Es sollte nur ein Wiedersehen werden.
Ein vertrautes Lächeln, ein Glas Wein, vielleicht ein paar Gespräche über alles und nichts – so wie früher.
Als ich das Hotelzimmer betrat, war die Stimmung sofort anders. Ruhiger. Dichter. Als würde die Luft zwischen uns etwas unausgesprochenes tragen.
Ich trug etwas Lässiges, nichts Besonderes. Genau das machte es vielleicht so gefährlich – diese Natürlichkeit, dieses „einfach ich sein“.
Er sah mich an, länger als sonst.
Nicht fordernd. Nicht aufdringlich.
Nur… intensiver.
Wir redeten erst. Lachten sogar. Erinnerungen, kleine Sticheleien, dieses vertraute Spiel zwischen Nähe und Distanz. Doch je länger wir uns gegenübersaßen, desto leiser wurden die Worte.
Blicke sagten plötzlich mehr.
Es war, als hätte sich etwas verschoben – ganz langsam.
Ein Schritt näher.
Eine Berührung, die einen Moment zu lange blieb.
Ich spürte, wie sich diese alte, bekannte Spannung wieder aufbaute.
Nicht wild, nicht hastig, sondern warm, tief, fast vertraut.
Er wusste genau, wie er mich aus der Ruhe bringen konnte.
Mit kleinen Gesten.
Mit dieser Mischung aus Zurückhaltung und Präsenz.
Und irgendwann war es nicht mehr nur ein Wiedersehen.
Nicht mehr nur Freundschaft.
Es war dieses Knistern, das sich nicht mehr ignorieren ließ.
Dieses Gefühl, wenn man weiß, dass man die Kontrolle langsam verliert... und es trotzdem nicht aufhalten will.
Die Welt draußen verschwand.
Zeit spielte keine Rolle mehr.
Nur wir.
Und dieses leise, wachsende Verlangen, das uns schließlich völlig einnahm.
Als ich später ging, war alles still.
Aber in mir brannte noch immer dieses Gefühl...
diese Mischung aus Vertrautheit und Ekstase,
die man nicht planen kann…
sondern nur erlebt.


@LadySadista - schön, wenn man so vertraut miteinander umgeht, aber birgt es nicht ein gewisses Risiko, sich zu verlieben? Manchmal sind die Grenzen ja fließend und nicht mehr so leicht zu kontrollieren...du selbst schreibst...langsam die Kontrolle zu verlieren..wann wäre denn für dich der Zeitpunkt gekommen, die Reißleine zu ziehen??