Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 Tatsächlich bin ich ein Sprachjunkie und es ist ja kein Geheimnis, das Sprache die Lebensrealität abbildet. Mich würde interessieren: Wie nennt Ihr, Kolleg*innen Eure Besucher? Und wie nennen Konsumenten die Dienstleister*innen? Ich finde das nämlich ziemlich spannend, welche Bezeichnungen für Konsument*innen und Anbieter*innen verwendet werden. Ich verwende immer die Bezeichnung Gäste, weil das für mich und das, was ich anbiete, doch am besten passt. Aber wie seht Ihr das? Natürlich verändert sich die Sprache und auch die Bezeichnung, wenn man einander besser kennt, aber grad in der Anbahnung finde ich das recht interessant. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 Ich finde den Begriff Teilzeitgeliebte sehr passend. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 Ich nenne sie bei Ihren Namen. Und ich möchte auch nur mit meinem Vornamen angesprochen werden. 1 Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 vor 2 Stunden schrieb Anonymous: Ich nenne sie bei Ihren Namen. Und ich möchte auch nur mit meinem Vornamen angesprochen werden. Ich spreche Sie auch mit Ihrem Namen an, aber darum geht´s hier nicht. 1 Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 vor 2 Minuten schrieb Anonymous: Ich spreche Sie auch mit Ihrem Namen an, aber darum geht´s hier nicht. Selbstredend spricht man die Person mit den Namen an, sobald man sie trifft, aber mir gehts darum, wie man - nennen wir es - diese Gruppe - nennen würden. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 ich halte nicht viel von so gruppendenken. ich glaube nämlich nicht daran, schon gar nicht bei minderheiten und prekarisierten menschen. 1 Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 vor 1 Stunde schrieb Anonymous: ich halte nicht viel von so gruppendenken. ich glaube nämlich nicht daran, schon gar nicht bei minderheiten und prekarisierten menschen. Na das ist ja mal ein Statement. Du hast offensichtlich nicht so richtig mitbekommen worum es hier geht. Ist aber auch nicht soooo schlimm! Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 vor 1 Stunde schrieb Anonymous: Selbstredend spricht man die Person mit den Namen an, sobald man sie trifft, aber mir gehts darum, wie man - nennen wir es - diese Gruppe - nennen würden. Mir ist das schon klar, aber MelKingPoint offensichtlich nicht. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 Ich bezeichne die Herren, die mich buchen, als Kunden. Gast würde mir zwar auch gefallen, aber da ich nicht besuchbar bin, sondern Haus- und Hotelbesuche mache, würde das nicht passen. 1 Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 Ich glaube, dass diese und ähnliche Denkweisen mit Schubladencharakter schlussendlich zur Ausgrenzung von Menschen im Paysex führen weshalb ich mit so pauschalen oder gruppierten Formulierungen zurückhaltend bin. Das dürfen andere natürlich ganz anders sehen. Aber hier wurde ja die individuelle Positionierung abgefragt, und es geht ja nicht darum, dass alle das gleiche annehmen müssen. Ein Gast ist jemand, der einen privat besucht. Von Gästen nimmt man kein Geld. Kunde ist ein sehr ökonomischer Begriff, wie der Sexarbeitsbegriff. Ich vermute, dass das auf die Sexindustrie gut passt. Auf andere Bereiche nicht unbedingt, weil die Kontakte dafür zu privat, intim und persönlich sind. Außerdem langjährig. es ist keine Arbeitsbeziehung. Wenn man sich Dokus über "Rotlicht" anhört, dann werden da ja sehr oft beteiligte Personen im Paysex etwas doppeldeutig gewürdigt und ich glaube nicht, dass das oft mit viel Achtung einhergeht. genauso wie der Begriff Gewerbe. Also wenn man jetzt ein Sprachfetischist ist, dann könnte man sich da schon in Details verlieren. 1 Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 20. Dezember 2023 Share Geschrieben 20. Dezember 2023 vor einer Stunde schrieb Anonymous: Ein Gast ist jemand, der einen privat besucht. Von Gästen nimmt man kein Geld. In der Gastro oder im Tourismusbereich wird jeder Kunde als Gast bezeichnet. Es geht nicht um Schubladendenken, sondern eine Gruppe von Menschen wird eben bezeichnet. Mitarbeiter*innen, Dienstgeber*innen, Unternehmer*innen, Kund*innen, Klient*innen, Patient*innen ... das sind alles Bezeichnungen für Menschen, die einer bestimmten Gruppe angehören. Das ist nicht wertend oder schubladendenken, sondern einfach eine begriffliche Einordnung von Menschen. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 21. Dezember 2023 Share Geschrieben 21. Dezember 2023 Ja, das ist ein zeitgenössischer und ökonomischer Ansatz. Wenn man sich aber mit dem Thema Gast auseinandersetzt, dann meint man damit ursprünglich jemanden, den man privat bei sich zu besuch hat und Gastfreundschaft zeigt. Dann gibt es natürlich noch den Gast, der in einer Gastwirtschaft bewirtet wurde, aber diese alten Gastwirtschaften sterben heute aus. Wenn der Dienstleistungsbereich den Begriff Gast benutzt, dann ist das finde ich eigentlich eine moderne marketingtechnische Irreführung, weil das ja nicht unbedingt mit Gastlichkeit usw. einhergeht. Man kann ja z. B. nicht sagen, jemand ist Gast bei McDonalds und genießt da die Gastfreundschaft. Heute benutzt man den Begriff Gast, wenn man eigentlich einen Konsumenten meint. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Ob sich aber der Konsumbegriff besser auf Paysex übertragen lässt möchte ich auch mit einem Fragezeichen versehen. Anderes Beispiel. Wenn jemand Escort ist, dann ist man ja selbst immer zu Gast. da passt der Begriff mit den Gästen noch weniger. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 21. Dezember 2023 Share Geschrieben 21. Dezember 2023 Hat mal jemand eine Goldwaage? Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 24. Dezember 2023 Share Geschrieben 24. Dezember 2023 Dann halten wir schon mal den Begriff, nachdem gefragt wurde, "Escort" fest. Ist schon mal eine Antwort... Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 24. Dezember 2023 Share Geschrieben 24. Dezember 2023 Am 20.12.2023 um 10:40 schrieb Anonymous: Tatsächlich bin ich ein Sprachjunkie und es ist ja kein Geheimnis, das Sprache die Lebensrealität abbildet. Mich würde interessieren: Wie nennt Ihr, Kolleg*innen Eure Besucher? Und wie nennen Konsumenten die Dienstleister*innen? Ich finde das nämlich ziemlich spannend, welche Bezeichnungen für Konsument*innen und Anbieter*innen verwendet werden. Ich verwende immer die Bezeichnung Gäste, weil das für mich und das, was ich anbiete, doch am besten passt. Aber wie seht Ihr das? Natürlich verändert sich die Sprache und auch die Bezeichnung, wenn man einander besser kennt, aber grad in der Anbahnung finde ich das recht interessant. Ich nenne sie bei Vornamen, aber ich bin auch nicht besuchbar. Ich liebe die Sprache auch, vor allem aber die Grammatik Weihnachtliche Grüße Maya Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 25. Dezember 2023 Share Geschrieben 25. Dezember 2023 Am 21.12.2023 um 01:08 schrieb Anonymous: Ja, das ist ein zeitgenössischer und ökonomischer Ansatz. Wenn man sich aber mit dem Thema Gast auseinandersetzt, dann meint man damit ursprünglich jemanden, den man privat bei sich zu besuch hat und Gastfreundschaft zeigt. Dann gibt es natürlich noch den Gast, der in einer Gastwirtschaft bewirtet wurde, aber diese alten Gastwirtschaften sterben heute aus. Wenn der Dienstleistungsbereich den Begriff Gast benutzt, dann ist das finde ich eigentlich eine moderne marketingtechnische Irreführung, weil das ja nicht unbedingt mit Gastlichkeit usw. einhergeht. Man kann ja z. B. nicht sagen, jemand ist Gast bei McDonalds und genießt da die Gastfreundschaft. Heute benutzt man den Begriff Gast, wenn man eigentlich einen Konsumenten meint. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Ob sich aber der Konsumbegriff besser auf Paysex übertragen lässt möchte ich auch mit einem Fragezeichen versehen. Anderes Beispiel. Wenn jemand Escort ist, dann ist man ja selbst immer zu Gast. da passt der Begriff mit den Gästen noch weniger. Wenn Du als Escort arbeitest (Escort: Begleitung, jemanden begleiten), kann Dein Kunde kein Gast sein, denn sonst bist Du kein Escort. In den Agenturen nennt man die Herren, die ein Escort buchen einfach Kunde oder Date. Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 25. Dezember 2023 Share Geschrieben 25. Dezember 2023 Ach und für Mädels die in Terminwohnungen oder Clubs arbeiten gibt es, meiner Meinung nach, einen schönen Begriff: Model. Da ist der Mann dann Gast Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 25. Dezember 2023 Share Geschrieben 25. Dezember 2023 vor 12 Stunden schrieb Anonymous: Ich nenne sie bei Vornamen, aber ich bin auch nicht besuchbar. Ich liebe die Sprache auch, vor allem aber die Grammatik Weihnachtliche Grüße Maya Daß Du sie beim Vornamen ansprichst ist löblich, aber wie bezeichnest Du die Menschen, die Du besuchst? Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 25. Dezember 2023 Share Geschrieben 25. Dezember 2023 vor 15 Minuten schrieb Anonymous: Daß Du sie beim Vornamen ansprichst ist löblich, aber wie bezeichnest Du die Menschen, die Du besuchst? Das ist mein Date Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 18. Februar 2024 Share Geschrieben 18. Februar 2024 Am 20.12.2023 um 15:20 schrieb Anonymous: Ich finde den Begriff Teilzeitgeliebte sehr passend. Eher Vollzeitgeliebte auf Teilzeitbasis. Aber wer wird denn schon spitzfindig sein.... Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 28. März 2025 Share Geschrieben 28. März 2025 Ihr selbst gegenüber würde ich in der Regel zu ihrem Vornamen greifen, lediglich im BDSM-Bereich weicht das in der Regel ab und beinhaltet Titel der Wertschätzung und Hierarchie - außerdem wird hier meistens gesiezt (normalerweise nur nach Sprecherlaubnis). Gegenüber Dritten würde ich aus Diskretionsgründen gar nichts erwähnen, also fällt hier eine Bezeichnung automatisch weg - wenn ich aber nur für mich selbst einen Begriff finden müsste, dann wäre das vermutlich "Date-Partnerin". Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 29. März 2025 Share Geschrieben 29. März 2025 Mich stört die Bezeichnung "Dame" enorm. Ist an dem Begriff "Hure" oder "SD" etwas auszusetzen? Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 29. März 2025 Share Geschrieben 29. März 2025 Ich bezeichne wie @Maya77777die Herrschaften als mein Date. Ein paar von ihnen haben mit der Zeit aber eine Sugardaddy/F+ Sache daraus entwickelt:) daher empfinde ich persönlich die Worte Kunde und Freier sehr unpassend. Link zu diesem Kommentar
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