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Gemeinsam.

Eine Beobachtung beschäftigt mich schon länger.


Viele Männer sagen, dass ihnen die Lust der Frau wichtig sei. Sie wünschen sich keine teilnahmslose Partnerin. Keine Frau, die etwas über sich ergehen lässt. Sie wünschen sich Begeisterung, Hingabe, Leidenschaft, Eigeninitiative. Eine Frau, die selbst Freude an der gemeinsamen Erotik hat.


Das klingt zunächst sehr modern. Sehr partnerschaftlich. Und vermutlich ist es auch ehrlich gemeint.Interessant wird es allerdings, wenn man fragt, wie diese Freude eigentlich aussehen soll.


Denn manchmal entsteht der Eindruck, dass die weibliche Lust durchaus willkommen ist – solange sie ungefähr dieselbe Form hat wie die männliche.

Die Frau soll Lust haben. Nur möglichst auf dieselben Dinge.

Sie soll Bedürfnisse haben. Nur bitte keine, die den gewohnten Ablauf stören.

Sie soll sich entfalten. Allerdings vorzugsweise innerhalb eines Rahmens, der bereits feststeht.


Dabei frage ich mich oft, ob manche Männer überhaupt neugierig auf die weibliche Sexualität sind – oder ob sie sich eher wünschen, dass die Frau ihre eigene Sexualität als besonders charmante Erweiterung der männlichen erlebt.

Das ist kein Vorwurf. Eher eine Beobachtung.


Denn eigentlich liegt hier ein spannender Gedanke verborgen:

Wenn ich mich wirklich darüber freue, dass ein anderer Mensch Lust empfindet, interessiert mich doch zwangsläufig, was diese Lust ausmacht. Wo sie entsteht. Wie sie sich anfühlt. Was sie braucht.


Sonst freue ich mich am Ende vielleicht gar nicht über die Lust des anderen.

Sondern darüber, dass sie zufällig meinen eigenen Vorstellungen entspricht.

Vielleicht erklärt das, warum manche Gespräche über Sexualität überraschend schnell an ihre Grenzen stoßen. Solange beide dasselbe wollen, wirkt alles harmonisch. Erst wenn Unterschiede sichtbar werden, zeigt sich, ob echtes Interesse vorhanden ist oder lediglich die Hoffnung, bestätigt zu werden.

Und genau dort wird es spannend.


Nicht in der Frage, ob zwei Menschen Lust aufeinander haben.

Sondern ob sie bereit sind, einander tatsächlich kennenzulernen.

@DeineChefin: "Wenn ich mich wirklich darüber freue, dass ein anderer Mensch Lust empfindet, interessiert mich doch zwangsläufig, was diese Lust ausmacht. Wo sie entsteht. Wie sie sich anfühlt. Was sie braucht." Dem stimme ich zu 100 Prozent zu. Umgekehrt ist nichts langweiliger, als ein vorher (möglichst auch noch datailliert) abegsprochenes Drehbuch abzuarbeiten. Gerade die Spannung, wie die andere Person reagiert, wie sie sich einbringt, die ist es, die ein Date für mich aufregend macht.

18. JunAntworten

Guten Morgen ... "Sondern ob sie bereit sind, einander tatsächlich kennenzulernen..." was für ein Blödsinn. Frage dazu: Sie möchten wirklich jeden Mann kennenlernen? Wird das nicht auf Dauer zu anstrengend? Sonnige Grüße

19. JunAntworten

@Seriena: "...was für ein Blödsinn." Mit solch einer Wortwahl sollten wir hier nicht miteinander umgehen. Ich kann auch nicht erkennen, was an dem Zitat "Blödsinn" sein soll. Die Blogverfasserin hat nicht geschrieben, dass sie "jeden Mann" kennenlernen will, sondern dass ees eine spannende Frage sei, ob die Bereitschaft betseht, einander tatsächlich kennenzulernen. Und wenn man nicht nur Quickies zum schnellen Druckabbau macht, sondern sich auf ein schönes erotisches Erlebnis einlässt, dann gehört es dazu, einander auch tatsächlich kennenzulernen. Und dazu gehört dann zumindest, dass es mich interessiert, was bei der jeweils anderen Person die Lust ausmacht. Wenn das jemand für Blödinn halten möchte - nun ja,

20. JunAntworten

Ich finde es schwer, innerhalb der immer viel zu kurzen Zeit, genug Vertrauen und Geborgenheit zu empfinden/ auf zu bauen. Ohne diese Grundvoraussetzung ist es schwer sich dem Gegenüber so zu öffnen das echter Genuß entsteht. Viele Herren möchten "einfach nur drüber rutschen". Die schnelle Nummer. Jeder hat Wünsche, Vorstellungen Interessen. Sind die wichtig wenn die Dame doch nur am Geld Interesse hat? Was wenn der Kunde unsympathisch ist?

24. JunAntworten

@DeineChefin - wenn im Vorfeld die Chemie schon nicht passt, sollte man kein Date vereinbaren, aber wenn soweit alles stimmig ist, sollte man sich auf das Date freuen. Und, zumindest ist es bei mir so, freue ich mich auf jedes Treffen, sei es mit bekannten Partnerinnen auf Zeit oder ein neuer Kontakt - den weiblichen Körper zu erkunden ist enorm erotisch, nie langweilig und selbst ich entdecke immer wieder etwas Neues..Sex und Erotik haben so viele Facetten, man sollte diese auch nutzen, denn nichts ist für eine Date oder Beziehung tödlicher als Desinteresse und stumpfes abarbeiten eines Programms, schnelle Befriedigung hat in meinem Augen nichts mit Erotik anheim - sich aufeinander freuen, vielleicht Neues entdecken und ausprobieren und vor allem die Kommunikation dabei nicht zu vergessen, das macht ein Date zu einem Date.

27. JunAntworten

Ich frage mich jetzt, ob ich bisher etwas "übersehen" habe bei der weiblichen Lust ...

29. JunAntworten
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