Über den/die Autor*in
Natalieswarmtouch
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61 Jahre, Frau, Bisexuell
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Deutschland (Mitteleuropäisch)
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"Ein sympathischer junger Mann", denke ich, als er mich anruft.

 

Er möchte angeschaut werden, während er sich selbst befriedigt.

Es steigert seine Lust und er hatte das einfach noch nie, obwohl es ihn schon ewig lange in Gedanken erregt, ja eigentlich verfolgt.


Ich höre, dass das etwas wirklich sehr Tiefes ist, nicht nur eins von vielen Dingen, die er halt auch mal machen will, weil im schnell langweilig wird im Eros.


Das lässt mich nachfragen und es erreicht mich, bewegt, berührt mich.

Da hat Jemand einen Herzenswunsch. Es geht nicht um oberflächlichen

Konsum, um schneller, höher, weiter.

Und so sage ich plötzlich ganz spontan ja.


Er reagiert erst verblüfft, dann freudig.

Er erzählt, dass er einfach schon viele Absagen bekommen hat. 

Und dass er sich lange gar nicht mehr getraut hat, das weiter zu verfolgen. Dass er sich eigentlich schämt.

Ich bin froh, dass ich nicht reflexhaft abgelehnt hab, dass mein Gefühl mal wieder besser hingehört hat, als meine Ohren.


"Was hältst Du von folgender Idee?" sage ich und verblüffe mich selbst damit....


Das Treffen dann:

Ich hab die Couch gewählt diesmal, nicht das große Lager.

Auch, weil da ein größerer Bildschirm ist. 

Und weil es einfach näher an dem Setting ist, das er von sich zuhause kennt.


Ich sitze seitlich von ihm, ihm zugewandt, er schaut nach vorn zum Fernseher.

Wir tragen beide die tantrisch-typischen Lunghis, sind gemütlich an Kissen gelehnt, das Licht ist gedämpft, der Raum muckelig warm.


Ich hab ihm, mit einer kleinen gesprochenen Entspannungs"reise", geholfen aus seiner Nervosität rauszufinden und dann den Film gestartet.

Wir haben vereinbart, dass ich, wenn mir danach ist, ihn ein wenig anleiten, führen darf, z.B. wenn er zu gehetzt wird, zu schnell macht.

Denn er will hier durch auch lernen, dass das auch etwas mit Selbstliebe sein darf, dass es okay ist, dass er okay ist.

Dass es um Genuß geht, nicht um etwas Verbotenes, Schlechtes, etwas was man im Geheimen tut und wofür man sich schämt.


Er streichelt sich, berührt sich so wie er es mag, braucht sehr bald den Film gar nicht mehr, schließt seine Augen und mit ein wenig gesprochener Hilfe von mir, entspannt er sich mehr und mehr, macht Pausen, atmet einfach mal entspannt dazwischen.

Seine Gesichtszüge werden weich und weicher.

Es ist wirklich sinnlich und erotisch ihm so zuzuschauen, berührt mich sehr.

Irgendwann kommt er, ganz entspannt, aber auch offensichtlich sehr intensiv, ekstatisch und viiiiel lauter, als ich ihm zugetraut hätte.

Es nimmt seinen ganzen Körper mit, dauert lange an, es ist ein wirklich wirklich schönes Bild ihn so zu sehen.


Wir sitzen noch zusammen, als er aus der Dusche zurück kommt.

Und mir sitzt tatsächlich ein anderer Mann gegenüber jetzt, ein ganz anderer Gesichtsausdruck, eine ganz andere

Körperhaltung, ein leuchtendes Gesicht, glänzende Augen.

„So sieht glücklich aus“, denke ich und freue mich wieder einmal richtig tief, 

dass der Eros Menschen so wunderbar ganz werden lassen kann, wenn man weg geht von so tun als ob.

Und echt ist miteinander.

Was für ein Geschenk das ist, was ich da tun darf.



















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