Dies ist der letzte meines kleinen Zeitreiseberichts zurück in das Goldene Jahrzehnt des Pornos (ca. 1975-1985). Es gibt noch etliche Beispiele gelungener pornographischer Kinofilme, aber das ist ja nicht der Punkt.
Was führte wohl zum Ende der goldenen Ära? Der erste Faktor war das Aufkommen der Videofilmtechnik. Bisher waren die Pornos auf 35mm-Film aufgenommen worden, so wie die meisten Kinofilme der Zeit. Präsentiert wurden die Filme in Pornokinos, die in allen größeren Städten entstanden waren. Alle 1-2 Wochen gab es einen neuen Film in den Kinos. Mit der Videofilmtechnik war das Drehen von Pornos billiger. Statt über Kinos wurden die Filme (besser gesagt die Kassetten) in Sexshops verkauft. Da immer mehr Verbraucher einen Videorekorder kauften, stieg auch der Absatz der Kassetten. Mit jeden Rekorder wurden damals 1-2 Pornos von den Verbrauchern als Grundausstattung gekauft. Im Durchschnitt. Das neue Medium führte zu einem rasanten Anstieg der Pornofilme. Es dauerte nur noch wenige Tage, einen Porno zu drehen und dann zu vervielfältigen. Mehr Masse, weniger Klasse.
Der zweite Faktor war wohl AIDS. Viele der bekannten weiblichen Stars der Goldenen Ära nahmen die Epidemie als Anlass, das Business zu verlassen. Das trifft zum Beispiel auf Annette Haven und Seka zu. Diese Frauen hatten noch den Anspruch, eine Handlung darzustellen. Sie wurden pro Film für etliche Drehtage gebucht und verdienten hohe Gagen. Das war mit der Massenproduktion nicht mehr möglich.
Was bleibt sind die Filme aus der Ära.


Tja, es gab in der Tat Zeiten wo Porno noch Kunst darstellen konnte. Wird aufgrund deiner Ausführungen immer weniger.