber, ist die tiefere Entspannung futsch.
Und das ist schade. Geld verbrannt quasi.
Tantra an sich
ist eine spirituelle Lebensphilosophie, ein yogischer Weg der Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung.
Hat hinduistische und buddhistische Hintergründe
und NullkommaNull mit Massage zu tun.
Und auch nur sehr sehr wenig mit Sex praktizieren.
Das Wort Tantra heißt Gewebe, Netz, Verbindung/Verweben
und meint damit dass Alles mit Allem verwoben ist.
Das Gewebe des Lebens, bestehenden aus allen Lebensformen von Anfang an und bis immer.
Gott ist in uns, als wir. Und überall um uns herum.
In mannigfachen Gestalten und unfassbarer Schönheit
und Vielfalt, die letztlich immer nur Ergänzung zum großen Ganzen, Gesamten hin ist.
Meint im Kern und Urgrund 2 archaische Energie-Prinzipien,
die sich in Jedem von uns vereinigen.
Shiva und Shakti, simpel aufgefasst (mir zuuu simpel i.d.R.) also das weibliche und das männliche Energieprinzip.
In Wirklichkeit, im Kern aber gemeint als klares, zentriertes, neutrales, präsentes Bewusstsein (Shiva). Und alles was sich bewegt, entsteht und vergeht(Shakti).
Leider, von allzu einfach agierenden Tantrikern, gern als anderes Wort für Frau und Mann angewandt.
Tantrische Begegnungsrituale
lösen die Verteilung von aktiv/passiv auf und es darf ein Tanz, ein Flow, ein Austausch, ein sich gegenseitig berühren daraus entstehen.
Im Moment, ohne Plan, ohne Muss. Mehr der feinen, vibrierenden qualität von Intimität, der wohlig-knisternden Athmosphäre und Energie verpflichtet, als dem Kopfkino des Konsums.
Mehr der Weg ist das Ziel, als wie oft kann ich abspr***en oder wo kann ich überall einstöpseln.
Ein Unterschied zwischen Sexbusiness a la Durchlauferhitzer
und Tantra-Sessions und Spirit ist, z.B.,
dass man nie vor der Vereinbarten Zeit verabschiedet wird, sie oft eher großzügig gehandhabt wird.
Und dass man z.B. auch nie nie nie Jemanden so kalt und herzlos allein lässt kurz nach einem Orgasmus, wie es i.d.R. bei Sexmassagen u.ä. getan wird.
Weil man tief weiß, wie ultimativ verletzlich sich ein Mensch macht,
wenn er sich Jemandem Anderen so anvertraut, öffnet und hingibt.
Mit diesem so besonderen, speziellen, sehr geladenen Thema, der Lust, der Sinnlichkeit, dem Hunger nach Berührung und Leidenschaft und Prickeln und Haaaach.
Jemanden da pflichtgemäß abzumelken ohne innere Anteilnahme oder/und dann Sekunden danach aus dem Kontakt zu gehen, oder gar den Raum zu verlassen, ist Mißbrauch. PUNKT.
Leider können Menschen, die selbst Mißbrauch erlebt haben oder erleben, oder diesen "Job" so angehen (müssen), auch wieder nur Mißbrauch generieren.
Und es darf sich Jede/r fragen, der im Erotikmilieu unterwegs ist, bin ich Teil des Problems oder Teil der Lösung?
Trage ich zu Frieden und Verständigung, zu Versöhnung und Verstehen zwischen den Geschlechtern bei? Oder verursache ich noch mehr Verachtung, Wut, Frustration, sich betrogen und ausgenutzt fühlen und erniedrigt und beschämt und beschmutzt?
Schnelle Antworten oder gar allgemeingültige wird man nicht finden. Aber das eigene Herz, die eigene Integrität.


Hey ihr Lieben, reger Austausch ist toll. Ich denk da immer in beide Richtungen. Sowohl ist einfach wohltuend berühren und sinnlich genießen und mit dem "arbeiten" was Jemand mitbringt an Wollen, Können, Hunger und dem Momernt und dem Flow vertrauen in relativ unesoterisch jetzthiernah. Als auch mit dem Wissen um unsere älteren, länger gelebten, eher heidnischen Wurzeln. Wobei das ja kein Heidentum war, das ist ja der Blick von außen und in überheblich gewesen. Das Keltentum und all das, was die Römer Barbaren nannten, waren ja Kulturen mit tiefem Glauben und Wissen. Es schadet nicht sich dessen wieder zu nähern, in alltagstauglich und in heute. Trivial und heilig ist ja oft nur scheinbar ein Gegensatz. Alles verwoben.
Ich vergaß die Wikinger - lol - auch nicht nur Hau drauf Machos gewesen, nee nee
So, ich habe das tatäschlich alles gelesen, vieles davon wohl auch verstanden. Ich bin kein in Tantra geschulter Mensch, aber ich glaube an das grundsätzliche Gleichgewicht der Energien. Meine Erfahrungen damit machten mir deutlich: Immer dann, wenn der Fluss der Energie unausgeglichen ist, war ich mit der Situation früher oder später nicht zufrieden. Da ich es aber sehr mag, zufrieden zu sein, habe ich irgendwann einfach damit aufgehört, dem Energieausgleich im Weg zu stehen. Ja, das klingt alles zumindest esoterisch angehaucht. Wenn ich jetzt aber sage, dass die meisten meiner Erfahrungen direkt aus dem Businessbereich kommen, wo Entscheidungsfindungen über Monate verzögert wurden, weil der Ausgleich fehlte; oder auch aus dem privaten, nichtsexuellen, Bereich, wo persönliche Entwicklungen aus demselben Grund ins Stocken gerieten, verliert sich die Esoterik doch recht schnell. Ja, man kann es sicher auch anders ausdrücken, um dem Hauch von Anfang an entgegenzuwirken, aber auch dazu verspüre ich gerade die Lust nicht! ;) Ich kann nur sagen: Durch das Bewusstsein, Energien auszugleichen, hat sich mein Leben extrem positiv verändert; privat, geschäftlich und ja, auch sexuell. Gerade bin ich unsicher, ob mein Beitrag überhaupt in diesen Blog passt, aber falls nicht, nehmt die Info doch einfach so hin und an ;)
aber ja doch, punktgenau passt das, Danke Dir