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Drei Körper, ein Verlangen || Le Ménage à trois #Blogcompetition

Es war nie geplant. Zumindest nicht von mir.


Eigentlich war es ein Abend wie viele: zu heiß für Gedanken, zu spät für Vernunft, zu früh für Schlaf. Ich saß auf dem Bett in meinem Lieblingshotel, ein Glas Weißwein in der Hand, meine Haut noch sonnenwarm vom Tag. Mein Date hatte sich verspätet, schrieb irgendetwas von Verkehr, Hitze, einer verlorenen Krawatte. Ich lächelte – typisch. Ich hatte keine Erwartungen. Nur Lust.


Dann klopfte es. Und es war nicht nur er. Neben ihm stand eine Frau.


Nicht irgendwer. Elegant. Mit roten Lippen, einem Blick wie flüssiger Honig, und dem Selbstverständnis einer Frau, die weiß, was sie will. Keine Erklärung, kein zögerndes Lächeln. Nur ein „Ist das okay?“ von ihm – und ein Hauch von Spannung in der Luft, der alles andere übertönte. 


Es war sie – meine Wunsch-Duo-Partnerin, mit der ich schon zuvor geflirtet, gelacht und Berührungen geteilt hatte. Ich hatte sie auf meinem Profil erwähnt, doch ich hatte nicht damit gerechnet, dass er diesen kleinen Hinweis wirklich aufgreifen würde.


Ich nickte. Natürlich war es okay. Es war mehr als das.


Was dann passierte, ist schwer in Worte zu fassen. Nicht, weil es zu viel war – sondern weil es genau richtig war. Drei Körper, ein Rhythmus. Keine Eifersucht, keine Unsicherheit, nur neugierige Finger, flüsternde Stimmen, synchronisiertes Atmen. Alles floss ineinander über. Seine Hände auf meiner Taille, ihre Lippen an meinem Hals, meine Fingernägel in ihrem Rücken. Wir sprachen kaum. Das mussten wir nicht.


Für einen Moment verschwand alles. Zeit. Raum. Regeln.


Nur Haut. Und Hitze. Und das Gefühl, gleichzeitig Geben und Nehmen zu dürfen.
Ein flüchtiger Kosmos aus Verlangen, der nur ein paar Stunden existieren durfte... aber sich anfühlte wie eine ganze Galaxie.


Am Morgen lag sie neben mir, er unter der Dusche. Ich streichelte ihre Schulter, sie drehte sich zu mir, lächelte. Und in diesem Lächeln lag keine Scham. Kein „Was war das?“ oder „Was bedeutet das jetzt?“ – nur ein stilles Einverständnis: Das war gut. Und wir würden es wieder tun, wenn die Sterne wieder richtig stehen.

Ich hatte nie davon geträumt, einen solchen Dreier zu erleben.


Aber manchmal ist es genau das, was man nicht plant, das am intensivsten bleibt.

Sehr schön geschrieben :) ich hoffe mein erster 3 er wird genauso schön!

22. Jul 2025Antworten
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