Macht Sexarbeit (psychisch) krank?


Anonymous

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Findest du selbst ein bisschen witzlos, die Forderung Ironie auch als solche zu kennzeichnen oder? Aber vielleicht fällt ja selbst dir irgendwann auf, dass du in deiner eigenen Welt der einzig "echte Mann" bist, der alle anderen wahlweise als Pubertierende oder Sandkastenkinder titulierst, die sich dafür entschuldigen, dass du nicht in der Lage bist Aussagen zu erkennen, die nicht mit drölfzig Emojis versehen sind. 🤭 <- Hier hast du einen, damit du auch ganz sichergehen kannst, dass ich dich ein wenig lächerlich finde - nicht zuletzt des Versuchs wegen alles aus der Politik und dem aktuellen Zeitgeschehen zu holen, dass du als offenbar ältlicher Boomer nicht verstehst, und es kontextlos in einer Manier durch die Gegend zu werfen, die an einen Trump-Wähler erinnert.

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Am 27.9.2022 um 13:15 schrieb Anonymous:

Früher habe ich mich immer gewundert, warum es so wenige echte Freundschaften oder eine gute Kollegialität in der Sexarbeitsbranche gibt. Ich glaube manchmal, das ist eine pathologische Beziehungsproblematik. Möglicherweise stranden in der Sexarbeit vermehrt Menschen, die eigentlich gar nicht beziehungsfähig sind, genauso wie die, die Sexarbeit abrufen. Oder ist das nur eine sehr gewagte These?

Manche Sexarbeitende sehen sich selbst geradezu als Therapeutinnen. Das finde ich etwas albern. Denn, dann wäre der Kunde im eigentlichen Sinne der Patient.

In manchen Studien wurde herausgearbeitet, dass es unter Sexarbeitenden im Vergleich zur Gesamtbevölkerung vermehrt Diagnosen, wie PTBS, Angststörungen und Depressionen gäbe. Scheinbar korreliert die Frage der psychischen Gesundheit im Sinne einer Stabilität auch mit dem Grad der Freiheit und der Selbstbestimmung, in der sich Sexarbeitende befinden.

Schließen möchte ich meine Frage Macht Sexarbeit (psychisch) krank?  mit einem abgewandelten Zitat frei nach Rosa von Praunheim: Nicht die Sexarbeitende ist krank, sondern die Situation in der sie sich als solche befindet.

Pathologische Beziehungsproblematik

Hm...da weder Kunde noch DL sich im P6 tummeln um eine Beziehung zu finden, ist für mich die Frage bedeutungslos. 

Ein Mutmaßen darüber ist müßig, da beide Beteiligten kaum soviel von sich preisgeben, als das ein solcher Schluss gezogen werden kann. 

In manchen Studien wurde herausgearbeitet, dass es unter Sexarbeitenden im Vergleich zur Gesamtbevölkerung vermehrt Diagnosen, wie PTBS, Angststörungen und Depressionen gäbe.

In anderen Studien sind im Ranking die Pflegeberufe und Callcenter Mitarbeiter ganz oben...

Scheinbar korreliert die Frage der psychischen Gesundheit im Sinne einer Stabilität auch mit dem Grad der Freiheit und der Selbstbestimmung, in der sich Sexarbeitende befinden.

Naja...eine Frau, die gezwungen wird diesen Job zu machen. Der man den Pass abgenommen hat und sie belegt wie eine rossige Stute. Die Gewalt erfährt und keine Hilfe bekommt...wie soll diese Frau psychisch gesund bleiben?

Nicht die Sexarbeitende ist krank, sondern die Situation in der sie sich als solche befindet.

Ich für mich ersetze "krank" mit "mitunter hart, schwer, belastend"

Denn das Feminismus Thema beschränkt sich ja nicht auf Frauen in der Prostitution. Ich glaube, dass ist ein Frauenthema und die Prostitution bugsiert die Frauen in eine exponierte Lage. Die kriegen es eben geballt ab. Und ja; diese Situation ist krank!

Frauen die ein Drittel weniger verdienen als männliche Kollegen, die sexuelle Übergriffigkeit erfahren, immer und immer wieder...die wegen der Ehre getötet werden, die wegen ihres Geschlechts keine Bildung erfahren dürfen. Die Nachweisen müssen, dass sie mit ihrer Vergewaltigung nicht einverstanden waren....auch diese Frauen sind in krank machenden Situationen.

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vor 8 Stunden schrieb Anonymous:

Ich merk das immer, wenn ich z.B. länger inaktiv war und ein Mann schreibt mir unaufgefordert seine sexuell expliziten Vorstellungen (manchmal ziemlich eklig) und ich stelle für mich als Frau deutlich fest: dass das jetzt sexuelle Belästigung ist, aber als SDL mit halbnackten Profil, wo drunter "ficken, bumsen, blasen-Service" steht- so in der Art, kann man diese Grenze dann nicht merh ziehen. Klar gibt das Dissonanzen.

 

Geht mir genauso, nicht nur nach einer längeren Pause. Das gilt auch für unaufgefordert zugeschickte Dickpics. Ob ich nun die Grenze zur sexuellen Belästigung ziehen "darf" oder nicht, diese Männer sind einfach nicht meine Klientel. 

Ich fürchte, dass diese Herren sich so verhalten, weil es funktioniert. 

 

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vor 6 Stunden schrieb Anonymous:

Geht mir genauso, nicht nur nach einer längeren Pause. Das gilt auch für unaufgefordert zugeschickte Dickpics. Ob ich nun die Grenze zur sexuellen Belästigung ziehen "darf" oder nicht, diese Männer sind einfach nicht meine Klientel. 

Ich fürchte, dass diese Herren sich so verhalten, weil es funktioniert. 

 

Ich hatte ihn dann eh recht schnell in die Kategorie "Tastenwi.." geschoben (- und selbst wenn nicht- wäre mir dieser "Verlust" dann egal).

Aber ja- hier im Pay6 sind einige Grenzen eben verschoben und aufgeweicht, die Toleranz der Frauen muss einfach größer sein. Das klappt nicht immer und fordert auch seinen emotionalen Tribut (auf Dauer)..

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vor einer Stunde schrieb Anonymous:

Aber ja- hier im Pay6 sind einige Grenzen eben verschoben und aufgeweicht, die Toleranz der Frauen muss einfach größer sein. Das klappt nicht immer und fordert auch seinen emotionalen Tribut (auf Dauer)..

Bin mit den Jahren bockig geworden...einen Sch**ß muss ich. Zunächst bin ich Mensch, dass macht uns Alle gleich. Dann bin ich Frau, dass unterscheidet mich von den Männern. Dann erst bin ich Hure. 

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Ich liebe sexarbeit.  Aber nicht ,,privat ,,. Ich gib  zu, hab schon in Appartements, privat Club und in  Alleingang probiert.  Sitzen und nur Kunden zu bedienen,  Anrufe,  Schreiberei etc das macht mich krank . Es geht auf keks,  besonders blöde Fragen,,was ist dein Service,, . Bin kein Servicekraft , bin eine hure. Ich mach gute Laune, Party, Sex.  Deshalb arbeite ich nur in Nacht Clubs.  Ich muß mich entspannen,  nur am Wochenende tätig sein,  Spaß bei der Arbeit haben.  Kenne aber Frauen, die nur in Appartements arbeiten,  da sie mögen unerhaupt nicht mit Kunden und Kolleginnen zu unterhalten,  kommunizieren etc. Arbeit in Club hat mich auch verändert,  ich kann privat keinen Sekt oder champagner trinken,  da ich umsonst keinen schluck Alkohol runterkriege 😉

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Hallo ihr da draußen 😁

Ich finde das ein interessantes Thema wo zu ich einfach mal meinem Senf dazugeben möchte. 

Erstmal grundsätzlich finde ich dieses Forum toll!. hier können sich alle Seiten austauschen Mann und Frau gleichermaßen und das anonym. Ich finde es nur oftmals schade daß angefangen wird sich gegenseitig an die Kehle zu gehen. Hier darf ich offen meine Meinung sagen muss aber auch die Meinung der anderen respektieren und das man dann Gegenwind bekommt für seine Äußerungen muss mann eben abkönnen.  So nun Zurück zum Thema.

Ich hatte mal ein einschneidentes Erlebnis.

Ich Habe eine Escort Dame besucht sie war sehr freundlich und zufor komment  sie  hatte eine feste Wohnung wo sie auch arbeitete. bei meinem Besuch merkte ich aber relativ schnell das hier etwas nicht okay war, irgendwann spürte ich dass diese Frau selisch gebrochen war, sie ist das liegt mir nahe an ihren Job zerbrochen, alles im allen war sie ein Haufen elend. Da ich selbst ein sehr sensibler und mitfühlender Mensch bin, ging mir das alles sehr nahe. Ich hätte eine Stunde gebucht und verbrachte insgesamt 3 Stunden bei ihr, nur um mir ihre sorgen und kummer anzuhören eigentlich hätte ich diese Zeit nicht gehabt, aber ich habe in den Moment sie mir gerne genommen, was ich mich im Nachhinein oft gefragt habe ist, habe ich als Kunde dazu beigetragen das so etwas basiert???

Ich hatte nach dem Erlebnis auch eine kleine Auszeit vom P6 gebraucht. 

So nun das Gegenstück dazu.

ich hab 2 Stamm Escort Damen die ich immer und immer besuche. daraus hat sich auch eine tiefe Freundschaft entwickelt. Wir habe auch abseits von Arbeit guten Kontakt. Es sind 2 Frauen die Fest auf dem Boden stehen die sehr gut reflektieren und analysieren können. Kurz gesagt es sind In ihrer Persönlichkeit starke Frauen , das heißt nicht das sie keine Probleme und sorgen haben. Hier bin ich mir aber ziemlich sicher ihr Job macht sie nicht krank. 

Das sind nur 2 Beispiele nicht aussagekräftig aber wahr.

Macht jetzt Sexarbeit psychisch krank, jein. Es ist nicht die Arbeit an sich es sind die Umstände einerseits und andererseits ist nicht jeder  für jeden Job gemacht. Wir alle haben doch eine Verantwortung zu uns selbst und sollten uns Selbst reflektieren ob ich in meinem Job zufrieden sein kann, wenn nicht haben nur wir selbst es in der Hand etwas zu ändern, an der Gesellschaft und den anderen Menschen können wir nichts ändern, jeder ist sein eigenes glückes Schmied. 

Es spielt letztendlich keine rolle welchen Job man hat weil in fast jedem Job giebt es solche Tage wo man alles hin schmeißen möchte, und es gibt Tage wo es eben auch Spaß macht, so lange es sich irgendwie die wage hält wird man davon weniger krank.man muss natürlich auch festhalten das es Menschen giebt die für selische Erkrankung sehr empfänglich sind. dafür kann niemand etwas. Aber wir können dem anderen Gegenüber Respektieren in seiner Art, und einfach Mensch bleiben.  

Ich wünsche euch allen da draußen noch eine schöne Zeit.

 

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Ich glaube nicht, dass Sexarbeit an sich psychisch krank macht, allerdings kann die materielle Unsicherheit - Einnahmen können sich extrem von Monat bis Monat schieden - und das soziale Stigma gegen SDL sehr emotionell anstrengend sein. Nicht mal zu erwähnen, sich sorgen zu machen, das Politiker irgendeinen Gesetz machen um eine das Leben schwierig zu machen, Verbote, was auch immer. Und ich kann ehrlich sagen das die Kunden, die ich treffe, toll sind und das ich immer danach mich sehr gut fühle, aber ich kann das gleiche wirklich nicht sagen für ALLE die Anschreiben oder Anrufen - manche können echt unangenehm werden, und diese Schreibereien können auch sehr anstrengend sein - auch Kunden die unzuverlässig sind, die kurzfristig absagen, und so weiter und so weiter... 

ABER. Zum Thema. Viele Menschen arbeiten wohl in der Branche, weil die aus irgendeine psychische Gründe schon "normales" Arbeit extrem Schwierig finden. Da bekommt man schon eine größere Anteil von Menschen, die etwas "anders" sind, als es vielleicht in der allgemeine Bevölkerung gibt. Ich finde das allerdings an sich nicht schlecht.

Zitat

Früher habe ich mich immer gewundert, warum es so wenige echte Freundschaften oder eine gute Kollegialität in der Sexarbeitsbranche gibt.

Ich kann da persönlich nicht zustimmen, ich habe mehrere gute, echte Freundschaften in der Branche, und solche Freundschaften sind auch sehr wichtig um psychisch gesund zu bleiben, damit man sich mit jemanden austauschen kann, die wirklich versteht, und damit man sich gegenseitig hilft.

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On 11/11/2022 at 2:01 PM, Anonymous said:

Dann müsste man aber eine ganze menge Berufe verbieten wollen, wenn man dieser Logik von Andrea G. folgt.

Also mein Hauptjob bringt mich mehr zum verzweifeln als das hier. Die liebe Frau G. sollte Bürojobs auch verbieten! 
 

jeder dritte hier hatte einen Burnout. 

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Interessantes Thema...

Es war bei mir in meinen Twen-Jahren grenzwertig, was die Zahl der Kund*innen und Dates anbelangt, zumal ich dort auch einen Partner mit derselben Leidenschaft kennengelernt habe und wir uns auch zusammen angeboten hatten.

Das hatte ab einem gewissen Punkt kaum mehr etwas mit Hobby oder Independent (den Begriff finde ich übrigens etwas unglücklich gewählt und er ist in meinen Augen so eine Art Mode, der viele hinterher rennen) zu tun.

Klar ist es mir selbst überlassen, wie viele Gäste ich mit meinem Körper, meiner Hingabe, meiner Leidenschaft schöne Momente und Stunden schenken will, aber es kann sich auch zu einer Art Spirale entwickeln, die immer nach mehr und mehr greifen möchte.

Selbst war dann bei mir ein Punkt erreicht, wo ich die Leidenschaft an manchen Tagen nur noch gespielt habe und es wirklich auch zur psychischen Belastung wurde.

Ich möchte mal deine Intro weiterspinnen...und meine seinerzeitige Situation in deinen Worten und meinen Ergänzungen schildern:

 

Der normal-crazy Escort-alltag von Dennis als 25jähigem zwischen Styylen, Analspülung, Neugier, Neukunden, Stammis, Cum, Blowjobs, Bauchschmerzen, Orgasmen, Doggy, Missionarstellung, Schauspiel, Kopfweh, Dirtytalk, Geilheit, Angst, Gestöhne, Liebeskummer, Anspannung, horny Outfits in skinny Jeans, Paysex, Paysex, Paysex!!!

 

Ich habe das etwa 3 Jahre so gemacht und bemerkt, daß es nicht gut tut und nicht mehr meine ursprüngliche Idee der Sache entsprach und ich wirklich dann eine Pause einlegen musste. Die hat gut getan und seitdem bin ich mit dem Motto "weniger ist mehr" wieder richtig glücklich, obwohl  es schwer gefallen ist...

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Jede Arbeit kann psychisch krank machen. Sexarbeit um so mehr, wenn es sich um Arbeit  handelt.

...ich glaub oft liegt es nicht an der Arbeit... sondern am Arbeiter... denn nicht jede Arbeit taugt für jeden...

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vor 1 Stunde schrieb Anonymous:

Superschlaue Antwort von einem, der in der Hinsicht wohl kaum über Praxiserfahrung verfügt...

...nö, mei Ärschle isch jungfräulich... und des isch au guat so... aber ich wünsch Dir trotzdem gute Geschäfte...

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Ich bin ein völlig tolerante Mensch aber deine Beiträge hier sind komplett überflüssig und sinnfrei. Sollten sie lustig gemeint sein, dann liegst du total daneben,. sie sind lediglich peinlich für dich

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vor 1 Minute schrieb Anonymous:

Mich haben die 8 Jahre in der Altenpflege "verstört" und das Jahr an der Kasse im Edeka war echt kein Zuckerschlecken. Alles für den Mindestlohn. 

Danke! Hut ab vor all den Menschen in den Pflegeberufen... die Leisten wirklich was für unsere Gesellschaft... und dann wird das auch noch schlecht bezahlt... das ist wirklich ungerecht! Ich bewundere Menschen die das können... und aus Berufung machen... da hab ich ein schlechtes Gewissen...

…und ja Kassiererin ist auch nicht toll, leider, denn sie repräsentiert zuletzt auch das Geschäft… ich komme aus dem Einzelhandel und mein Chef (dem der Laden gehörte) hat oft an der Kasse eingepackt um die Stimmung der Kunden zu erleben… seine Nachfolger testen derzeit Kassen ohne Personal… ich erfreu mich gern an einem lächelnden kassierenden Menschen…

…und zuletzt ja auch SDL „dienen“ den Menschen… aber doch sehr ungleich (zu unrecht) zu den Menschen in den Pflegeberufen…

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