Macht Sexarbeit (psychisch) krank?


Anonymous

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vor 14 Stunden schrieb Anonymous:

Also - mich macht meine Sexarbeit überhaupt nicht krank - im Gegenteil !!!

Ist das deine eigene Einschätzung oder hat dir das ein Psychiater bestätigt 🤣

Ist nicht persönlich gemeint...

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Ich denke das bei den meisten bereits eine Vorerkrankungen vorhanden ist . Und diese hat zufolge das es überhaupt dazu kommt sich zu verkaufen . In der porno Film Branche gab es dazu schon Untersuchungen bei denen heraus kam das so und so viel % in ihrer Kindheit sexuellen missbrauch erlebt haben . Bei käuflichen Frauen werden meiner Meinung nach schon Vorerkrankungen da sein die dann mit der Zeit sich verschlimmern oder die Frau abstumpft und es ausblendet. Menschen sind die Könige im ausblenden . Das ist eine Schutz Funktion vom Gehirn um zu überleben. 

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die these mit der traumatisierung und das neuerliche durchleben einer traumatischen situation finde ich etwas schief. ich glaube, dass sich ein trauma eher durch vermeidung äußert. das was man nicht macht hat traumatische gründe, nicht das, was man macht.

 

 

 

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vor 13 Stunden schrieb Anonymous:

Nur eine mögliche Perspektive….

Und hier eine kleine andere Perspektive, da ich eigentlich im Urlaub bin, aber hier immer wieder ins Thema rein schaue: ich glaube!, Sexarbeit kann insbesondere die Menschen, die dieses Angebot nutzen, verändern. 

Aber auch hier bin ich fest davon überzeugt, dass das Alter eine Rolle spielt. Je jünger der Kunde / Gast, desto eher verändert sich die Sicht auf Frauen und auch die Erwartungshaltungen an Frauen - fatalerweise eben auch im privaten Bereich.

Sexarbeit ist eine relativ einfache Möglichkeit, seine Bedürfnisse zu befriedigen, da es eine Dienstleistung ist. Frauen sind aber nicht per se Dienstleister. ;)

 

 

 

 

 

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Wer  der Meinung ist, die werten Ladies hier würden sich verkaufen wie ein lebloses Objekt weil sie sowieso irgendwelche bereits traumatisierte Kranke wären, der muß sich ernsthaft fragen lassen wes ausbeuterischen und menschenverachtenden Geistes er ist.

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Am 10.10.2022 um 18:08 schrieb Anonymous:

Ich denke das bei den meisten bereits eine Vorerkrankungen vorhanden ist . Und diese hat zufolge das es überhaupt dazu kommt sich zu verkaufen . In der porno Film Branche gab es dazu schon Untersuchungen bei denen heraus kam das so und so viel % in ihrer Kindheit sexuellen missbrauch erlebt haben . Bei käuflichen Frauen werden meiner Meinung nach schon Vorerkrankungen da sein die dann mit der Zeit sich verschlimmern oder die Frau abstumpft und es ausblendet. Menschen sind die Könige im ausblenden . Das ist eine Schutz Funktion vom Gehirn um zu überleben. 

Verlink doch mal bitte die Ergebnisse der Untersuchung zu sexuellem Missbrauch in der Kindheit bei Pornodarsteller:innen. Meine erste Frage dazu wäre nämlich: sind in der Untersuchung nur die weiblichen Darsteller erfasst oder auch die männlichen?
Zartbitter e.V. sagt, dass zwei Drittel der Opfer sexueller Gewalt Mädchen sind und ein Drittel Jungen. Wenn man bedenkt, dass jede dritte Frau in Deutschland schon einmal physische Gewalt erlitten hat, jede siebte Gewalt in Form sexuellen Missbrauchs erfahren hat; statistisch gesehen alle zwei Tage ein versuchter Femizid stattfindet, alle drei Tage ein Femizid gelingt, dann verwundert es auch nicht, dass Frauen psychischem und gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind, den Männer in vergleichbarer Form einfach nicht haben. Auch wenn das nicht bei jeder Frau in eine psychische Erkrankung mündet, so ist das Grundpotenzial daran erkranken zu können, sicher höher.
Dadurch ist aber auch klar, dass nicht Sexarbeit ein Krankheitsauslöser ist, sondern die Wurzeln ganz woanders liegen.

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Sexarbeit kann auch auf anderer Art als hier diskutiert psychisch krank machen. Mein Erfahrung mit einer Freundin aus dem Sexgewerbe:
Wenn 3 Tage lang nicht ein einziger Kunde kommt, dann macht es sie psychisch krank. Therapierbar, wenn wieder 3 Kunden am Tag kommen und das Geld im Kasten klingt. 

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Am 11.10.2022 um 17:31 schrieb Anonymous:

Ich verkaufe mich nicht. Und ich hoffe, meine Kolleginnen auch nicht. 

Hast Du es gut! Ich war bis zu meiner Pensionierung mit Leib und Seele Ingenieur, ich war angestellt, habe mich in meinen Arbeitgeber verkauft. Ich wüsste nicht, was daran schlimm gewesen sein soll.

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vor 35 Minuten schrieb Anonymous:

Hast Du es gut! Ich war bis zu meiner Pensionierung mit Leib und Seele Ingenieur, ich war angestellt, habe mich in meinen Arbeitgeber verkauft. Ich wüsste nicht, was daran schlimm gewesen sein soll.

Das nennt sich eher hingeben oder gegen Geld dienstleisten. Und das tue ich. Ebenso in meinem Hauptberuf.

Aber sich verkaufen? Könnt ich nicht. Weder hier.. noch im Hauptjob. Dann wechsel ich lieber den Arbeitgeber. ( was ich auch schon tat ). 

Du weißt sicher, wie es gemeint war  und wie Begrifflichkeiten abwertend angedacht sind. Sie zu relativieren, ist m. E. nicht der richtige Weg ;)

 

LG aus der Pause. 

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vor 44 Minuten schrieb Anonymous:

Sexarbeit kann auch auf anderer Art als hier diskutiert psychisch krank machen. Mein Erfahrung mit einer Freundin aus dem Sexgewerbe:
Wenn 3 Tage lang nicht ein einziger Kunde kommt, dann macht es sie psychisch krank. Therapierbar, wenn wieder 3 Kunden am Tag kommen und das Geld im Kasten klingt. 

Fürchterlich!

 

Natürlich ist es kräftezehrend  wenn finanzielle Not eintritt! Und viele, die nur von der Sexarbeit leben, haben eben keine anderen Einkünfte ^^

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

habe mich in meinen Arbeitgeber verkauft.

Ich hoffe, dass er immer genügend Gleitgel benutzt hat.

Und ich weiß ja nicht, ob du dir das vorstellen kannst, aber als Prostituierte hat man mit wesentlich mehr Vorurteilen zu kämpfen, als es Ingenieure tun. 

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vor 14 Stunden schrieb Anonymous:

Wenn man bedenkt, dass jede dritte Frau in Deutschland schon einmal physische Gewalt erlitten hat, jede siebte Gewalt in Form sexuellen Missbrauchs erfahren hat; statistisch gesehen alle zwei Tage ein versuchter Femizid stattfindet, alle drei Tage ein Femizid gelingt, dann verwundert es auch nicht, dass Frauen psychischem und gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind, den Männer in vergleichbarer Form einfach nicht haben.

Das wollte ich auch schreiben. Wenn man bedenkt, dass von den ca 3 Milliarden Frauen auf dem Planeten etwa eine Milliarde bereits sexuellen Missbrauch erlebt hat, gehen doch recht wenige davon in die Sexarbeit. 

Sexarbeit verändert Menschen, ja, aber das macht jede Arbeit (und das Leben generell). Wie frustriert und voller Hass auf Menschen man nach ein paar Jahren im Einzelhandel oder in der Gastro sein kann, kann man häufig auf zum Beispiel reddit von Betroffenen lesen. Schlechte Arbeitsbedingungen und ungewollte Arbeit machen krank, das gilt für Sexarbeit wie für Pflege und IT. 

Sex ist intimer als Eis verkaufen, aber für Menschen, die Intimität wohldosiert und achtsam teilen können, problemlos über viele Jahre untraumatisch durchführbar. Würde man mich in eine Profiküche stellen, wo ich unter höchstem Zeitdruck angeschrien und mit Kochlöffeln beworfen würde, würde ich ganz schnell heulend in der Ecke sitzen. 

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vor 11 Stunden schrieb Anonymous:

Fürchterlich!

Natürlich ist es kräftezehrend  wenn finanzielle Not eintritt! Und viele, die nur von der Sexarbeit leben, haben eben keine anderen Einkünfte ^^

An finanzielle Not hatte ich gar nicht gedacht, Du hast Recht, das ist dann wirklich fürchterlich. Meiner Freundin fehlt es an nichts, dafür sorge ich. Aber sie will ja finanziell auf eigenen Füßen stehen, und deshalb ist es für sie auch frustrierend, wenn keine Kunden kommen.
Übrigens hatte sie eine normale und glückliche Kindheit. Das Gerede, dass man unbedingt aus verkorksten Verhältnissen kommen muss, bevor man Sexarbeiterin wird, halte ich für Schwachsinn.

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vor 5 Stunden schrieb Anonymous:

An finanzielle Not hatte ich gar nicht gedacht, Du hast Recht, das ist dann wirklich fürchterlich. Meiner Freundin fehlt es an nichts, dafür sorge ich. Aber sie will ja finanziell auf eigenen Füßen stehen, und deshalb ist es für sie auch frustrierend, wenn keine Kunden kommen.
Übrigens hatte sie eine normale und glückliche Kindheit. Das Gerede, dass man unbedingt aus verkorksten Verhältnissen kommen muss, bevor man Sexarbeiterin wird, halte ich für Schwachsinn.

Frag mal n Dachdecker, wie frustrierend es ist, wenn Kunden absagen oder .. nicht zahlen. Kein Phänomen der Sexarbeit. 

Zudem: dein erster Kommentar liest sich schrecklich und unangebracht hämisch ( keine Kunden= krank ... Therapie = wieder Kunden ). 

 

 

 

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Das traurige ist einfach, dass es gerade in dem Bereich sehr schwierig ist, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Mal angenommen, ich käme auf die Idee, ein Bordell zu eröffnen, mit super fairen Konditionen für die Damen, dann hätte ich aber ganz schnell Leute vor der Tür, mit denen man nicht so gerne Kuchen ist. Gegen gewisse kriminelle Machenschaften ist man wohl mittlerweile tatsächlich machtlos. 

Helfen würde es, wenn Prostitution einfach mehr in der Gesellschaft ankommt und dazu sehe ich jeden Freier in der Pflicht offener damit umzugehen. Hier wird teilweise der rote Teppich für die Damen ausgerollt, aber wenn dann im Bekanntenkreis mal gefragt wird, ob man schonmal Sex gegen Geld hatte, kommt: "Nee, würde ich niemals tun". Das Dilemma ist nur, das viele verheiratete Männer die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen und diese grundsätzlich verschwiegen bleiben. Vermutlich bleibt das Grundübel der Menschheit Unehrlichkeit.

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Unehrlich ist vielleicht nicht das richtige Wort. Solange man stigmatisiert wird, wenn man ehrlich ist oder verlassen wird, weil man Bedürfnisse hat, die eine Liebe nicht in Frage stellen, sondern ergänzen, solange hält man die Fresse, wenn man gefragt wird. Sogar hier haben viele Frauen für sich in privater Beziehung einen Absolutheitsanspruch. Du darfst keinen anderen Gott neben mir haben, weil mein Selbstbewusstsein das nicht erträgt. Dazu kommt noch das gesellschaftliche Stigma. Ein Politiker oder Schauspieler, der sich öffentlich zu bezahlten Sex bekennt ist außen vor, weil ein Großteil der Wähler und Zuschauer mit diesem Statement nicht zurecht kommt. Eigene Grenzen und Sichtweisen auf andere übertragen.......

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Helfen würde es, wenn Prostitution einfach mehr in der Gesellschaft ankommt und dazu sehe ich jeden Freier in der Pflicht offener damit umzugehen.

Du hast Recht, begehst aber den heute stark in Mode gekommenen Fehler, dass immer die Männer an Allem schuld sind. Lebenslange Monogamie ist nicht natürlich, und die Ehefrauen oder Lebenpartnerinnen sollten dich gegenüber einem gelegentlichen Seitensprung oder Sex gegen Bezahlung grunsätzlich tolerant verhalten. Umgekehrt muss natürlich das Gleiche gelten. So wie die Verhältnisse jetzt sind, kann die geforderte Ehrlichkeit des Mannen diesem sehr teuer zu stehen kommen

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

Unehrlich ist vielleicht nicht das richtige Wort. Solange man stigmatisiert wird, wenn man ehrlich ist oder verlassen wird, weil man Bedürfnisse hat, die eine Liebe nicht in Frage stellen, sondern ergänzen, solange hält man die Fresse, wenn man gefragt wird. Sogar hier haben viele Frauen für sich in privater Beziehung einen Absolutheitsanspruch. Du darfst keinen anderen Gott neben mir haben, weil mein Selbstbewusstsein das nicht erträgt. Dazu kommt noch das gesellschaftliche Stigma. Ein Politiker oder Schauspieler, der sich öffentlich zu bezahlten Sex bekennt ist außen vor, weil ein Großteil der Wähler und Zuschauer mit diesem Statement nicht zurecht kommt. Eigene Grenzen und Sichtweisen auf andere übertragen.......

Wenn sich niemand outet, dann ändert sich auch nichts an der Stigmatisierung und die ist bei Freiern bei weitem nicht so krass wie bei Prostituierten. Glaube kaum, dass ein Schauspieler keine Rolle mehr bekommt, nur weil er nicht dementiert, dass er im Puff gesehen wurde.

Und weißt du warum Freier so gerne ausführlich von ihren Dates in Freierforen berichten? Weil es vermutlich doch nicht so glücklich macht, wenn man schöne Erlebnisse anschließend nicht teilen kann.

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